Talheim (Mössingen)

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48.3819444444449.1063888888889572Koordinaten: 48° 22′ 55″ N, 9° 6′ 23″ O

Talheim
Ehemaliges Gemeindewappen von Talheim
Höhe: 572 m
Einwohner: 1810 (31. Dez. 2007)
Eingemeindung: 1. Januar 1971
Postleitzahl: 72116
Vorwahl: 07473
Talheim vom Farrenberg aus (2010)

Talheim vom Farrenberg aus (2010)

Talheim ist ein Stadtteil von Mössingen im Landkreis Tübingen, Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Der Name Talheim rührt von der ehemaligen Bezeichnung „Heimstätte im Tal“ her. In der Nähe des Ortes entspringt der Fluss Steinlach, welcher Namensgeber des Steinlachtals ist. Talheim befindet sich am Albaufstieg östlich der Kernstadt.

Bei Talheim befindet sich der 820 Meter Hohe Hausberg von Mössingen, der Farrenberg mit der Ruine der Burg Andeck.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Folgende Orte grenzen an Talheim; deren jeweilige Zugehörigkeit wird in den einzelnen Artikeln erwähnt, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören zum Landkreis Tübingen beziehungsweise zum Landkreis Reutlingen¹ oder zum Zollernalbkreis²: Öschingen, Wilmandingen¹, Salmendingen², Beuren², Belsen und Mössingen

Geschichte[Bearbeiten]

Talheim (1683)

Das im 12. Jahrhundert überlieferte Datum der Ersterwähnung: der 25. Dezember 765[Bearbeiten]

Der aus dem 12. Jahrhundert stammende Codex Laureshamensis 3244 des Klosters Lorsch in Hessen, das seit 1991 Weltkulturerbe ist, gibt in seiner Abschrift der aus dem 8. Jahrhundert stammenden Schenkungsurkunde des Rotwin von Talheim als Datum an: „Actum in monasterio Lauresham[ensi], die VIII kl. ianuarii, anno XV Pippini regis.“ Das ist aufzulösen als „die octavo [ante] Kalendas Ianuarii, anno quinto decimo Pippini regis“. Dabei steht „die octavo“ im Ablativ der Zeit (Ablativus temporis), der hier einen Zeitpunkt bezeichnet, „Kalendas“ dagegen im formelhaft ohne Präposition gebrauchten Akkusativ der zeitlichen Ausdehnung (Accusativus durativus): "am achten Tag [beide Grenztage mitgerechnet] vor dem 1. Januar, im 15. Jahr des Königs Pippin." Damit ist eindeutig ein 25. Dezember bezeichnet.

Nun wurde aber Pippin III. in der zweiten Hälfte des November 751 zum König der Franken gekrönt. Sein im Codex 3244 erwähntes 15. Regierungsjahr reichte also vom November 765 bis November 766, eben nicht bis Dezember 766. Der als Tag der Schenkung erwähnte 25. Dezember lag demnach noch im Jahr 765. Wie bisher ist also dieses Jahr als dasjenige der Ersterwähnung von Talheim bei Mössingen anzunehmen.

Weitere geschichtliche Anmerkungen[Bearbeiten]

Talheim gehörte im frühen Mittelalter den Zollern. 1415 verpfändeten diese den Ort an Württemberg. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war Talheim Haltepunkt der Postlinie über die Alb.
siehe auch Burg Kirchkopf, Wasserburg Burg Talheim

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Offizielle Seite