Taiskirchen im Innkreis

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Taiskirchen im Innkreis
Wappen von Taiskirchen im Innkreis
Taiskirchen im Innkreis (Österreich)
Taiskirchen im Innkreis
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Ried im Innkreis
Kfz-Kennzeichen: RI
Fläche: 34,47 km²
Koordinaten: 48° 16′ N, 13° 34′ O48.26361111111113.573611111111475Koordinaten: 48° 15′ 49″ N, 13° 34′ 25″ O
Höhe: 475 m ü. A.
Einwohner: 2.433 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 71 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4753
Vorwahl: 07764, 07765, 07750
Gemeindekennziffer: 4 12 31
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hofmarkt 29
4753 Taiskirchen im Innkreis
Website: www.taiskirchen.at
Politik
Bürgermeister: Johann Weirathmüller (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
17 ÖVP, 4 SPÖ, 4 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Taiskirchen im Innkreis im Bezirk Ried im Innkreis
Andrichsfurt Antiesenhofen Aurolzmünster Eberschwang Eitzing Geiersberg (Oberösterreich) Geinberg Gurten Hohenzell Kirchdorf am Inn Kirchheim im Innkreis Lambrechten Lohnsburg am Kobernaußerwald Mehrnbach Mettmach Mörschwang Mühlheim am Inn Neuhofen im Innkreis Obernberg am Inn Ort im Innkreis Pattigham Peterskirchen Pramet Reichersberg Ried im Innkreis Schildorn Senftenbach St. Georgen bei Obernberg am Inn St. Marienkirchen am Hausruck St. Martin im Innkreis Taiskirchen im Innkreis Tumeltsham Utzenaich Waldzell Weilbach Wippenham OberösterreichLage der Gemeinde Taiskirchen im Innkreis im Bezirk Ried im Innkreis (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Taiskirchen im Innkreis (Bairisch: Tåskira) ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Ried im Innkreis im Innviertel mit 2433 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Ried im Innkreis.

Geografie[Bearbeiten]

Taiskirchen im Innkreis liegt auf 475 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,7 km, von West nach Ost 7,6 km. Die Gesamtfläche beträgt 34,53 km². 13,7 % der Fläche sind bewaldet, 79,4 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gliederung[Bearbeiten]

Ortsteile[Bearbeiten]

Ortsteile der Gemeinde sind Aichet, Altmannsdorf, Arling, Baumgarten, Brandstätten, Breitenried, Bruckleiten, Edtleiten, Ellerbach, Flohleiten, Gansing, Gotthalmsedt, Günzing, Helfingsdorf, Hohenerlach, Jebing, Jedretsberg, Kainzing, Kleingaisbach, Kühdobl, Lacken, Lindet, Petersham, Schatzdorf, Sittling, Taiskirchen im Innkreis, Tiefenbach, Unterbreitenried, Wiesenberg, Wietraun, Wohleiten, Wolfsedt, Zahra.

Katastralgemeinden[Bearbeiten]

  • Taiskirchen (46159)
  • Arling (46102)
  • Brandstätten (46105)
  • Breitenried (46106)
  • Jedretsberg (46126)
  • Kleingaisbach (46130)
  • Untertiefenbach (46163)
  • Unterwietraun (46164)
  • Wiesenberg (46170)

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind: Andrichsfurt, Utzenaich, Lambrechten, Zell an der Pram, Riedau, Dorf an der Pram, Pram, Peterskirchen Blick auf Taiskirchen im Innkreis

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Von Silber und Blau schräglinks gerautet; belegt mit einem roten Schrägbalken mit drei silbernen, an den Fängen gestümmelten Adlern. Die Gemeindefarben sind Rot-Weiß-Blau.

Taiskirchen führt seit 1978 das Gemeindewappen. Es sind das Wappen von Bayern (blau - weiß) als auch das Wappen von Lothringen (Banner mit Adler) vereinigt. Das zeugt davon, dass das Innviertel und somit auch Taiskirchen bis zum Frieden von Teschen 1779, bzw. bis 1816 dem Vertrag von München, mit dem die Grenzverhältnisse festgelegt worden sind, bayrisch war.

Geschichte[Bearbeiten]

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals Innbaiern) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz königlich bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Österreich ob der Enns.

Bericht der Rieder Volkszeitung vom 14. Oktober 1937

Im Dezember 1936 wurde die Bäuerin Karolina Einböck aus Sittling durch ihren Ehemann Anton ermordet, anschließend legte er zur Vertuschung der Tat Feuer auf seinem Hof. Für diese Tat wurde Einböck am 20. Juli 1937 in Ried durch ein Schwurgericht unter Vorsitz von Kreisgerichtspräsident Dr. Hagen zum "Tod durch den Strang" verurteilt und am 13. Oktober 1937 durch den Scharfrichter Johann Lang in Ried hingerichtet.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. Im Jahr 1990 wurde Taiskirchen im Innkreis zur Marktgemeinde erhoben.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Johann Weirathmüller von der Österreichischen Volkspartei

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2356 Einwohner, 2001 dann 2406 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Taiskirchen im Innkreis

Pfarrkirche Simon u. Judas[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche ist in ihrer architektonischen Gesamtform einer der schönsten spätgotischen Hallenkirchen im Innviertel. Einige Hl. Figuren stammen von der Innviertler Künstlerfamilie Schwanthaler. Die Pfarrkirche Taiskirchen wurde Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut.

Im Jahr 2006 wurde die Kirche außen generalsaniert.

Musik[Bearbeiten]

Die Marktmusikkapelle wurde 1849 mit einer Stärke von 14 Mann von Joseph Gramberger gegründet.

Derzeit zählt sie ca. 75 Mitglieder.

  • Obmann: Thomas Gramberger
  • Kapellmeisterin: Waltraud Hauzinger

Erfolge

  • 1. Rang /Orchesterwettbewerb in Wels 1995
  • 1. Rang /Orchesterwettbewerb in Perg 1997
  • 2. Rang /Orchesterwettbewerb in Ried 1998
  • 1. Rang /Orchesterwettbewerb in Ried 2000
  • 1. Rang /Orchesterwettbewerb Massing 2002
  • 3. Rang /Orchesterwettbewerb in Ried im Rahmen der 9. internationalen Musikmesse in Ried 04
  • 1. Rang /Orchesterwettbewerb in Ried im Rahmen der Music Austria 06
  • 1. Rang /Orchesterwettbewerb (Polka/Walzer/Marsch)in Ried im Rahmen der Musik Austria 08
  • 3. Rang /internationaler Orchesterwettbewerb Flicorno d'Oro in Riva del Garda (Italien) 2010

1999 ist die MMK Taiskirchen in die neu errichtete Landesmusikschule Taiskirchen übersiedelt.

Freizeitangebot[Bearbeiten]

Direkt im Ort befindet sich der Ausgangspunkt des Taiskirchnerrad- und Wanderweges. Der als besonders familienfreundlich bekannte Radwanderweg führt durch die hügelige Landschaft des mittleren Innviertels und wird gerne von Touristen genutzt.

Stausee Taiskirchen[Bearbeiten]

Der Stausee Taiskirchen im Frühling

Das Rückhaltebecken Pramtal - wie der Stausee offiziell genannt wird - wurde zwischen 1978 und 1980 auf den Gemeindegrenzen von Taiskirchen im Innkreis, Pram und Dorf an der Pram errichtet. Der Stausee befindet sich somit auf den Bezirksgrenzen von Ried im Innkreis, Schärding und Grieskirchen. Das Rückhaltebecken hat eine Grundwasserfläche von 6 ha. Das Wasser der Badestellen entspricht bedingt den Anforderungen an ein Badewasser gemäß Bäderhygieneverordnung. Das Zelten und Grillen an den vorgegebenen Plätzen ist kostenlos.

Feste und Feiern[Bearbeiten]

Taiskirchen ist eine sehr lebendige Gemeinde mit etlichen Freizeitangeboten. Durch das funktionierende Vereinswesen sind Feste entstanden, die weit über die Bezirksgrenzen bekannt sind:

Die bekanntesten Feste sind:

  • Rock in Gaisbach (im Mai)
  • Seefest (meist Ende Juni)
  • Hoffest (im Juli)
  • Gruamfest (meist im Juni)

Jedes Jahr wird am Sportplatz ein Fußballhobbyturnier veranstaltet. Dabei spielen meistens 10 Mannschaften, mit je 6 Spielern.
2007 konnte sich die Mannschaft Wiats an Riad durchsetzen und im Finale die Mannschaft Team 7 5:0 schlagen.

Im Winter öffnet der Schlepplift am Kinzenberg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Taiskirchen im Innkreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien