Talheim (Landkreis Tuttlingen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Talheim
Talheim (Landkreis Tuttlingen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Talheim hervorgehoben
48.018.6641666666667755Koordinaten: 48° 1′ N, 8° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Tuttlingen
Höhe: 755 m ü. NHN
Fläche: 13,1 km²
Einwohner: 1173 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km²
Postleitzahl: 78607
Vorwahl: 07464
Kfz-Kennzeichen: TUT
Gemeindeschlüssel: 08 3 27 048
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchbrunnen 6
78607 Talheim
Webpräsenz: www.gemeinde-talheim.de
Bürgermeister: Martin Hall
Lage der Gemeinde Talheim im Landkreis Tuttlingen
Landkreis Konstanz Landkreis Rottweil Landkreis Sigmaringen Schwarzwald-Baar-Kreis Zollernalbkreis Aldingen Balgheim Bärenthal Böttingen Bubsheim Buchheim Deilingen Denkingen Dürbheim Durchhausen Egesheim Emmingen-Liptingen Fridingen an der Donau Frittlingen Geisingen Gosheim Gunningen Hausen ob Verena Immendingen Irndorf Königsheim Kolbingen Mahlstetten Mühlheim an der Donau Neuhausen ob Eck Reichenbach am Heuberg Renquishausen Rietheim-Weilheim Seitingen-Oberflacht Spaichingen Talheim (Landkreis Tuttlingen) Trossingen Tuttlingen Wehingen Wurmlingen (Landkreis Tuttlingen)Karte
Über dieses Bild

Talheim ist eine Gemeinde im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Talheim liegt am östlichen Rand der Baarhochebene am Fuße des 977 Meter hohen Lupfen, dem westlichsten Ausläufer der Schwäbischen Alb. Auf der anderen Seite (südlich) ist der 940 Meter hohe Himmelberg, der aber schon zum Bad Dürrheimer Stadtteil Öfingen gehört.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an Durchhausen, im Osten an den Ortsteil Oberflacht der Gemeinde Seitingen-Oberflacht, im Südosten an den Stadtteil Eßlingen der Kreisstadt Tuttlingen, im Süden an den Immendinger Ortsteil Ippingen sowie im Westen an den Stadtteil Öfingen der Kurstadt Bad Dürrheim und an Tuningen, beide im Schwarzwald-Baar-Kreis.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Talheim gehören das Dorf Talheim und die Höfe Götzenlocher Hof, Obere Mühle und Untere Mühle. Im Gemeindegebiet liegen die Wüstungen Asp und Ötishofen und die abgegangenen Burgen Burg Klingenberg, Lupfen und Reifenberg.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Talheim wurde im Jahre 973 als Talhan erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte den Grafen von Lupfen. In Auseinandersetzungen mit dem Kaiser verloren die Grafen ihre Rechte und das Dorf kam über die Freie Reichsstadt Rottweil an die Herren von Friedingen, die es 1444 an Württemberg verkauften. Seitdem ist Talheim ununterbrochen württembergisch.

Talheim wurde durch ein Landesgesetz zum 1. Januar 1975 in die Stadt Trossingen eingemeindet. Die Gemeinde klagte gegen dieses Gesetz vor dem baden-württembergischen Staatsgerichtshof, der es durch Urteil vom 1. April 1976 für ungültig erklärte. Talheim war damit wieder selbständig und ging in der Folge freiwillig eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Trossingen ein.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Am 24. Oktober 2004 wurde Martin Hall mit rund 45 Prozent der Stimmen im zweiten Wahlgang, bei einer Wahlbeteiligung von 75,3 Prozent, zum Bürgermeister von Talheim gewählt. Hall trat die Amtsnachfolge von Manfred Härle an, der am 28. März 2004 zum Bürgermeister von Salem gewählt wurde. Er hatte das Amt seit 2001 inne, in Nachfolge von Helmut Fröhlich, der nach vier Amtsperioden nicht mehr zur Wahl angetreten war.[3]

  • 1919–1945 Martin Kohler (WBWB, NSDAP)
  • 1966–2001: Helmut Fröhlich (SPD)
  • 2001–2004: Manfred Härle (CDU)
  • seit 2004: Martin Hall

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kommune ist dem Tourismusverband „Donaubergland“ angeschlossen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 668–669
  3. cas/dim: Hall folgt auf Härle. In: Südkurier vom 25. Oktober 2004

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Talheim (Landkreis Tuttlingen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Thalheim – in der Beschreibung des Oberamts Tuttlingen von 1879