Talsperre Kriebstein

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Talsperre Kriebstein
Talsperre Kriebstein mit Staumauer und Kraftwerk (1999)
Talsperre Kriebstein mit Staumauer und Kraftwerk (1999)
Lage: Sachsen
Zuflüsse: Zschopau
Größere Orte in der Nähe: Mittweida
Talsperre Kriebstein (Sachsen)
Talsperre Kriebstein
Koordinaten 51° 2′ 6″ N, 13° 0′ 49″ O51.03513.013611111111Koordinaten: 51° 2′ 6″ N, 13° 0′ 49″ O
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1927–1929
Höhe über Talsohle: 22,25 m
Höhe über Gründungssohle: 28,25 m
Höhe der Bauwerkskrone: 215,50 m
Bauwerksvolumen: 82.000 m³
Kronenlänge: 230 m
Kronenbreite: 4 m
Krümmungsradius: 225 m
Kraftwerksleistung: 4,85 MW
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 214,00 m
Wasseroberfläche 132 hadep1
Speicherraum 11,66 Mio. m³
Einzugsgebiet 1738 km²
Bemessungshochwasser: 975 m³/s

Die Talsperre Kriebstein ist die Talsperre mit dem größten Wasserkraftwerk in Sachsen, abgesehen von den Pumpspeicherwerken Markersbach und Niederwartha. Die Talsperre dient der Stromerzeugung, der Schifffahrt, der Fischerei und der Freizeiterholung. Sie bietet kaum Hochwasserschutz.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Talsperre während des Hochwassers 2013
Der Stausee kann keine größeren Wassermassen auffangen

Die Staumauer der Talsperre Kriebstein ist eine gekrümmte Gewichtsstaumauer aus Beton. Die Talsperre wurde 1927–1929 in der Nähe von Waldheim erbaut (Inbetriebnahme 1930); erste Pläne für die Nutzung der Wasserkraft gab es jedoch bereits vor dem Ersten Weltkrieg. Das gestaute Gewässer ist die Zschopau, ein Nebenfluss der Freiberger Mulde.

Die Talsperre Kriebstein hat mit Abstand das größte Einzugsgebiet (1738 km²) und die größte Hochwasserentlastungsanlage (Bemessungsabfluss: 975 m³/s) aller Talsperren in Sachsen.

Die Talsperre war ursprünglich auch für den Hochwasserschutz gebaut worden; darauf weist ein Schild an der Staumauer hin. Der Stauraum ist aber viel zu klein für einen effektiven Hochwasserschutz. Ein Hochwasser kann lediglich durch die Retentionswirkung des Stausees etwas reduziert werden. Dies wurde auch bei dem Hochwasser im August 2002 offenbar. Damals floss eine Gesamtwassermenge von etwa dem 16-fachen Stauinhalt ab. Selbst bei einem leeren Staubecken hätte also das Hochwasser bei weitem nicht aufgenommen werden können.

Sport und Freizeit[Bearbeiten]

Infotafel Kriebelland

Seit 1950 gab es an der Talsperre ein FDJ-Ferienlager zur Erholung für Jugendliche.

Segeln, Baden, Camping, Wandern und sonstiger Freizeitsport im und am Stausee sind möglich. Es gibt vielfältige touristische Einrichtungen, z.B. Kriebelland mit Baumhäusern, die Seebühne und der Hochseilgarten. Sehenswert ist auch die nahegelegene Burg Kriebstein.

Am 7. Oktober 1962 wurde auf dem See das erste Motorbootrennen[1] um Wertungspunkte zur DDR-Meisterschaft ausgetragen. In den Jahren 1965, 1966 und 1967 wurden Europameisterschaften ausgetragen, 1970 sogar eine Weltmeisterschaft. Danach wurden die Veranstaltungen eingestellt. Seit 2006 finden wieder regelmäßig jährlich Rennen um Wertungspunkte zu den Deutschen Meisterschaften statt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bericht Ein schönes Geburtstagsgeschenk, Zeitschrift Illustrierter Motorsport (Berlin), Heft 21/1962, Seiten 486–487.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]