Taimyr-Insel

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Dieser Artikel beschreibt eine Insel im Nordenskiöld-Archipel; eine gleichnamige Insel (Kleine Taimyr-Insel) liegt im Sewernaja-Semlja-Archipel.
Taimyr-Insel
Taimyr-Insel und Nordenskiöld-Archipel
Taimyr-Insel und Nordenskiöld-Archipel
Gewässer Karasee
Inselgruppe Nordenskiöld-Archipel
Geographische Lage 76° 15′ N, 96° 0′ O76.2596235Koordinaten: 76° 15′ N, 96° 0′ O
Taimyr-Insel (Region Krasnojarsk)
Taimyr-Insel
Länge 37 km
Breite 18,5 km
Fläche 350 km²
Höchste Erhebung Negri
235 m
Einwohner (unbewohnt)

Die Taimyr-Insel (russisch Таймыр) ist eine 350 km² große Insel in der Karasee im asiatischen Teil Russlands.

Geographie[Bearbeiten]

Die Insel ist der gleichnamigen Taimyrhalbinsel vorgelagert, von der sie durch die an der schmalsten Stelle nur knapp einen Kilometer breite Taimyr-Straße getrennt ist. Die Straße ist, wie auch die sich westlich anschließende Pallanderstraße, meist von Packeis bedeckt. Östlich der Insel erstreckt sich der Taimyrgolf, nördlich ist sie durch die Matissenstraße vom Nordenskiöld-Archipel getrennt. Im Westen und Norden sind Taimyr die Pilot-Machotkin-Insel, die Pilot-Alexejew-Insel, die Moissejew-Insel und weitere kleinere Inseln vorgelagert. Teilweise werden die Taimyr-Insel und die umliegenden Inseln als sechste Inselgruppe ebenfalls dem Nordenskiöld-Archipel zugeordnet.

Die Taimyr-Insel ist in West-Ost-Richtung etwa 37 Kilometer lang und 18,5 Kilometer breit. Höchster Punkt ist der 235 Meter hohe Berg Negri. Die Küste ist stark gegliedert.

Die Insel ist heute unbewohnt.

Geologie[Bearbeiten]

Die Insel besteht aus Sandstein und Schiefer, die von quartären Ablagerungen überdeckt sind.

Flora[Bearbeiten]

Die Taimyr-Insel ist von Tundravegetation bedeckt.

Geschichte[Bearbeiten]

Entdeckt und benannt wurde die Insel während der Erstdurchfahrung der Nordostpassage durch Adolf Erik Nordenskiöld 1878 mit dem Auxiliarsegler Vega. An der Südwestküste der Insel hinterließ Nordenskiöld einen vier Meter hohen Holzmast an einem Findling, der während der Kartierung der Insel 1971 wiederentdeckt wurde[1].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. M. I. Below: Po sledam poljarnych ekspedizi. Moskau, Gidrometeoisdat, 1977 (russisch, Auf den Spuren der Polarexpeditionen)

Weblinks[Bearbeiten]