Tapanahony (Fluss)

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Tapanahony
Tapanahoni
Tapanahony auf einer Karte von 1905

Tapanahony auf einer Karte von 1905

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Lage Suriname
Flusssystem Maroni
Abfluss über Maroni → Atlantik
Ursprung als Ober-Tapanahony im Grenz- und dem südlichen Eilerts-de-Haan-Gebirge
2° 35′ 16″ N, 55° 58′ 19″ W2.587773-55.971937
Zusammenfluss bei der Flussinsel Stoelmanseiland mit der Lawa (Aoua) zum Maroni (Marowijne)4.363528-54.435396Koordinaten: 4° 21′ 49″ N, 54° 26′ 7″ W
4° 21′ 49″ N, 54° 26′ 7″ W4.363528-54.435396
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Der Tapanahony (auch: Tapanahoni) ist ein Fluss im Südosten von Suriname, im Distrikt Sipaliwini.

Der Tapanahony ist ein Seitenfluss des Marowijne. Er entspringt im Grenz- und dem südlichen Eilerts-de-Haan-Gebirge. Nordwärts fließend durchbricht der Oberlauf des Flusses ein bis maximal 700 m hohes Hügel- und Bergland. Hierbei passiert er die Tiriyó (auch: Trio)-Dörfer Alupi 1 und 2. Nach der Aufnahme des Awalapa strömt der Tapanahony in nordöstliche Richtung, entlang des Dorfes Pelelu Tepu, das über eine Landepiste verfügt. Anschließend nimmt er den Seitenkreek Blakawatra (schwarzes Wasser) auf und strömt am Tiriyó-Dorf Alopi vorbei. Hier vereinigt er sich mit dem Palumeu. Hinter dem Dorf Maboga ändert sich die Flussrichtung von Nordost nach Ost. In diesem Teil hat er zahlreiche Stromschnellen und Wasserfälle. Nachdem der Tapanahony sich erneut nach Norden neigt, mit den Dumansingi- und den Grinkasabafällen strömt er bei den Granborifällen in das relativ dicht bewohnte Marron-Gebiet der Ndyuka mit zahlreichen Dörfern. Hier ist der Tapanahony bis zur Mündung in den Marowijne reich an Flussinseln (Sranan: Tabiki) mit Drietabbetje- oder Diitabiki als Zentrum und Residenz des Ndyuka Stammoberhauptes.

Der südliche Bereich des Tapanahony ist lange Zeit unbekannt geblieben. Die seit dem ersten Friedensvertrag der Ndyuka mit der niederländischen Kolonialverwaltung im Jahre 1760 hier frei lebenden Marrons hatten bis weit in das 19. Jahrhundert ihre Mitarbeit bei der Erkundung des Tapanahony- und damit ihrer Wohngebiete verweigert.

Literatur[Bearbeiten]

  • C.F.A. Bruijning und J. Voorhoeve (red.): Encyclopedie van Suriname. Amsterdam u. Brussel 1977, B.V. Uitgeversmaatschappij Argus Elsevier, Seite 601, ISBN 9010018423.