Tago Mago (Album)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tago Mago
Studioalbum von Can
Veröffentlichung Februar 1971
Aufnahme 1970/1971
Label United Artists Records
Format CD, LP
Genre Krautrock
Anzahl der Titel 7
Laufzeit 73m27s

Besetzung

Produktion Can
Studio Schloss Nörvenich
Chronologie
Soundtracks
(1970)
Tago Mago Ege Bamyasi
(1972)
Singleauskopplung
1972 I'm So Green / Mushroom

Tago Mago ist das dritte Studioalbum der deutschen Band Can und das erste nach dem Ausstieg von Malcolm Mooney. Es wurde im Februar 1971 veröffentlicht.

Hintergrund[Bearbeiten]

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von Cans Debütalbum „Monster Movie“ produzierte die Band auch Musik für verschiedene Filme, etwa Deadlock. Auf Konzerten fiel Malcolm Mooney zu dieser Zeit auch durch seine verwirrt wirkenden Darbietungen auf. Auf Anraten seines Psychiaters kehrte er wenig später in die USA zurück, seine vorerst letzten Aufnahmen sind auf dem Album „Soundtracks“ zu hören.[1] Can, die nun auf der Suche nach einem neuen Sänger waren, wurden auf den jungen Straßenmusiker Damo Suzuki aufmerksam, der als neues Mitglied verpflichtet wurde.

Das Album „Tago Mago“ wurde nach der Insel Tagomago benannt.[2] Ein Teil des Materials entstammt Mitschnitten von Jamsessions.

Rezeption[Bearbeiten]

„Tago Mago“ gilt als Wegbereiter für verschiedene moderne Musikstile, Musiker wie Radiohead und Marc Bolan nannten es eine wichtige Inspirationsquelle für ihre späteren Werke.

Ned Raggett (Allmusic) gab „Tago Mago“ eine hervorragende Kritik:[3]

“With the band in full artistic flower and Suzuki's sometimes moody, sometimes frenetic speak/sing/shrieking in full effect, Can released not merely one of the best Krautrock albums of all time, but one of the best albums ever, period. Tago Mago is that rarity of the early '70s, a double album without a wasted note, ranging from sweetly gentle float to full-on monster grooves.”

„Als Band in voller künstlerischer Blüte und mit Suzukis manchmal launischem, manchmal frenetischem Sprechen/Singen/Schreien auf voller Kraft, veröffentlichten Can nicht bloß eines der besten Krautrockalben, die es bisher gab, sondern eines der überhaupt besten Alben, Punkt. Tago Mago ist diese Rarität der frühen '70er, ein Doppelalbum ohne eine verschwendete Note, von süß-behutsamem Fluss bis zu vorwärts preschenden Monster-Grooves.“

Achim Breiling (Babyblaue Seiten) nannte „Tago Mago“ eines der wichtigsten Alben, die jemals in Deutschland aufgenommen wurden.[4]

Titelliste[Bearbeiten]

  1. Paperhouse (7:28)
  2. Mushroom (4:03)
  3. Oh Yeah (7:23)
  4. Halleluhwah (18:32)
  5. Aumgn (17:37)
  6. Peking O (11:37)
  7. Bring Me Coffee or Tea (6:47)

40th Anniversary Edition[Bearbeiten]

Im Jahr 2011 wurde anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von „Tago Mago“ eine Sonderauflage des Albums veröffentlicht. Diese besteht aus der remasterten Fassung von 2004 sowie einer Bonus-CD mit Liveaufnahmen der Stücke Halleluhwah, Spoon und Mushroom von 1972.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Holger Czukay: can - publications. Abgerufen am 28. Juli 2013: „Mooney's demented performances were part of Can's live appeal but it soon became clear that much of this dementia was real. Under a psychiatrist's advice Mooney returned to America, leaving Can without a vocalist again.“
  2. Damon Krukowski: terrascope: Can interview. Abgerufen am 29. Juli 2013: „Before Jaki came to Can, he was trying to commit suicide. He was playing with Chet Baker in Barcelona, as a jazz drummer. Then he went to Ibiza. And south of this island is a rock called Tago Mago. Mago means magic, and Tago was the name of a magic master who lived there. And Jaki was on that rock and tried to spring down because he thought his life didn’t make any sense. I think he is the one who said we should call it Tago Mago.“
  3. Ned Raggett: Allmusic: Tago Mago - Can. Abgerufen am 29. Juli 2013.
  4. Achim Breiling: Babyblaue Seiten: Can - Tago Mago. 19. November 2011, abgerufen am 29. Juli 2013.