Talfer

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Talfer
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Talfer bei Bozen

Talfer bei Bozen

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Sarntal (Südtirol)
Flusssystem Etsch
Abfluss über Eisack → Etsch → Adriatisches Meer
Quelle am Penser Weißhorn
46° 48′ 18″ N, 11° 24′ 7″ O46.80511.4019444444442350
Quellhöhe 2350 m s.l.m.Kompass Wanderkarte
Mündung bei Bozen in den Eisack46.49277777777811.348611111111259Koordinaten: 46° 29′ 34″ N, 11° 20′ 55″ O
46° 29′ 34″ N, 11° 20′ 55″ O46.49277777777811.348611111111259
Mündungshöhe 259 m s.l.m.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 2091 m
Länge 45,5 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 429 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Linke Nebenflüsse Tanzbach
Rechte Nebenflüsse Durnholzer Bach
Großstädte Bozen
Gemeinden Sarntal
Gedeckte Brücke über die Talfer in Sarnthein

Die Talfer (italienisch Talvera) ist ein Fluss in Südtirol (Italien). Sie durchquert das Sarntal und die Sarntaler Alpen von Nord nach Süd.

Ihren Ursprung hat die Talfer am Osthang des Penser Weißhorns. Sie durchfließt den Penser Tal genannten nördlichen Abschnitt des Sarntals, nimmt bei Astfeld den aus dem gleichnamigen Nebental fließenden Durnholzer Bach auf und durchquert zuletzt die Sarner Schlucht, um nach 45,5 km Länge auf einer Meereshöhe von 259 m in Bozen in den Eisack zu münden.

Mit einem Einzugsgebiet von 429 km² ist die Talfer einer der größten Seitenzubringer des Eisacks. Wichtige Zuflüsse sind neben dem Durnholzer Bach noch der Tanzbach und der Öttenbach. Auf seiner Wegstrecke durchquert oder berührt der Fluss die Gemeindegebiete von Sarntal, Jenesien, Ritten und Bozen.

Mehr noch als die größeren Flüsse Eisack und Etsch ist die Talfer der Fluss Bozens, die Stadt wird daher auch „Talferstadt“ genannt. Der Name Talfer gehört zu den ältesten Bezeichnungen im Raum Bozen und dürfte so viel wie „Schutt, Bachbett“ bedeuten. Die Flurbezeichnung Talfergries im Bozner Stadtviertel Zentrum ist somit gleichsam tautologisch, da Gries auf ahd. „Sand, Kies“ zurückzuführen ist.[1]

In Bozen gibt es mehrere Straßennamen, die sich auf die Talfer beziehen: Talfergasse, Zum Talfergries, Bozner Wassermauer, Grieser Wassermauer und Quireiner Wassermauer. Bis zur Erbauung der beiden durchgehenden Talferdämme („Wassermauern“) der Talfer wurden die Bozner und Grieser immer wieder von Überschwemmungen heimgesucht. Der großen Überschwemmung von 1541 verdankt Bozen-Gries die älteste überlieferte Stadtansicht, angefertigt von dem damaligen Bürgermeister Leonhard Hörtmair (Hiertmair).

Seit den 1970er Jahren ist durch die Regulierung des Talferbetts im Bozner Stadtgebiet eine weitläufige Erholungszone und grüne Lunge entstanden, die mit ihren Sportanlagen, Laufwegen und Liegewiesen heute wesentlicher Teil des städtischen Freizeitangebots ist.

Sehenswert ist die gedeckte Brücke über die Talfer in Sarnthein.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Walter Schneider: Der "Talfergries" und der "Grutzen" bei Bozen im 16. Jahrhundert – die neuen Spitalsgrundstücke auf dem "Talfergries" (1551), der mittelalterliche Verlauf der Talfer, die landesfürstlichen Güter im "Grutz"-Urbar (1582) und die neuen Flurnamen, in: «Tiroler Heimat», 66, 2002, S. 5–20.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Talfer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien