Tampa Bay Buccaneers

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tampa Bay Buccaneers
Gegründet 1976
Spielen in Tampa, Florida
Helm der Tampa Bay Buccaneers
Logo der Tampa Bay Buccaneers
Helm Logo
Liga

National Football League (1976–heute)

Aktuelle Uniformen
NFCS-Uniform-TB.PNG
Teamfarben Rot, Schwarz, Orange, Weiß
Maskottchen Captain Fear
Personal
Besitzer Malcolm Glazer
General-Manager Jason Licht
Head Coach Lovie Smith
Teamgeschichte
  • Tampa Bay Buccaneers (1976–heute)
Spitznamen
The Bucs, Pewter Pirates
Erfolge
NFL-Gewinner (1)
Conference-Sieger (1)
  • NFC: 2002
Division-Sieger (6)
  • NFC Central: 1979, 1981, 1999
  • NFC South: 2002, 2005, 2007
Play-off-Teilnahmen (10)
  • NFL: 1979, 1981, 1982, 1997, 1999, 2000, 2001, 2002, 2005, 2007
Stadien


Die Tampa Bay Buccaneers (Kurzform Bucs) sind ein American-Football-Team der National Football League (NFL). Sie spielen in Tampa, Florida und wurden 1976 gegründet. Von 1976 bis 1997 wurde das Houlihan’s Stadium als Heimatstadion genutzt. Jetziges Heimatstadion ist das Raymond James Stadium. Die Trikotfarben sind Rot, Zinn („Pewter“), Schwarz und Weiß; früher auch Orange. Als Helm wird ein zinnfarbener Helm verwendet, auf dem eine zerrissene Flagge an einem Säbel hängt, auf dieser Flagge sind ein Totenkopf, zwei gekreuzte Säbel und ein Football abgebildet. Nach der Saison 2002 gewannen die Tampa Bay Buccaneers mit 48:21 gegen die Oakland Raiders den Super Bowl XXXVII. Besitzer der Buccaneers ist Malcolm Glazer, der auch den Fußballklub Manchester United besitzt.

Teamgeschichte[Bearbeiten]

1976 in der AFC West gestartet, endete Tampa Bays erste Saison ohne Sieg (0:14). In der nächsten Saison in die NFC Central versetzt, verloren sie weitere zwölf Spiele, bevor dann der erste Gegner geschlagen werden konnte. Die Bucs konnten bis zum letzten Spieltag 2002, also 26 Jahre lang, kein Spiel gewinnen, wenn die Temperatur zu Anfang des Spiels unter 4°C (40°F) lag. Eine ähnliche Niederlagenserie gab es von 1980 bis 1995, als sie 27 Spiele lang kein Spiel gewinnen konnten, das unter freiem Himmel auf Kunstrasen stattfand. Auswärts bei einem AFC-Team zu spielen, war bis zum 26. Dezember 1993 oder 20 Spiele lang gleichbedeutend mit einer Niederlage.

Das Team war das Verlieren daher gewohnt. In 17 ihrer ersten 21 Saisons verloren sie mindestens zehn Spiele, zwölf Saisons davon hintereinander (1983 bis 1994). Nur einmal konnten die Buccaneers richtig auftrumpfen, als sie in den späten 1970ern erst im NFC Championship Game (Halbfinale) mit 9:0 von den Los Angeles Rams gestoppt wurden. Wegen ihrer nicht gerade hervorragenden Leistung wurde gerade das Teamlogo oft verspottet. Witze über die Bucs waren weitverbreitet.

Mitte der 1990er übernahm die Familie Glazer die Geschäfte der Buccaneers von Hugh Culverhouse. Die Glazers pumpten eine Menge Geld in das Team. Unter anderem durch die Verpflichtung Tony Dungys wurden die Bucs endlich konkurrenzfähig. Um der düsteren Geschichte des Teams ein Ende zu setzen, wechselte man die Farben von orange und weiß zu Buccaneer-rot, schwarz und zinnfarben.

Im Rahmen der Ligareform 2002 wurde Tampa Bay in die neue National Football Conference (NFC) versetzt. Die anderen Mannschaften in der neuen Division (NFC South) sind die Atlanta Falcons, Carolina Panthers und die New Orleans Saints. Die Super-Bowl-Bilanz liegt bei 1:0 nach dem Sieg im Super Bowl XXXVII gegen die Oakland Raiders. Die Bilanz im NFC Championship Game liegt bei 1:2 durch den Sieg gegen die Philadelphia Eagles am 18. Januar 2003 und Niederlagen gegen die Los Angeles Rams 1979 und die St. Louis Rams (gleiches Team) 1999.

2002 war die erfolgreichste Saison der Buccaneers, der erste Super-Bowl-Sieg stand am Ende zu Buche. Die Buccaneers waren das erste Team, das den Super Bowl gewann und gleichzeitig

  • keinen Einfluss auf das Geschehen der ersten und zweiten Runde des NFL Drafts im vorangegangenen Frühling hatte (diese Rechte gaben sie als Tausch mit den Oakland Raiders ab, woraufhin deren Trainer, Jon Gruden, nach Florida wechselte),
  • das Heimspiel am ersten Spieltag verlor (26:20 n.V. gegen New Orleans Saints),
  • weniger als 100 Yards pro Spiel erlief (97,3) und
  • in der vorigen Saison das Wild-Card-Spiel (Vorrunde der Play-offs) verloren und somit dort ausschieden (9:31 bei den Philadelphia Eagles).

Das Jahr danach endete sportlich schlecht. Mit beinahe der gleichen Mannschaft, die zuvor noch NFL-Meister wurde, verloren sie nun mehr Spiele als sie gewannen (7:9). Somit konnten erstmals beide Teams des Finales aus der Vorsaison nicht in die Play-offs einziehen.

2004 gaben die Buccaneers drei Schlüsselspieler - John Lynch, Warren Sapp, Keyshawn Johnson - ab und die Bilanz gegenüber 2003 wurde noch schlechter (5:11). Auch hiermit gingen sie in die Annalen der Liga ein, denn nie zuvor hatte ein Super-Bowl-Sieger in den beiden darauffolgenden Jahren eine negative Bilanz.

2005 gelang es wieder, eine gute Saison hinzulegen. Gestützt durch Carnell „Cadillac“ Williams, welcher im Draft der fünfte ausgewählte Spieler war und es als erster Rookie schaffte, in seinen ersten drei NFL-Spielen jeweils mehr als 100 Yards zu erlaufen, wurden elf Spiele gewonnen und fünf verloren. Dadurch gewannen die Bucs die NFC South. In den Wild-Card-Play-offs verloren sie jedoch gegen die Washington Redskins, die Zweiter in der NFC East wurden, mit 10:17, obwohl diese zuvor in der gleichen Saison schon mit 36:35 besiegt wurden.

Die Saison 2006 war eine Fortsetzung der Talfahrt der vorherigen Jahre. Ohne wirkliche Stars in der Offense - bis auf Joey Galloway - gelangen nur vier Siege bei zwölf Niederlagen. Das bedeutete den letzten Platz in der Division und wieder einmal einen Platz unter den ersten fünf beim folgenden NFL Draft. Ein weiterer Grund für das schlechte Abschneiden war die starke Division NFC South, dort gab es keinen Sieg und sechs Niederlagen.

In der Saison 2007 gab es einen positiven Umschwung durch eine gewohnt starke Defense, aber auch eine wieder erstarkte Offense, angeführt von Quarterback Jeff Garcia. Die Bucs gewannen die schwache NFC South und zogen als Nummer vier der NFC in die Play-offs ein. In den Wild-Card-Play-offs verloren sie zu Hause gegen die New York Giants mit 14:24. Bemerkenswert an der Saison 2007 war auch der erste Touchdown durch einen Kickoff-Return in der Geschichte der Buccaneers durch Michael Spurlock im Spiel gegen die Atlanta Falcons.

Nachdem sich die Buccaneers 2008 nicht gegenüber der letzten Saison verbessern konnten und außerdem die Play-offs verpassten, wurden fast alle Trainer gefeuert, darunter auch Head Coach Jon Gruden. Daraufhin übernahm Raheem Morris sein Amt, der bereits jahrelang als Trainer bei den Buccaneers tätig war.

2009 stand ganz im Zeichen eines Neuaufbaus und war erwartungsgemäß schlecht. Im nächsten Jahr jedoch spielten die Buccaneers überraschend gut, und sie mischten bis zum letzten Spieltag um eine Wildcard mit.

Infolge der enttäuschenden Saison 2011, in der sie nur vier Spiele gewannen, feuerten die Buccaneers Raheem Morris und ernannten Greg Schiano als neuen Head Coach.

Doch auch in der Saison 2012 versank Tampa Bay im Mittelmaß (7:9 Siege, keine Play-offs), und das Jahr 2013 verlief schlecht. Nach einer vielversprechenden Transferperiode, in gleich drei aktuelle All-Pros (Guard Carl Nicks, Cornerback Darrelle Revis und Free Safety Dashon Goldson) sowie der zweimalige Super-Bowl-Sieger Kicker Lawrence Tynes verpflichtet wurden, infizierten sich Nicks, Tynes und ein „unbekannter dritter Spieler“ mit lebensgefährlichen multiresistenten Staphylokokken.[1] Nicks überstand die Infektion unbeschadet, aber Tynes trug bleibende Schäden an seinem Schussfuss davon und bestritt kein Spiel. Nach acht aufeinanderfolgenden Niederlagen wurde die Saison 2013 mit einer 4:12 Bilanz beendet.

Saisonleistungen[Bearbeiten]

Ein Cheerleader der Buccaneers
Jahr S N U Platz Division Ausscheiden in den Play-offs
1976 0 14 0 5. AFC West
1977 2 12 0 5. NFC Central
1978 5 11 0 5. NFC Central
1979 10 6 0 1. NFC Central Conference Championship gegen die Los Angeles Rams
1980 5 10 1 4. NFC Central
1981 9 7 0 1. NFC Central Divisional Play-offs gegen die Dallas Cowboys
1982 5 4 0 7. NFC Conf. Erste Runde gegen Dallas Cowboys
1983 2 14 0 5. NFC Central
1984 6 10 0 3. NFC Central
1985 2 14 0 5. NFC Central
1986 2 14 0 5. NFC Central
1987 4 11 0 4. NFC Central
1988 5 11 0 3. NFC Central
1989 5 11 0 5. NFC Central
1990 6 10 0 2. NFC Central
1991 3 13 0 5. NFC Central
1992 5 11 0 3. NFC Central
1993 5 11 0 5. NFC Central
1994 6 10 0 5. NFC Central
1995 7 9 0 5. NFC Central
1996 6 10 0 4. NFC Central
1997 10 6 0 2. NFC Central Divisional Play-offs gegen die (Green Bay Packers)
1998 8 8 0 3. NFC Central
1999 11 5 0 1. NFC Central Conference Championship gegen die St. Louis Rams
2000 10 6 0 2. NFC Central Wild Card Play-offs gegen die Philadelphia Eagles
2001 9 7 0 3. NFC Central Wild Card Play-offs gegen die Philadelphia Eagles
2002 12 4 0 1. NFC South Gewinn des Super Bowls gegen die Oakland Raiders
2003 7 9 0 3. NFC South
2004 5 11 0 4. NFC South
2005 11 5 0 1. NFC South Wild Card Play-offs gegen die Washington Redskins
2006 4 12 0 4. NFC South
2007 9 7 0 1. NFC South Wild Card Play-offs gegen die New York Giants
2008 9 7 0 3. NFC South -
2009 3 13 0 4. NFC South -
2010 10 6 0 3. NFC South -
2011 4 12 0 3. NFC South -
2012 7 9 0 4. NFC South -
2013 4 12 0 4. NFC South -

Aufgenommen in die Pro Football Hall of Fame[Bearbeiten]

Nummern, die nicht mehr vergeben werden[Bearbeiten]

  • 63 Lee Roy Selmon
  • 99 Warren Sapp

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Kader der Tampa Bay Buccaneers

Quarterbacks

Runningbacks

Wide Receiver

Tight Ends

Offensive Linemen

Defensive Linemen

Linebacker

Defensive Backs

Special Teams

Reserveliste

derzeit unbesetzt

Unrestricted FAs

Rookies in kursiver Schrift
Roster Stand: 23. Mai 2014
Depth ChartTransaktionen

87 Aktive, 0 Inaktive, 9 FAs, 3 Unsigned

Trainer (Head Coaches)[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Third Buc tests positive for MRSA, ESPN.com
  2. Bucs Dismiss Mark Dominik & Greg Schiano, www.buccaneers.com.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tampa Bay Buccaneers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien