Taos (New Mexico)

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Taos
Taos Plaza
Taos Plaza
Lage in New Mexico
Taos County New Mexico Incorporated and Unincorporated areas Taos Highlighted.svg
Basisdaten
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: New Mexico
County:

Taos County

Koordinaten: 36° 24′ N, 105° 35′ W36.393611111111-105.576388888892124Koordinaten: 36° 24′ N, 105° 35′ W
Zeitzone: Mountain (UTC−7/−6)
Einwohner: 5716 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 411,2 Einwohner je km²
Fläche: 13,9 km² (ca. 5 mi²)
davon 13,9 km² (ca. 5 mi²) Land
Höhe: 2124 m
Postleitzahl: 87571
Vorwahl: +1 575
FIPS:

35-76200

GNIS-ID: 0911545
Webpräsenz: www.taosgov.com
TAOS PLAZAca1907.jpg
Taos, 1907

Taos ist eine Stadt in New Mexico, USA. Die Plaza des Dorfes liegt in 2124 m Höhe am Fuß der Sangre de Cristo Mountains, im Tal des Rio Grande und rund 70 Meilen nord-nord-östlich von Santa Fe und Los Alamos. Taos hat 5716 Einwohner ( US Census 2010 )und ist Sitz der Countyverwaltung (County Seat des Taos County).

Geschichte[Bearbeiten]

Taos entstand als spanische Ansiedlung in der Nähe von Taos Pueblo, der ältesten ununterbrochen bewohnten Siedlung des amerikanischen Kontinents. Im Jahre 1540 stießen die Konquistadoren unter dem spanischen Führer Hernando de Alvarado vom Süden her den Rio Grande entlang vor. An einem Nebenfluss, dem Rio Pueblo, trafen sie auf Anasazi-Indianer, die das Taos Pueblo seit dem 10. Jahrhundert bewohnten. Ihre Nachfahren, die Taos-Indianer, leben bis heute in den beiden bis zu 800 Jahre alten Pueblos, mehrstöckigen Gebäuden in Terrassen-Bauweise aus Adobe-Lehmziegeln.

Im 17. Jahrhundert gründeten die spanischen Kolonialisten flussabwärts des Pueblos im Tal am Rio Grande eine nach den Indianern benannte Siedlung, das heutige Taos. Der indianische Einfluss ist heute in Taos noch in der Kunst und in der Bauweise zu erkennen: Das großartigste Exemplar eines spanischen Adobebaus ist die massive Kirche von San Francisco de Asis im nahegelegenen Ranchos de Taos.

1821 löste Mexiko sich von Spanien. Der Spanische Einfluss wurde geringer, englische und französische Händler und Trapper und Pelzhändler zogen nach Taos, um die südlichen Rocky Mountains zu bejagen.

Bau einer Kirche im Adobe-Stil in Taos, 1847

Im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg 1846/48 wurde Taos als erste Stadt Mexikos von den amerikanischen Truppen besetzt. 1847 wurde beim Taos-Aufstand der spanisch- und indianischen Bevölkerung der amerikanische Interimsgoverneur Charles Bent in Taos erschlagen. Die Revolte wurde von der Armee sofort niedergeschlagen. Nach dem Krieg fielen Taos, ganz New Mexico, sowie Arizona, Utah, Nevada, Kalifornien und Teile Wyomings und Montanas mit dem Vertrag von Guadalupe Hidalgo an die USA. Anfang des 20. Jahrhunderts kam eine Welle amerikanischer Künstler von der Ostküste nach Taos, darunter Bert Kreuzkopf, Ernest Blumenschein und Mabel Dodge Luhan (1879–1962),[1] die den Südwesten als Kulturregion zu etablieren versuchten.

1989 wurde in Taos erstmals über das Brummton-Phänomen berichtet, welches deshalb auch Taos-Hum genannt wird.

Personen[Bearbeiten]

1924/25 lebte der englische Romancier D. H. Lawrence auf einer Ranch bei Taos. Nach seinem Tod 1930 kehrte seine Witwe Frieda von Richthofen dorthin zurück, wo sie 1956 verstarb.

Ein Teil der Aufnahmen aus dem Kultfilm Easy Rider wurden in Taos gefilmt. Viele Hippies zog es in dieser Zeit dorthin und einige blieben.

Donald Rumsfeld hat hier seinen privaten Wohnsitz. Er bewohnt eine alte Molkerei mit Ländereien in El Prado, nördlich von Taos.

Die Malerin Agnes Martin lebte hier in den 1950er Jahren sowie von 1993 bis zu ihrem Tod.

Seit 1995 lebt Julia Roberts zeitweise in New Mexico. Sie heiratete in Taos. Laut dem People-Magazin besitzt Roberts-Moder 43 Hektar Land in der Region. 13 Hektar davon konnte sie von Donald Rumsfeld erwerben.[2]

Dennis Hopper lebte seit Anfang der 1980er Jahre zwölf Jahre lang in Taos und ist dort begraben.[3]

Sport[Bearbeiten]

  • Ski-Saison vom späten November bis Mitte April; jährlicher Schneefall: 88 cm
  • Der Rio Grande und seine Nebenflüsse sind für Sportfischer und Wassersportler interessant.
  • Weitere Sportmöglichkeiten: Golfen, Pferdereiten, Heißuftballonfahrten, Snowmobiling, Tennisspielen, Eislauf und Pferdeschlittenfahren

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Chief Ouray, Mann des Friedens in Zeiten des Krieges zwischen Weißen und Indianern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://web.archive.org/web/20080607012318/http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/anglist2/fksfauth.htm
  2. Andy Lenderman: For Rumsfeld, a land of disenchantment – War protests at defense secretary’s hideaways near Taos no vacation. In: Dallas Morning News vom 11. März 2003.
  3. Letzte Ehre für Dennis Hopper. RP Online, 3. Juni 2010, abgerufen am 21. August 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Taos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien