Tălmaciu

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Tălmaciu
Talmesch
Nagytalmács
Wappen von Tălmaciu
Tălmaciu (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Sibiu
Koordinaten: 45° 40′ N, 24° 16′ O45.667524.259722222222378Koordinaten: 45° 40′ 3″ N, 24° 15′ 35″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 378 m
Fläche: 128,29 km²
Einwohner: 6.905 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km²
Postleitzahl: 555700
Telefonvorwahl: (+40) 02 69
Kfz-Kennzeichen: SB
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Stadt
Gliederung: 2 Gemarkungen/Katastralgemeinden: Colonia Tălmaciu, Tălmăcel
Bürgermeister: Constantin Barbu (USL)
Postanschrift: Str. Nicolae Bălcescu, nr. 24
loc. Tălmaciu, jud. Sibiu, RO–555700
Website:

Tălmaciu (deutsch Talmesch, ungarisch Nagytalmács) ist eine Kleinstadt im Kreis Sibiu in Siebenbürgen (Rumänien).

Lage der Ortschaft[Bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Europastraße 81, 18 Kilometer außerhalb der Kreishauptstadt Sibiu (Hermannstadt) in südlicher Richtung. Auf dem Gebiet von Tălmaciu mündet der Sadu (Zoodt) in den Cibin (Zibin).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Siedlung wurde 1265 erstmals urkundlich erwähnt. Aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zum strategisch überaus wichtigen Roten-Turm-Pass, stand Talmesch im Lauf der Jahrhunderte wiederholt im Zentrum der historischen und kriegerischen Ereignisse.

Die Burg, die im Mittelalter nahe Talmesch errichtet wurde, ließ Matthias Corvinus im 15. Jahrhundert zerstören, weil sie sich gegen die türkischen Angriffe als zu wenig resistent erwiesen hatte.

Russische Truppen kämpften 1849 bei Talmesch gegen die ungarische Honvéd-Armee unter József Bem. Auch im Ersten Weltkrieg war Talmesch Schauplatz von Kampfhandlungen.

1989 wurde die Ortschaft zur Stadt erhoben.

Politik[Bearbeiten]

Mandate im Lokalrat: USL (9), PD-L (5), PP-DD (1)

Verkehr[Bearbeiten]

Die Ortschaft liegt an der stark befahrenen Nationalstraße DN 7 (Europastraße 81), der wichtigsten Straßenverbindung Zentral- und Südsiebenbürgens mit Rumäniens Süden. Außerdem befindet sich in Tălmaciu eine Eisenbahnhaltestelle der CFR.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Ruine der Burg Landskrone (rumänisch Cetatea Tălmaciu; ungarisch Talmácsváro), 1370 erstmals urkundlich erwähnt
  • Evangelische Kirche, 13. Jahrhundert (massive Umbauten im 19. Jahrhundert)
  • Nikolauskirche, rumänisch-orthodox (errichtet 1938–1941)

Bilder[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tălmaciu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de