Tamira Paszek

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Tamira Paszek Tennisspieler
Tamira Paszek
Spitzname: Mimi
Nationalität: OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag: 6. Dezember 1990
Größe: 165 cm
Gewicht: 60 kg
1. Profisaison: 2005
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Andrei Pavel
Preisgeld: 1.953.375 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 179:140
Karrieretitel: 3 WTA, 2 ITF
Höchste Platzierung: 26 (11. Februar 2013)
Aktuelle Platzierung: 29
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 22:40
Karrieretitel: 0 WTA, 2 ITF
Höchste Platzierung: 93 (6. Mai 2013)
Aktuelle Platzierung: 95
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 13. Mai 2013
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Tamira Paszek (* 6. Dezember 1990 in Dornbirn) ist eine österreichische Tennisspielerin.

Inhaltsverzeichnis

Karriere [Bearbeiten]

Saison 2005 [Bearbeiten]

Am 2. Juli 2005 sorgte Paszek mit ihrem Finaleinzug beim Juniorenwettbewerb von Wimbledon erstmals international für Aufmerksamkeit. Die damals 14-Jährige musste sich allerdings im Endspiel der Polin Agnieszka Radwańska mit 3:6, 4:6 geschlagen geben.

Ebenfalls im Juli 2005 trug sie mit zwei Siegen gegen die Schweiz (über Timea Bacsinszky und Myriam Casanova) maßgeblich dazu bei, dass Österreich im Fed Cup auch im Jahr 2006 in der höchsten Klasse des Nationenwettbewerbs (Weltgruppe I) spielen konnte.

Im September 2005 gewann sie beim Challenger-Turnier in Sofia ihren ersten Titel - es war erst ihr zweiter Auftritt auf dem ITF Women's Circuit. Nach überstandener Qualifikation besiegte sie im Finale die um neun Jahre ältere Deutsche Kristina Barrois. Tags zuvor hatte sie an der Seite der Kroatin Sanja Ančić bereits den Doppel-Wettbewerb gewonnen.

Im Oktober 2005 gab Paszek ihr Debüt auf der WTA Tour und gewann beim mit 585.000 US-Dollar dotierten "Generali Ladies" in Linz ihr erstes Match gegen die Russin Jelena Wesnina mit 7:66, 1:6, 7:5. Dieser Sieg machte sie quasi über Nacht zur größten Nachwuchshoffnung im österreichischen Damentennis.

Saison 2006 [Bearbeiten]

In diesem Jahr erreichte sie beim Juniorenturnier der US Open das Endspiel, wo sie sich der topgesetzten Russin Anastassija Pawljutschenkowa nur knapp geschlagen geben musste (6:3, 4:6, 5:7).

Am 24. September 2006 gelang ihr beim WTA-Turnier Banka Koper Slovenia Open ihr bis dahin größter Erfolg. Bereits in ihrem dritten Turnier spielte sie sich als Qualifikantin bis ins Endspiel, wo sie die an Nummer 6 gesetzte Italienerin Maria Elena Camerin mit 7:5, 6:1 besiegte. In diesem Turnier gab sie nur einen Satz ab (erste Runde, beim 4:6, 6:2 und 6:1 gegen die Polin Karolina Kosińska). Damit steht Paszek mit 15 Jahren, 9 Monaten und 24 Tagen als siebtjüngste Turniersiegerin in der WTA-Statistik. In dieser Saison gewann sie als einzige Qualifikantin einen Titel auf der Tour.

Saison 2007 [Bearbeiten]

Ende 2006 verkündete Paszek zusammen mit ihrem Coach, dass sie 2007 alle Grand-Slam-Turniere bestreiten würde. Bei den Australian Open schlug sie nach erfolgreicher Qualifikation Séverine Brémond aus Frankreich mit 6:1, 6:4. In der zweiten Runde unterlag sie jedoch der an Nummer 22 gesetzten Russin Wera Swonarjowa mit 1:6, 3:6. Sie startete daraufhin auch bei den Juniorinnen, wo sie in Runde drei gegen Urszula Radwanska mit 3:6, 3:6 ausschied.

Auch die Dubai Duty Free Women's Open begannen für Paszek erfolgreich. Erneut gewann sie alle drei Qualifikationsrunden und besiegte in der ersten Runde die Slowenin Katarina Srebotnik mit 7:5, 6:3. Das stärkste Match ihrer jungen Karriere bestritt sie in Runde zwei gegen die Weltranglistenzweite und topgesetzte Justine Henin. Paszek dominierte gegen die fünffache Grand-Slam-Siegerin im ersten Satz mit druckvollen Grundschlägen und sehr guter Taktik. Henin konnte schließlich nach einer Spielzeit von 2:25 Stunden ihren ersten Matchball zum 4:6, 7:5, 6:1 verwandeln.[1] Durch dieses Match machte Paszek in der Weltrangliste einen Sprung von Platz 128 auf 101.

Nach ihrem erfolgreichen Auftreten im Fed Cup gegen Australien spielte sich Paszek auch in das Hauptfeld des J & S Cup in Warschau, verlor dort aber in der ersten Runde gegen die ukrainische Qualifikantin Kateryna Bondarenko mit 1:6, 7:63, 1:6. Bei den Qatar Total German Open in Berlin scheiterte sie in der dritten Qualifikationsrunde an der Tschechin Zuzana Ondrášková mit 6:4, 4:6, 3:6.

Mit einem Dreisatzsieg über Michaëlla Krajicek in der zweiten Qualifikationsrunde erreichte Paszek das Hauptfeld der Internazionali BNL d'Italia in Rom. In Runde eins bezwang sie die Australierin Nicole Pratt mit 6:71, 6:0 und 6:2, verlor jedoch anschließend gegen die an Nummer 3 gesetzte Serbin und spätere Turniersiegerin Jelena Janković (3:6, 4:6).

Bei den French Open unterlag Paszek in der zweiten Runde erneut Titelverteidigerin Justine Henin. Dabei lieferte sie eine grandiose Aufholjagd, als sie im ersten Satz einen 0:5-Rückstand wettmachte - beim Spielstand von 5:6 war sie nur einen Punkt von einer Tiebreak-Entscheidung entfernt. Beim Stande von 3:0 für die Belgierin musste die Partie im zweiten Satz dann wegen Regen für mehr als eine Stunde unterbrochen werden. Nach der Pause fand Paszek nicht mehr ins Spiel zurück; sie verlor das Match nach einer Spielzeit von 1:23 Stunden mit 5:7, 1:6.[2]

In Wimbledon erreichte sie das Achtelfinale und schied dort gegen die an Nummer 5 gesetzte Russin Swetlana Kusnezowa mit 3:6, 2:6 aus. Auch bei den US Open erreichte Paszek das Achtelfinale, das sie gegen Anna Tschakwetadse mit 1:6, 5:7 verlor. Bei den "Generali Ladies Open" kam sie bis Runde zwei.

Saison 2008 [Bearbeiten]

Zum Saisonbeginn erreichte sie in Auckland das Halbfinale, das sie gegen Lindsay Davenport mit 4:6, 3:6 verlor. Bei den Australian Open verlor sie bereits in der ersten Runde gegen die an Nummer 3 gesetzte Jelena Janković. In der 3 Stunden und 10 Minuten dauernden Partie vergab Paszek drei Matchbälle und musste sich schließlich mit 6:2, 2:6, [10:12] geschlagen geben.

Beim Indian Wells Masters in Kalifornien musste sie in ihrem Drittrundenmatch gegen die Australierin Casey Dellacqua beim Stande von 1:6 und 0:4 aufgeben. Als Grund wurde eine körperliche Schwäche genannt (sie hatte schon längere Zeit mit Magenproblemen zu kämpfen). Nach einer Durststrecke erreichte sie beim Turnier in Montreal das Viertelfinale. Ihre einzige Endspielteilnahme des Jahres in Bali ging mit 3:6, 0:6 gegen Patty Schnyder verloren.

Aufgrund des nicht zufriedenstellenden Saisonauftakts wurde Paszek nicht für die Olympischen Spiele 2008 in Peking nominiert.

Saison 2009 [Bearbeiten]

Die Saison begann mit einer Serie von Erstrundenniederlagen. Erst im März erreichte Paszek die zweite Runde bei den Turnieren von Indian Wells und Miami.

Wegen Rückenproblemen war ihr Start in Wimbledon gefährdet. Ihre Erstrundenpartie musste sie dann auch abbrechen.

Bei einer Pressekonferenz am 21. Juli 2009 erklärte Paszek, dass sie die Rückenverletzung bei einer Alternativmedizinerin behandeln lasse. Diese nahm ihr zunächst Blut ab, reicherte es mit homöopathischen Mitteln an und injizierte ihr dieses Blut anschließend wieder. Da Eigenblutbehandlungen aber meldepflichtig sind, wurde ein Dopingverfahren eingeleitet. Die Suspendierung wurde Anfang August schließlich aufgehoben, da kein eindeutiger Verstoß festgestellt werden konnte. Einen Monat später wurde auch das Verfahren der NADA gegen Paszek eingestellt. Im September schrieb sie wegen der Rückenverletzung die Saison allerdings endgültig ab und suchte bei der WTA um ein protected ranking an.

Saison 2010 [Bearbeiten]

Paszek bei den US Open 2010

Auch das Jahr 2010 begann nicht gut. Nach einem Erstrundensieg in Hobart verlor Paszek ihr Auftaktmatch bei den Australian Open. Es folgten weitere Erstrundenniederlagen, wodurch sie sogar aus den "Top 300" fiel. Im Mai gewann sie das ITF-Turnier in Izmir. Bei den US Open schied sie in Runde zwei gegen die Taiwanesin Chan Yung-jan aus. In Québec gewann sie (einschl. Qualifikation) acht Begegnungen und holte mit einem Finalsieg (7:66, 2:6, 7:5) über die US-Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands ihren zweiten WTA-Titel. Am Saisonende war Paszek mit Position 90 im WTA-Ranking zweitbeste Österreicherin nach Sybille Bammer.

Saison 2011 [Bearbeiten]

Im Gegensatz zu den letzten Grand-Slam-Turnieren war Paszek bei den Australian Open und den French Open wieder direkt fürs Hauptfeld qualifiziert. Sie scheiterte allerdings jeweils in der ersten Runde. Einschließlich der French Open kam sie im Frühjahr nie über die zweite Runde hinaus. Danach erreichte sie beim ITF-Turnier in Nottingham und beim WTA-Turnier in Birmingham die dritte Runde. Anfang Juni war sie die einzige Österreicherin in den Top 100 der WTA-Weltrangliste.[3] In Wimbledon markierte Paszek schließlich einen neuen Karrierehöhepunkt. Unter anderem durch einen Sieg über die Titelträgerin von 2010 und Finalistin von 2011, Francesca Schiavone, zog sie erstmals in ihrer Karriere in das Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers ein. Dort verlor sie gegen die an Nummer 4 gesetzte Weißrussin Wiktoryja Asaranka.[4] Am 6. August musste Paszek dann im Achtelfinale der Mercury Insurance Open nach einer Bauchmuskelverletzung aufgeben,[5] egalisierte am 8. August mit Platz 35 aber dennoch ihre beste Notierung in der Weltrangliste vom Juli 2007.[6] Bei den US Open schied sie (noch immer leicht angeschlagen) bereits in der ersten Runde aus.

Saison 2012 [Bearbeiten]

Paszek mit ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel vor den Olympischen Spielen 2012

Paszek verlor bei den Australian Open und den French Open jeweils in der ersten Runde. Nur in Indian Wells (März) und in Straßburg (Mai) überstand sie ihr Auftaktmatch. Ihren größten Erfolg feierte sie dann im Juni beim Rasenturnier in Eastbourne, als sie im Finale gegen Angelique Kerber nach Abwehr von fünf Matchbällen ihrerseits den dritten Matchball verwandeln konnte. In Wimbledon gewann sie ihr Erstrundenspiel gegen die an 7 gesetzte Caroline Wozniacki 5:7, 7:64, 6:4 und in der zweiten Runde gegen die Französin Alizé Cornet mit 6:2, 6:1. Mit einem 6:2-, 6:2-Sieg über Roberta Vinci zog Paszek am 2. Juli ins Viertelfinale des Turniers ein, nachdem sie in der Runde zuvor die Belgierin Yanina Wickmayer in drei Sätzen (2:6, 7:64, 7:5) hatte bezwingen können; gegen Asaranka war sie in der Runde der letzten Acht allerdings chancenlos. Bei den Olympischen Spielen, für die sie nachträglich nominiert worden war, ging sie als Geheimfavoritin auf eine Medaille ins Rennen. Sie schied jedoch gegen Alizé Cornet überraschend bereits in Runde eins aus. Auch bei den US Open, bei denen sie erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier gesetzt war, war bereits in Runde eins Schluss.

Persönliches [Bearbeiten]

Paszeks Vater, dessen Eltern Inder sind, ist in Tansania geboren und in Kenia aufgewachsen; er lebte 15 Jahre in Kanada und zog 1994 nach Österreich. Paszeks Mutter wurde in Chile geboren und kam als Kind nach Österreich. Ihre Mutter war Österreicherin, und deren Vater zur einen Hälfte Franzose, zur anderen Pole; von daher rührt der polnische Familienname.[7] Tamira Paszek hat einen jüngeren Bruder.

Sportliche Erfolge [Bearbeiten]

Einzel [Bearbeiten]

Weltranglistenposition am Jahresende [Bearbeiten]

Saison/Jahr Platzierung Veränderung gg. Vorjahr
2005 365 noch nicht gelistet
2006 181 +184
2007 42 +139
2008 73 -31
2009 185 -112
2010 90 +95
2011 43 +47
2012 30 +13


Turniersiege [Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Kategorie Finalgegnerin Ergebnis
1. 19. September 2005 BulgarienBulgarien Sofia Hart ITF $25.000 DeutschlandDeutschland Kristina Barrois 7:65, 6:3
2. 24. September 2006 SlowenienSlowenien Portorož Hart WTA Tier IV ItalienItalien Maria Elena Camerin 7:5, 6:1
3. 29. Mai 2010 TurkeiTürkei Izmir Hart ITF $25.000 TurkeiTürkei Çağla Büyükakçay 6:2, 6:3
4. 19. September 2010 KanadaKanada Québec Hart WTA International Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bethanie Mattek-Sands 7:66, 2:6, 7:5
5. 23. Juni 2012 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Eastbourne Rasen WTA Premier DeutschlandDeutschland Angelique Kerber 5:7, 6:3, 7:5

Finalteilnahmen [Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Kategorie Turniersiegerin Ergebnis
1. 14. September 2008 IndonesienIndonesien Bali Hart WTA Tier III SchweizSchweiz Patty Schnyder 3:6, 0:6

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren [Bearbeiten]

Turnier 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Australian Open 2R 1R 1R 1R 1R 1R 2R
French Open 2R 1R 1R - 1R 1R
Wimbledon AF 1R 1R Q2 VF VF
US Open AF 2R - 2R 1R 1R

Q (Qualifikation), 1R (1. Runde), 2R (2. Runde), 3R (3. Runde), AF (Achtelfinale), VF (Viertelfinale), HF (Halbfinale), F (Finale), S (Sieg) - in Klammern, wenn die Spielerin das Turnier noch nicht beendet hat (nach dem Turnier bzw. nach dem Ausscheiden der Spielerin werden die Klammern entfernt)

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Dubai: Paszek knapp an Sensation vorbei
  2. Roland Garros: Paszek verliert Nervenschlacht
  3. Paszek und Vater im Exklusiv-Interview: "War Frage der Zeit, bis Knoten platzt"
  4. Eine Nummer zu groß: Paszek unterliegt Azarenka in Late-Night-Match
  5. Tamira Paszek muss eine Pause einlegen - WTA - LAOLA1.at
  6. Paszek egalisiert Karrierehoch in Weltrangliste
  7. Getting to Know… Tamira Paszek wtatennis.com, veröffentlicht am 29. September 2006, abgerufen am 29. Dezember 2012

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Tamira Paszek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien