Talsperre Dröda

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Talsperre Dröda
Staumauer
Staumauer
Lage: Vogtlandkreis
Zuflüsse: Feilebach, Schafbach
Abflüsse: Feilebach → Weiße Elster
Größere Orte in der Nähe: Burgstein
Talsperre Dröda (Sachsen)
Talsperre Dröda
Koordinaten 50° 23′ 49″ N, 12° 3′ 24″ O50.39694444444412.056666666667Koordinaten: 50° 23′ 49″ N, 12° 3′ 24″ O
Daten zum Bauwerk
Sperrentyp: Gewichtsstaumauer
Bauzeit: 1964–1971
Höhe über Talsohle: 38,8 m (41 m?)
Höhe über Gründungssohle: 52,5 m
Höhe der Bauwerkskrone: 437,78 m
Bauwerksvolumen: 204.000 m³
Kronenlänge: 375 m
Kronenbreite: 6,4 m
Kraftwerksleistung: 0,0135 MW
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 435,5 m
Wasseroberfläche 1,25 km²
Speicherraum 17,32 Mio. m³
Gesamtstauraum: 18,05 Mio. m³
Einzugsgebiet 53,29 km²
Bemessungshochwasser: 67 m³/s

Die Talsperre Dröda, die nach dem gestauten Fluss auch Feilebachtalsperre oder Talsperre Feilebach genannt wird, ist eine Talsperre im Vogtlandkreis im Freistaat Sachsen. Sie wurde für die Trinkwasserversorgung und den Hochwasserschutz gebaut und dient auch der Stromerzeugung.

Bauwerke[Bearbeiten]

Die Staumauer der Talsperre Dröda ist eine 52,5 m hohe Gewichtsstaumauer aus Beton. Die Talsperre wurde von 1964 bis 1971 bei Dröda, einem Ortsteil der Gemeinde Weischlitz, westlich von Oelsnitz (Vogtland) erbaut. Beim Bau der Talsperre wurde die Dörfer Ramoldsreuth und Dechengrün vollständig abgebrochen, welche ebenso wie die Talsperre im 5-km-Sperrgebiet der innerdeutschen Grenze lagen.

Die genauen Betriebsdaten sind:

  • Grundsteinlegung: 4. August 1967,
  • Einstaubeginn: 2. Oktober 1969,
  • Inbetriebnahme und offizielle Übergabe: 6. Oktober 1971.

Die Talsperre hat eine Kleinwasserkraftanlage, zwei Vorsperren (Bobenneukirchen, Ramoldsreuth) und neun Vorbecken. Gestaut werden der Feilebach und dessen Nebenfluss Schafbach, weshalb die Talsperre zwei Arme besitzt.

Freizeitmöglichkeiten[Bearbeiten]

Freizeitsport im und am Stausee ist zur Wasserreinhaltung bis auf Angeln nicht möglich. Die Mauerkrone ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Über den Damm der Vorsperre Ramoldsreuth führt jedoch ein Wanderweg.

Geschichte[Bearbeiten]

Da das Einzugsgebiet der Trinkwassertalsperre über den Feilebach zum Teil in Bayern liegt, wurde zu Zeiten des Kalten Krieges an den Zuläufen aus Bayern Indikationsteiche angelegt. Diese wurden mit Fischen besetzt, welche etwaige chemische Verunreinigungen der Bäche, verursacht durch den Klassenfeind, anzeigen sollten. Der größte Indikationsteich befand sich nahe dem einstigen durch die Grenztruppen der DDR zerstörten Ort Troschenreuth. Hier wurde der Oberhartmannsreuther Bach gestaut. Dieser Indikationsteich ist heute als Vorbecken Troschenreuth, Teil des Talsperrensystems Dröda.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Talsperre Dröda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Mandy Fischer (1996); Umstrittenes DDR-Kind feiert Geburtstag: Talsperre Feilebach in Dröda vor 25 Jahren eingeweiht.