Tana (Fluss)

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Tana
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Satellitenbild vom Tana-Tal

Satellitenbild vom Tana-Tal

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Kenia
Flusssystem Tana
Quelle Mount-Kenya-MassivVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Mündung in der Ungwana-Bucht in den Indischen Ozean-2.59900640.338621Koordinaten: 2° 35′ 56″ S, 40° 20′ 19″ O
2° 35′ 56″ S, 40° 20′ 19″ O-2.59900640.338621
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Einzugsgebiet 126.026 km²[1]
AbflussVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen NNQ
MQ
HHQ
13 m³/s
155 m³/s
1864 m³/s
Durchflossene Stauseen Masinga, Kamburu, Gitaru, Kindaruma und Kiambere
Mittelstädte Garissa
Einwohner im Einzugsgebiet 6.100.800
längster Fluss Kenias

Der Tana ist Kenias größter Fluss. Über seine Länge gibt es unterschiedliche Angaben zwischen 700 und 1000 Kilometern - eine Folge der Tatsache, dass sein Beginn im Gebiet des ganzjährig von Schnee bedeckten Mount-Kenya-Massivs nicht eindeutig feststellbar ist.

Geografie[Bearbeiten]

Der Tana fließt im Osten des Mount-Kenya-Massivs zunächst nach Norden, biegt dann nach Osten ab und wendet sich nach Südosten, um nach einem langen Weg durch trockenes Busch- und Halbwüstengebiet schließlich in der Ungwana-Bucht den Indischen Ozean zu erreichen. Der Fluss hat im Bereich des Mount-Kenya-Massivs zahlreiche Stromschnellen und Wasserfälle. Im weiteren Verlauf schlängelt er sich ruhiger durch die Landschaft. Er kann jedoch auch in seinem unteren Teil noch stellenweise für das Wildwasser-Rafting verwendet werden.

An den Ufern des Flusses befindet sich auch das elf Quadratkilometer große Tana River Primate National Reserve, in dem unter anderem zwei nur hier vorkommende Affenarten (der Tana-Stummelaffe und die Tana-Mangabe) sowie 262 Vogel- und 57 Säugetierarten leben. Dieses Projekt leidet nach eigenen Angaben der Weltbank unter den Auswirkungen der Flussregulierungen. Außerdem gibt es bei diesem Nationalpark Konflikte mit der einheimischen Bevölkerung, die sich vertrieben sieht.

An den Tana grenzt auch der Kora-Nationalpark an, in dem George Adamson („Born Free“) bis zu seiner Ermordung 1989 durch somalische Wilderer lebte.

Kraftwerke und Stauseen[Bearbeiten]

Mit sieben Staudämmen und fünf Wasserkraftwerken, gefördert durch die Weltbank und nationale Regierungen, hat der Mensch massiv und mit erheblichem finanziellen Aufwand in das Ökosystem des Flusses eingegriffen. Der Fluss ist von entscheidender Bedeutung für die Stromversorgung des Landes, vor allem der Hauptstadt Nairobi. Umweltschützer beklagen die Vertreibung der einheimischen Bevölkerung durch den Kiambere-Damm ebenso wie das als völlig fehlgeschlagen geltende Buru-Bewässerungsprojekt, das heute eine Dürrelandschaft ist.

Flussabwärts gesehen wird der Tana durch die folgenden Kraftwerke aufgestaut:

Kraftwerk Betreiber Max. Leistung (MW) Stausee Oberfläche (km²) Volumen (km³)
Masinga KenGen 40 Masinga 120 1,56
Kamburu KenGen 94,2 Kamburu 60 0,123
Gitaru KenGen 225 Gitaru 0,016
Kindaruma KenGen 72 Kindaruma 2,4 0,016
Kiambere KenGen 168 Kiambere 0,585

In den 1970er-Jahren wurden Machbarkeitsstudien für den Ausbau der Wasserkraft am Tana durchgeführt, die eine Kaskade von 11 Kraftwerken vorsahen. Davon wurden aber bisher nur die obigen fünf realisiert.[2]

Hydrometrie[Bearbeiten]

Die Durchflussmenge des Fluss wurde über 41 Jahren (1934-75) in Garissa, einer Stadt etwa 250 Kilometer flussaufwärts von der Mündung gemessen.[3] Die in Garissa beobachtete mittlere jährliche Durchflussmenge betrug in diesem Zeitraum 155 m³/s.

Die durchschnittliche monatliche Durchströmung des Flusses Tana gemessen an der hydrologischen Station von Garissa (in m³/s)
(Berechnet mit den Daten eines Zeitraums von 41 Jahren, 1934-75)

Bilder[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tana Water Basin, kenya
  2. MASINGA POWER STATION. Kenya Electricity Generating Company, abgerufen am 19. Februar 2015 (englisch).
  3. GRDC - Der Tana in Garissa

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien