Taieb Baccouche

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Taieb Baccouche (2012)

Taieb Baccouche (* 13. April 1944 in Jemmel) ist ein tunesischer Politiker. Er war vom 17. Januar bis Dezember 2011 Bildungsminister seines Landes und Sprecher der Übergangsregierung Tunesiens nach der Revolution 2011 (zuerst im Kabinett Ghannouchi II, dann im Kabinett Essebsi).

Nach dem Abitur 1963 studierte er Sprachwissenschaften an der Pariser Sorbonne, wo er sich auch habilitierte. Baccouche begann sein politisches Wirken in den 1970er-Jahren als Generalsekretär der nationalen Gewerkschaft für Hochschulen und wissenschaftliche Forschung und des nationalen Bildungsverbands in Tunesien. Nachdem er von 1981 bis 1984 Generalsekretär der Union Générale Tunisienne du Travail (UGTT) gewesen war, wechselte er als Präsident zur Sektion Menzehs-Manars der tunesischen Liga für Menschenrechte und wurde schließlich 1998 Präsident des Institut Arabe des Droits de l’Homme (bis 2011).

Seit dem 29. Juli 2012 ist Baccouche Generalsekretär der unter Beji Caid Essebsis Führung neugegründeten säkularen Sammlungsbewegung Nidaa Tounes, die die erste demokratische Parlamentswahl in Tunesien 2014 gewann. Er wurde vom designierten Ministerpräsidenten Habib Essid am 23. Januar 2015 als neuer Außenminister Tunesiens vorgeschlagen, der noch vom Parlament bestätigt werden muss.[1]

Publikationen[Bearbeiten]

  • Reflexion über Demokratie und Menschenrechte (Arabisch), I.A.D.H., Tunis, 2004
  • Gewerkschaftsbewegung und Demokratie in Tunesien: 1971-1989, Fondation Temimi-Tunis, 2003 (Arabisch)
  • Der Golf zwischen Hegemonie und Söldnertum, Tunis, 1991 (Arabisch)

Weblinks[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. Biographie de M. Taieb Baccouche, ministre des Affaires étrangères. In: Businessnews.com.tn, 23. Januar 2015.