Tank (Band)

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Tank
Tank 2010 in Norwegen
Tank 2010 in Norwegen
Allgemeine Informationen
Genre(s) New Wave of British Heavy Metal
Gründung 1980
Auflösung 1989
Neugründung 1998
Website http://www.tankfilthhounds.net/
Gründungsmitglieder
Alasdair „Algy“ Mackie Ward (1980–2008)
Peter James Brabbs (1980–1983)
Mark Arthur Brabbs
Aktuelle Besetzung
Gesang
Doogie White (seit 2008)
Gitarre
Michael „Mick“ John Tucker (seit 1983)
Gitarre
Cliff John Evans (seit 1984)
Bass
Chris Dale (seit 2008)
Schlagzeug
Mark Cross (seit 2011)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Michael Bettell (1984)
Schlagzeug
Graham Crallan (1984)
Schlagzeug
Gary Taylor (1985–1988)
Schlagzeug
Steve Hopgood (1997–2001)
Schlagzeug
Bruce Bisland (2001–2008)
Schlagzeug
Mark Arthur Brabbs (1980–1983, 2008–2011)

Tank ist eine englische New-Wave-of-British-Heavy-Metal-Band aus London.

Geschichte[Bearbeiten]

Tank wurde 1980 in London Borough of Croydon von Algy Ward, Peter Brabbs und Mark Brabbs gegründet. Ersterer hatte zuvor bei den Punk-Bands The Saints und The Damned gespielt.[1][2] Sie machten sich recht schnell einen Namen als intensiv tourende Band, die mit Bands wie Motörhead, Girlschool, Diamond Head und Angel Witch unterwegs war.[2] Motörheads damaliger Gitarrist Fast Eddie Clarke produzierte 1981 Tanks erste Single Don’t Walk Away, danach ging die Band erneut mit Motörhead auf Tournee.[1] Auch ihr 1982 veröffentlichtes Debütalbum Filth Hounds of Hades wurde von Fast Eddie produziert. Ebenfalls 1982 erschien der Nachfolger Power of the Hunter. 1983 unterzeichnete Tank einen Plattenvertrag bei Music for Nations.[1][2] Sie rekrutierten einen zweiten Gitarristen namens Michael „Mick“ John Tucker und nahmen in dieser Konstellation das Album This Means War auf.[1]

1984 verließen die Gebrüder Brabbs Tank; Mark Brabbs spielte danach bei Dumpy Rusty Nutz und The Blood, später auch bei Paul Samsons Empire.[1] Sie wurden durch Schlagzeuger Graeme Crallan (ex-White Spirit) und Gitarrist Cliff Evans (ex-Chicken Snack) ersetzt.[1] Die Band wechselte zu Roadrunner Records und veröffentlichte dort Honour & Blood.[1] Außerdem produzierte Ward das Debütalbum Pure Filth der Band Warfare.[1] Im selben Jahr gingen Tank mit Metallica auf Tournee und wurden als Reaktion im Beiheft des Albums Master of Puppets in den Danksagungen samt Crew bedacht.

Im Januar 1985 ersetzte Gary Taylor Graham Crallan am Schlagzeug.

Nach längerer Inaktivität veröffentlichte die Band 1987 ihr vorerst letztes Album Tank und löste sich 1988 auf.[1] Ward wurde Mitglied der Band Atomgod.[1]

Ab Mitte 1993 gab es immer wieder Gerüchte um eine Wiedervereinigung der Band.[1] Algy war als Gastmusiker auf dem 1995 erschienenen Album Warhead von Warhead zu hören.[3] Nach neun Jahren Pause fand sich Tank 1997 mit Algy Ward, Cliff Evans, Mick Tucker und Steve Hopgood wieder zusammen. Sie spielten 1997 auf dem Wacken Open Air und gingen 1998 in Deutschland mit HammerFall und Raven auf Tournee.

Ende des Jahres 2008 gab Algy Ward nach 28 Jahren seinen Rückzug aus der Band bekannt, um an seiner Autobiografie zu arbeiten. Für ihn übernahm Doogie White die Rolle des Sängers und Chris Dale, ehemaliges Mitglied in Bruce Dickinsons Band, den Bass. Des Weiteren kehrte Mark Brabbs an das Schlagzeug zurück.[4]

Am 8. April 2011 wurde bekannt gegeben, dass Mark Cross als neuer Schlagzeuger zur Band stieß.[5]

2012 erschien das Album War Nation, und für November 2012 wurde die DVD War Machine Live angekündigt[6].

Musikstil[Bearbeiten]

Manfred Kerschke zufolge hat Tank einen „Motörhead nicht unähnlichen aber viel roheren Stil“[1], und Eduardo Rivadavia von Allmusic bezeichnete Motörhead als Löwenanteil ihrer musikalischen Inspiration[7]. Beim zweiten Album Power of the Hunter sah er stellenweise Parallelen zu Kiss und Ritchie Blackmore[8], sein Kollege Ralph Heibutzki bezeichnete This Means War als exemplarisch für Thrash Metal der 1980er-Jahre[9]. Thomas Kupfer vom Rock Hard bezeichnete eine „rumpelig-charmante musikalische Ausrichtung“ und Algy Wards Gesang als charakteristisch für die Band, allerdings zeige diese mit dem zweiten Album ohne Ward, „dass eine Rückkehr zu den stilistischen Wurzeln in dieser Besetzung völlig ausgeschlossen ist“. Doogie White sei „ein begnadeter Rocksänger, der ein traumwandlerisch sicheres Gespür für die perfekte Hookline und den nicht minder perfekten Refrain besitzt und dessen Zusammenarbeit mit den beiden Gitarristen Cliff Evans und Mick Tucker bestens funktioniert. ‚War Nation‘ ist noch mal einen Tick melodiöser als das Vorgängeralbum ausgefallen und zieht im Genre des kommerziellen Heavy Rock relativ einsam seine Kreise.“[10] Das Gitarrenspiel des Titellieds War Nation wurde mit Randy Rhoads und Whites Gesang mit Ronnie James Dio verglichen.[11]

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben
Filth Hounds of Hades
  UK 33 13.03.1982 (5 Wo.) [12]
[12]
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Alben[Bearbeiten]

Singles[Bearbeiten]

  • 1981: Don’t Walk Away (Kamaflage)
  • 1982: Stormtrooper (Kamaflage)
  • 1982: Turn Your Head Around (Kamaflage)
  • 1982: Crazy Horses (Kamaflage)
  • 1983: Echos of a Distant Battle (Music for Nations)

Sonstige[Bearbeiten]

  • 1998: The Return of the Filth Hounds: Live (Live-Album) (Rising Sun Productions)
  • 2006: War of Attrition Live 1981 (Live-Album) (Maniacal Records)
  • 2008: The Filth Hounds of Hades: Dogs of War 1981–2002 (Kompilation) (Metal Mind Productions)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l Manfred Kerschke: Tank. In: Matthias Mader, Otger Jeske, Manfred Kerschke: NWOBHM: New Wave of British Heavy Metal. The Glory Days. Berlin: Iron Pages 1995, S. 143.
  2. a b c History of Tank, abgerufen am 25. Februar 2013.
  3. Warhead bei Allmusic (englisch)
  4. News, abgerufen am 25. Februar 2013.
  5. Tank - Neuer Drummer, 8. April 2011, abgerufen am 25. Februar 2013.
  6. Tank veröffentlichen "War Machine Live"-DVD, 11. September 2012, abgerufen am 21. Oktober 2012.
  7. Eduardo Rivadavia: Filth Hounds of Hades - Tank, abgerufen am 3. März 2013.
  8. Eduardo Rivadavia: Power of the Hunter - Tank, abgerufen am 3. März 2013.
  9. Ralph Heibutzki: This Means War - Tank, abgerufen am 3. März 2013.
  10. Thomas Kupfer: TANK. War Nation. In: Rock Hard, Nr. 303, August 2012, S. 100.
  11. William Clark: Tank Return To Dominate With War Nation, 19. Februar 2013, abgerufen am 3. März 2013.
  12. a b chartstats.com: Tank in den britischen Charts, zugegriffen am 7. November 2010