Taitō

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Taitō-ku
台東区
Taitō
Geographische Lage in Japan
Taitō (Japan)
Red pog.svg
Region: Kantō
Präfektur: Tokio
Koordinaten: 35° 43′ N, 139° 47′ O35.712644444444139.77995833333Koordinaten: 35° 42′ 46″ N, 139° 46′ 48″ O
Basisdaten
Fläche: 10,08 km²
Einwohner: 183.937
(1. Juni 2014)
Bevölkerungsdichte: 18.248 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 13106-7
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Taitō
Baum: Kirschbaum
Blume: Ipomoea nil
Rathaus
Adresse: Taitō City Hall
4-5-6, Ueno
Taitō-ku
Tōkyō 110-8615
Webadresse: http://www.city.taito.tokyo.jp
Lage Taitōs in der Präfektur Tokio
Lage Taitōs in der Präfektur
Bronzeglocke im Sensō-ji (1692)
Statue von Saigō Takamori im Ueno Park
Fünststöckige Pagode im Sensō-ji

Taitō (jap. 台東区, -ku) ist einer der 23 Bezirke der Präfektur Tokio. Er liegt östlich des Zentrums der japanischen Hauptstadt Tokio.

Geschichte[Bearbeiten]

Der heutige Bezirk entstand am 15. März 1947 aus dem Zusammenschluss der früheren Stadtbezirke Asakusa und Shitaya der Stadt Tokio.

Asakusa[Bearbeiten]

Schon in der Edo-Zeit war Asakusa, ein Teilgebiet des heutigen Stadtbezirks Taitō, ein belebtes Shitamachi-Viertel, also eine Gegend der einfachen Leute.

In der Tradition der chinesischen Stadtplanung ist der Nordosten das am wenigsten prestigeträchtige Gebiet, da mythologisch im Nordosten das Reich der Toten lag. Zum Schutz wurden daher Tempel und Schreine im Nordosten errichtet, wie der Sensō-ji (der allerdings einige Jahrhunderte älter ist als Edo) und der benachbart gelegene Asakusa-Schrein. Zusammen sind sie eines der beliebtesten Touristenziele in Tokio. Auch das Vergnügungs- und Bordellviertel Yoshiwara befand sich in Asakusa.

In der Meiji-Zeit und bis in die 1920er Jahre war Asakusa das Vergnügungsviertel Tokios und konnte sich mit westlichen Kinos, Cafés und Nachtclubs mit der Edel-Einkaufsmeile Ginza messen. Das Große Kantō-Erdbeben machte dem jedoch ein jähes Ende, und Asakusa hat sich davon nie wieder erholt.

Ueno[Bearbeiten]

Ueno ist das zweite Zentrum des Bezirks; hier war ebenfalls ein Vergnügungsviertel und ein großer kaiserlicher Park, der heutzutage als Ueno-Park der Öffentlichkeit zugänglich ist. Im Park befindet sich der Ueno Zoo, und eine Statue des Meiji-Revolutionshelden Saigō Takamori.

Südöstlich des Parks befindet sich der Bahnhof Ueno, ein Shinkansen-Halt und der größte Bahnhof im Norden der Stadt. Nördlich und östlich des Ueno-Parks sind einige der besten Museen und Kunstgalerien der Stadt angesiedelt: Das Nationalmuseum Tokio, das National Science Museum of Japan und das Tokyo Metropolitan Art Museum.

Das Platzen der Bubble Economy („Luftblasen-Wirtschaft“) Anfang der 1990er Jahre und die folgende Wirtschaftskrise hat zu einem starken Anstieg der Obdachlosenzahlen geführt. Seitdem stehen im Ueno-Park die Zelte der Obdachlosen.

Kultur und Unterhaltung[Bearbeiten]

Feste und Veranstaltungen[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Fraktionen im Parlament
(Stand: 15. Mai 2013)[1]
      
Von 32 Sitzen entfallen auf:

Sowohl Bürgermeister wie Parlament von Taitō werden derzeit bei einheitlichen Regionalwahlen gewählt. Bei den letzten Wahlen 2011 wurde in Taitō Bürgermeister Hiroshi Yoshizumi gegen den ehemaligen LDP-Oberhausabgeordneten Sanzō Hosaka und drei weitere Kandidaten für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Das Bezirksparlament hat regulär 32 Mitglieder.

Bei Wahlen zum Präfekturparlament ist der Bezirk ein Zweimandatswahlkreis. Bei der letzten Wahl 2013 teilten sich die beiden großen Parteien die Sitze. Für das nationale Abgeordnetenhaus bildet Taitō zusammen mit Chūō und Bunkyō den Wahlkreis Tokio 2, der bei der Wahl 2012 mit 32 % der Stimmen an den Liberaldemokraten Kiyoto Tsuji ging.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Angrenzende Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bezirksparlament Taitō: Abgeordnete nach Fraktion
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatÖsterreichisch-Japanische Beziehungen. Japanische Botschaft Österreich, abgerufen am 13. Juni 2013.

Weblinks[Bearbeiten]