Takko

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Eishockeytorwart siehe Kari Takko
Takko Holding GmbH
Logo von Takko seit Ende 2009
Rechtsform GmbH
Gründung 1982
Sitz Telgte, Deutschland
Leitung Michael Strehler, Andreas Kromer, Alexander Mattschull, Hannes Rumer, Hardy Schulz
Mitarbeiter mehr als 15.000 Mitarbeiter
Branche Textil
Produkte TextilienVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.takko-fashion.com
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Früheres Takko-Logo
Filiale von Takko in Eilenburg

Takko Fashion ist einer der größten deutschen Textilhändler mit über 1.800 Filialen im In- und europäischen Ausland. Die Zentrale der Takko Holding GmbH hat ihren Sitz in Telgte im Münsterland. Das operative Geschäft leiten die Geschäftsführer Stephan Swinka, Alexander Mattschull, Erika Tertilt und Andreas Kromer. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen mehr als 16.500 Mitarbeiter. Takko Fashion ist mit über 1.000 Standorten flächendeckend in ganz Deutschland vertreten. Die Filialen befinden sich zumeist in Fachmarktzentren aber auch in City- und Centerlagen.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde der Filialist 1982 unter dem Namen Modea durch die Hettlage Gruppe. 1990 stieg der Tengelmann-Konzern als Mehrheitsgesellschafter ein. 1999 erfolgte ein Management-Buy-out unter Mehrheitsbeteiligung der Permira-Fonds und von DB Investor. Im selben Jahr wurde das Unternehmen in Takko ModeMarkt GmbH & Co. KG umbenannt. Heute firmiert das Unternehmen mit inzwischen acht nationalen und internationalen Tochtergesellschaften unter dem Namen Takko Holding GmbH. 2007 bis 2010 war das globale Private-Equity-Unternehmen Advent International Hauptgesellschafter. Takko Fashion erhielt Ende 2009 einen Relaunch mit neuem Logo und neuen Looks in den Filialen. Im Frühjahr 2010 eröffnete Takko Fashion nach Probebetrieb in Raisdorf/Schwentinental, Rotterdam und Aachen die ersten Läden der neuen Vertriebslinie 1982. Das neue Konzept soll H&M und Primark Konkurrenz machen.

Im Dezember 2010 wurde das Unternehmen an den britischen Investor Apax verkauft[1].

Produktangebot[Bearbeiten]

Das Sortiment umfasst Mode, Wäsche und Accessoires. Die Kollektionen werden von eigenen Designern entworfen und zu einem Großteil direkt aus den Produktionsländern importiert.

International[Bearbeiten]

Die internationale Expansion startete im Jahr 2000 in Österreich. Inzwischen gibt es Takko Fashion Filialen außerdem in den Niederlanden, Belgien, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Rumänien, der Schweiz und Polen, in Kroatien, Slowenien, Estland, Italien, Litauen und Serbien.

Ausbildung[Bearbeiten]

Im Jahr 2008 wurden bis zu 300 Ausbildungsplätze angeboten. Dabei erhalten Azubis und Handelsassistenten im Rahmen ihrer Berufsausbildung Förderung durch Inhouse-Seminare und ein eigenes Ausbildungscenter in Hannover. Derzeit übernimmt das Unternehmen nach eigener Aussage rund 95 % aller Handelsassistenten.

Kritik[Bearbeiten]

Am 21. Januar 2004 veröffentlichte Spiegel-Online einen Bericht, dass Takko Fashion alle Mitarbeiter über 50 Jahre entlässt, da sie nicht länger in das Firmenkonzept passen würden. Diese Aktion, und die Tatsache, dass Takko Fashion bis heute noch keinen Betriebsrat hat, brachte Takko Fashion in das öffentliche Medieninteresse.[2]

In November 2012 tauchte ein interner E-Mail-Verkehr von Takko auf, aus dem hervorgeht, dass Takko Fashion mindestens 50.000 Textilien in chinesischen Gefängnissen produzieren ließ. Nach Unternehmensangaben stellte man diese Praktik im Sommer 2012 ein, da man mit der über chinesische Subunternehmer vermittelten „Leistung nicht zufrieden gewesen“ sei. Eine Kontrolle der Produktionsstandorte fand seitens Takko Fashion nicht statt, es war lediglich eine postalische Adresse bekannt.[3]

Unternehmensstruktur[Bearbeiten]

Unter der Takko Holding GmbH existieren folgende Tochtergesellschaften:

  • Takko Fashion kft.,Ungarn (100 %)
  • Takko Fashion s.r.o., Tschechien (100 %)
  • Takko International Einkaufsgesellschaft mbH, Deutschland (100 %)
  • Takko Logistik & Service GmbH, Deutschland (100 %)
  • Takko ModeMarkt GmbH, Deutschland (100 %)
  • Takko Nederland B.V., Niederlande (100 %)
  • Takko Personalleasing GmbH, Deutschland (100 %)
  • Takko Verwaltungs GmbH, Deutschland (100 %)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. tagesschau.de, abgerufen am 23. Dezember 2010
  2. Spiegel: Entlassung nach Takko-Art – Wer nicht hübsch genug ist, fliegt, 21. Januar 2004
  3. Spiegel: Textildiscounter: Takko produzierte in chinesischen Gefängnissen, 4. November 2012