Tameshigiri
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Tameshigiri ist der Schnitt-Test neuer Samurai-Schwerter. In alten Zeiten testeten die Samurai ihre Schwerter an den Körpern von Exekutierten. Besonders geehrte Samurai durften dies auch mit verurteilten (aber noch lebenden) Verbrechern tun. Heute werden speziell gewickelte Matten aus Igusa-Gras, die man 12 Stunden vor dem Schnitt in Wasser quellen lässt, oder Bambusstämme benutzt. Mit einem scharfen Schwert werden verschiedene Schnitte geübt: diagonale, horizontale, senkrechte, einhändige oder zweihändige Schnitte. An der Schnittfläche lässt sich die Qualität der Klinge, und die Schnitttechnik des Ausübenden erkennen. Wichtig hierbei ist, dass der Winkel der Klinge exakt mit dem Winkel des Schnittes übereinstimmt, da anderenfalls das Schwert verkantet wird, und den sauberen Schnitt vereitelt. Tameshigiri hat damit eigentlich nichts mit Iaidō zu tun, wird aber von einigen Iaidoka praktiziert, um ihre Schnitttechnik zu testen.
Der Schnitt-Test ist ein integraler Bestandteil jedes ernsthaften Systems das Schwertkampf lehrt. Auch im europäischen historischen Schwertkampf war es ein wichtiger Bestandteil der regelmäßig geübt wurde. Der Schnitt-Test verbessert die Klingenführung, Haltung und das Gefühl für die Waffe nachhaltig. Ernsthafter Schwertkampf ist ohne den Schnitt-Test nicht zu verwirklichen.
Jeder Schnitt-Test birgt jedoch Risiken für die Klinge und kann beispielsweise die Politur beschädigen. Daher wurden besonders wertvolle oder historisch bedeutsame Klingen meist von den Tests ausgenommen, etwa Klingen der berühmten Schmiede Masamune und Muramasa.
[Bearbeiten] Quellen
- The Connoisseur's Book of Japanese Swords by Kokan Nagayama, published by Kodansha International.
- Information on the Yamada family of sword testers courtesy of Mark Robinson.

