Taisei Yokusankai

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Symbol der Taisei Yokusankai

Die Taisei Yokusankai (jap. 大政翼賛会, dt. Unterstützungsgesellschaft für die Kaiserliche Herrschaft, oder Kaiserliche Hilfsgesellschaft) wurde 1940 vom damaligen Japanischen Premierminister Konoe Fumimaro gegründet. Er beabsichtigte damit die Parteienpolitik in Japan abzuschaffen. Unter der Shintaisen genannten Doktrin machte er sich an die Abschaffung der traditionellen Parteien. Als Ersatz für diese war die Taisei Yokusankai, eine „rechts-sozialistische“ Sammelbewegung, vorgesehen. Damit würde Japan de facto zum Ein-Parteien-Staat.

Ursprünge[Bearbeiten]

Die Bewegung erwuchs aus Beratungen in Karuizawa unter Beteiligung von Konoe und seiner politischen Kollegen Gotō Fumio, Graf Arima Yoriyasu und dem Ex-Gewerkschafter und Sprecher des rechten Flügels, Kuhara Fusanosuke. Die Bewegung wurde mit zwei Flügeln konzipiert: einem sozialistischen und populistischen linken Flügel, geführt von Hashimoto Kingorō und einem den traditionalistischen rechten Flügel unter Führung von Hayashi Senjūrō. Eine andere führende Person der Bewegung war Yanagawa Heisuke.

Ideen[Bearbeiten]

Konoe wollte eine Einparteienregierung. Diese Partei würde durch die Vereinigung aller Bürokraten und Politiker in Übereinstimmung mit der Kaiserlichen Doktrin von Japan sein. Alle Ansichten sollten im Sinne der gemeinsamen Sache zu einem Konsens kommen. Zur gleichen Zeit wurden alle noch existierenden unabhängigen Gewerkschaften verboten und durch eine zentralisierte „patriotische“ Gewerkschaft („Gesellschaft zum Dienst an der Nation“) ersetzt, die die Kriegsanstrengungen unterstützte. Die Doktrin vom "Konsens-Staat" ergab sich aus der damaligen Kriegssituation. Eine gewisse Ähnlichkeit zur Gleichschaltung in Deutschland einige Jahre zuvor ist zu erkennen.

Damit einher gingen Bemühungen um eine psychische Beeinflussung und Mobilisierung der Bevölkerung unter Schlagwörtern wie Yamato-Damashi (Yamato-Geist), Kōdō (Kaiserlicher Weg), Hakkō Ichiu, Saisei-Itchi (Einheit von Regierung und Religion) und auch die Amau-Doktrin (eine Art asiatische Monroe-Doktrin).

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Während die Organisation offiziell gegründet wurde und Konoe als ein „politischer Retter“ der Nation aus dem Chaos gefeiert wurde, waren die beiden Flügel durch Kämpfe zwischen ihren gegensätzlichen Doktrinen entzweit, spätestens als die Linken den Rechten Abgeordneten, die die Kapitalisten und Traditionalisten im Parlament vertraten, offen den Krieg erklärten.

Literatur[Bearbeiten]

John Whitney Hall: Das japanische Kaiserreich. S. 319 ff.: Vom Vorgehen in der Mandschurei zum Krieg im Pazifik. Fischer Weltgeschichte 20. Fischer, Frankfurt a. M. 1968. ISBN 3-596-60020-0

Weblinks[Bearbeiten]