Talsperre Neunzehnhain II

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Talsperre Neunzehnhain II
Luftseitige Ansicht mit Hochwasserentlastungsanlage
Luftseitige Ansicht mit Hochwasserentlastungsanlage
Lage: Erzgebirgskreis
Zuflüsse: Lautenbach, Gänsebach
Abflüsse: Lautenbach → Flöha
Größere Orte in der Nähe: Lengefeld
Talsperre Neunzehnhain II (Sachsen)
Talsperre Neunzehnhain II
Koordinaten 50° 42′ 35″ N, 13° 9′ 8″ O50.70972222222213.152222222222Koordinaten: 50° 42′ 35″ N, 13° 9′ 8″ O
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1911–1914
Höhe über Talsohle: 33 m
Höhe über Gründungssohle: 37,81 m
Höhe der Bauwerkskrone: 526,3 m
Bauwerksvolumen: 51.600 m³
Kronenlänge: 280 m
Kronenbreite: 6 m
Krümmungsradius: 225 m
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 525,05 m
Wasseroberfläche 28,9 ha
Speicherraum 2,93 Mio. m³
Gesamtstauraum: 3,03 Mio. m³
Einzugsgebiet 13,5 km²
Bemessungshochwasser: 65 m³/s

Die Talsperre Neunzehnhain II (oder Obere Neunzehnhainer Talsperre) ist eine Talsperre im Freistaat Sachsen. Sie dient der Trinkwasserversorgung von Chemnitz und im Verbund mit dem Talsperrensystem „Mittleres Erzgebirge“ dem ganzen Versorgungsgebiet des Zweckverbandes Fernwasser Südsachsen. Das Wasser der Talsperre Neunzehnhain II ist qualitativ sehr hochwertig, wahrscheinlich sogar das beste in ganz Sachsen.

Talsperre Neunzehnhain II

Die Talsperre dient nur in geringem Maße dem Hochwasserschutz. Die Staumauer der Talsperre Neunzehnhain II ist eine gekrümmte Gewichtsstaumauer aus Bruchsteinmauerwerk nach dem Intze-Prinzip. Die Talsperre wurde 1911–1914 im Bornwald oberhalb der Siedlung Neunzehnhain in der Nähe von Lengefeld im Erzgebirge erbaut und 1914 in Betrieb genommen. Die gestauten Gewässer sind der Lautenbach und der Gänsebach.

Von 1996 bis 2000 wurde die Staumauer saniert und erhielt eine zusätzliche Beton-Verstärkungsschicht und wasserseitig davon eine neue Dichtwand aus Stahlbeton.

Über die Staumauer führt ein öffentlicher Weg. Baden, Angeln und Freizeitsport im Stausee sind nicht möglich, aber man kann rund um den Stausee wandern.

Die Talsperre Neunzehnhain II besitzt eine Vorsperre (Lautenbach) und ein Vorbecken (Gänsebach).

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Dieter Bock: Große Neunzehnhainer Talsperre im oberen Lautenbachtal. In: Erzgebirgische Heimatblätter. 22. Jg., Nr. 4, 2000, ISSN 0232-6078, S. 15–18.
  • Das mittlere Zschopaugebiet (= Werte unserer Heimat. Band 28). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1977, S. 199.
  •  Landestalsperrenverwaltung Sachsen (Hrsg.): Informationen zur Sanierung der Talsperre Neunzehnhain II.

Weblinks[Bearbeiten]