Taking Woodstock

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Filmdaten
Deutscher Titel Taking Woodstock
Originaltitel Taking Woodstock
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2009
Länge 110 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Ang Lee
Drehbuch James Schamus,
Elliot Tiber (Roman),
Tom Monte (Roman)
Produktion Ang Lee,
James Schamus
Musik Danny Elfman
Kamera Éric Gautier
Schnitt Tim Squyres
Besetzung
Synchronisation

Taking Woodstock ist ein 2009 produzierter Historienfilm, der anlässlich des 40. Jahrestages die Geschichte des Woodstock-Festivals zum Thema hat. Die Handlung basiert auf dem Roman und der wahren Geschichte von Elliot Tiber. Regie führte Oscar-Preisträger Ang Lee. In Anlehnung an den Film zum Konzert von Michael Wadleigh wurde auch hier Splitscreen-Technik eingesetzt.

Handlung[Bearbeiten]

Der 34-jährige Elliot Teichberg arbeitet als Innenarchitekt im New Yorker Stadtteil Greenwich Village und lebt noch immer bei seinen Eltern, die in der Kleinstadt Bethel im US-Bundesstaat New York ein eher erfolgloses Motel betreiben. Um das Geschäft anzukurbeln, hatte Teichberg bereits in den Vorjahren kleine Musikabende organisiert und daher als einziger eine Lizenz, um im Ort Musikfestivals abzuhalten. Diese hatte er sich als Präsident der lokalen Handelskammer auch selbst ausstellen können. Für dieses Jahr hatte er eine kleine experimentelle Theatergruppe eingeladen, die in einer Scheune hinter dem Motel untergebracht war.

Als Teichberg erfährt, dass der Musikproduzent Michael Lang plant, ein großes Musikfestival auf die Beine zu stellen, nimmt er Kontakt mit Lang auf, und bietet ihm an, dieses auf dem Areal des Motels seiner Eltern abzuhalten. Das Gelände erscheint den Organisatoren aber als ungeeignet, stattdessen stellt der befreundete Farmer Max Yasgur seine Weiden zur Verfügung. Im Motel von Elliots Eltern wird das Organisationsteam untergebracht. Bei den anderen Bewohnern Bethels stoßen die Pläne auf Ablehnung, da diese eine Hippieinvasion befürchten. Einer der wenigen, die Elliot unterstützen, ist sein gerade aus Vietnam zurückgekehrter Schulfreund Billy, der an einem Kriegstrauma leidet. Als Sicherheitsverantwortlichen stellt Teichberg den Transvestiten und ehemaligen US-Marine Wilma ein.

Nach einer Pressekonferenz, in der Elliot unter Einfluss von Marihuana versehentlich erklärte, der Eintritt zum Festival sei frei, machen sich statt der angenommenen 100.000 Besucher eine Million Menschen auf den Weg nach Bethel. Zudem verwandeln Regenfälle das Gelände in eine Schlammgrube, was für erhebliches Chaos in der Kleinstadt sorgt.

Elliot kann nur an einem Tag zum Festivalgelände gehen, das Festival selber erlebt er als LSD-Trip.

Trotz aller Schwierigkeiten lässt das Festival Elliots Eltern, zu denen er ein eher schwieriges Verhältnis hat, spürbar aufleben, und er kommt insbesondere seinem Vater näher. Nach dem Ende des Festivals beschließt Elliot, seinen langgehegten Traum umzusetzen und nach Kalifornien zu ziehen, um dort als Künstler zu arbeiten.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Mit einem Budget von 35 Millionen US-Dollar relativ kostengünstig produziert, wurde der Film im August 2008 zwar im Staat New York gedreht, jedoch nicht an Originalschauplätzen. Während Woodstock in Sullivan County stattfand, entstanden die Szenen im Film sowohl in Rensselaer County als auch in Dutchess County. Das „El Monaco Motel“ wurde in New Lebanon im Columbia County rekonstruiert.

Der Autor des Buchs, Elliot Tiber, wurde als Elliot Teichberg geboren.

Der Film feierte im Mai 2009 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes Weltpremiere, und wurde auch im Juni 2009 beim Biografilm Festival in Italien präsentiert. In Deutschland und Österreich startete der Film am 3. September 2009 in den Kinos.

Michael Lang widerspricht Tibers Darstellung des ersten Treffens mit Max Yasgur. Er sei Yasgur von einem Makler vorgestellt worden. Max Yasgurs Sohn sagt, laut seiner Mutter hätte Yasgur Teichberg nicht gekannt. Einer der Organisatoren von Woodstock, Artie Kornfeld, sagt, er hätte selbst von Yasgurs Farm erfahren.[1][2]

Deutsche Synchronsprecher[Bearbeiten]

Die Synchronsprecher für die deutsche Fassung sind.[3]

Rolle Sprecher
Elliot Teichberg Robin Kahnmeyer
Billy Ozan Ünal
Elliots Vater Jan Spitzer
Michael Lang Nicolás Artajo
Max Yasgur Frank-Otto Schenk
Dan Bernd Vollbrecht
Elliots Mutter Astrid Bless
Wilma Tobias Kluckert
Devon Stefan Krause

Literatur[Bearbeiten]

  • Elliot Tiber: Taking Woodstock. Edel, Hamburg 2009.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bill Bleyer: The road to Woodstock runs through Sunken Meadow State Park.. In: Newsday, 8. August 2009. Abgerufen am 25. August 2009. 
  2. Nate Bloom: Revisiting Woodstock, Other flicks, His son, the rabbi. In: Jweekly.com, 27. August 2009. 
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatTaking Woodstock. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 15. August 2009.

Weblinks[Bearbeiten]