Taliouine

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Taliouine
Wappen fehlt
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Taliouine (Marokko)
Taliouine
Taliouine
Basisdaten
Staat: Marokko
Region: Souss-Massa-Draâ
Provinz: Taroudannt
Koordinaten 30° 32′ N, 7° 56′ W30.5327-7.925551027Koordinaten: 30° 32′ N, 7° 56′ W
Einwohner: 7.000
Höhe: 1027 m
Hügellandschaft bei Taliouine
Taliouine – Kasbahs
Taliouine – Gasse mit alten Häusern

Taliouine (phonetisch:Talīwīn; arabisch ‏تليوين‎) ist eine Stadt in der Provinz Taroudannt in der Region Souss-Massa-Daraâ in Marokko.

Lage[Bearbeiten]

Taliouine liegt in einer Höhe von ca. 1030 m ü. d. M. etwa auf halbem Weg zwischen Agadir im Westen und Ouarzazate im Osten an der wichtigen Hauptstraße N10. Außerdem endet bzw. beginnt hier die R106, die quer durch den Antiatlas über Igherm und Aït Abdallah bis kurz vor Tafraoute führt. Die Kleinstadt ist eingebettet in die östlichen Ausläufer des Souss-Tales unweit südlich des Hohen Atlas. Die Umgebung ist gekennzeichnet durch eine trockene, geröllwüstenartige Hügellandschaft, die im Schnitt 1200 bis 1600 m Höhe erreicht.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Im Jahr 2004 lebten rund 5.840 Menschen in Taliouine. Für das Jahr 2012 rechnete man mit einem Anstieg auf ca. 7.000 Personen. Die Bevölkerung besteht mehrheitlich aus Berbern, die ihre Heimatdörfer wegen der langanhaltenden Trockenperioden verlassen haben und sich – in der Hoffnung auf Arbeit – in den Städten angesiedelt haben.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Lebensgrundlage der Bevölkerung war jahrhundertelang die Oasenwirtschaft; es dominierte das Prinzip der Selbstversorgung, das wegen der Verbesserung des Transportwesens während und nach der französischen Kolonialherrschaft allmählich aufgegeben wurde. Hinzu kamen die stark verminderten oder in manchmal sogar vollständig ausfallenden Regenfälle seit den 1970er Jahren, die eine Bewirtschaftung der kleinen Felder nur noch teilweise möglich machte; viele der früher bewirtschafteten Anbauflächen sind gänzlich aufgegeben worden. Ein Teil der männlichen Bevölkerung wanderte ab in die Städte des Nordens, um dort als Tagelöhner oder Kleinunternehmer etwas Geld zu verdienen. Heutzutage ist die Haupteinnahmequelle für die Bewohner Taliouines der Tourismus, vor allem durch Reisende auf der Durchreise, wobei es im Umland vermehrt auch Wandertourismus gibt. Weit über ihre Grenzen ist die Stadt aber wegen der Herstellung von Safran bekannt; die jährliche Produktion liegt – je nach Wetterlage – zwischen 1.000 und 3.000 Kilogramm des kostbaren Gewürzes. Seit 2007 findet alljährlich im Spätherbst ein mehrtägiges Safran-Festival statt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Ort bietet keine bedeutenden Sehenswürdigkeiten – interessant ist lediglich die teilweise in Ruinen liegende El Glaoui-Kasbah vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Im zeitigen Frühjahr (Februar/März) lohnen kurze Spaziergänge durch die Oasenfelder oder ausgiebigere Wanderungen in den umliegenden Bergen.

Umgebung[Bearbeiten]

Taliouine eignet sich gut als Ausgangspunkt für Ausflüge in das Gebiet des Jbel Sirwa (auch Jebel Siroua), wo sich vor allem im Frühjahr (Februar bis April) viele Wandermöglichkeiten eröffnen. Die Felsenagadire von Tizgui gehören zu den originellsten Bauten ihrer Art.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Taliouine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien