Tarapaya

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Tarapaya
Blick auf Tarapaya und das Katechistenzentrum
Blick auf Tarapaya und das Katechistenzentrum
Basisdaten
Einwohner (Stand) 11 Einw. (Volkszählung 2001) [1]
Höhe 3.336 m
Telefonvorwahl +591/
Koordinaten 19° 29′ S, 65° 48′ W-19.475277777778-65.7980555555563336Koordinaten: 19° 29′ S, 65° 48′ W
Tarapaya (Bolivien)
Tarapaya
Tarapaya
Politik
Departamento Potosí
Provinz Tomás Frías
Klima

Tarapaya ist eine Ortschaft im Departamento Potosí im südamerikanischen Anden-Staat Bolivien.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Tarapaya ist zentraler Ort im Cantón Tarapaya im Landkreis (bolivianisch: Municipio) Potosí in der Provinz Tomás Frías . Die Ortschaft liegt auf einer Höhe von 3.336 m am Ufer eines der Quellflüsse des Río Tinguipaya, der durch die Stadt Tinguipaya fließt. Tarapaya ist Sitz des Diözesanen Katechistenzentrums der katholischen Kirche in Potosí.

[Bearbeiten] Geographie

Tarapaya liegt am Ostrand des bolivianischen Altiplano vor der Anden-Gebirgskette der Cordillera Central. Die mittlere Jahrestemperatur der Region liegt bei etwa 11°C[2], der Jahresniederschlag beträgt etwa 350 mm. Die Region weist ein ausgeprägtes Tageszeitenklima auf, die Monatsdurchschnittstemperaturen schwanken nur unwesentlich zwischen 8°C im Juni/Juli und 13°C von November bis März. Die Monatsniederschläge liegen zwischen unter 10 mm in den Monaten Mai bis September und knapp 80 mm im Januar und Februar.

[Bearbeiten] Verkehr

Tarapaya liegt 25 km nordwestlich von Potosí, der Hauptstadt des gleichnamigen Departamentos. Von Potosí aus führt die Fernstraße Ruta 1 in nördlicher Richtung über Tarapaya weiter nach Poopó, Oruro und El Alto, der Nachbarstadt von La Paz, und nach Desaguadero am Titicaca-See. In Tarapaya zweigt eine unbefestigte sechs Kilometer lange Landstraße nach Nordosten ab, die über die Mine von Tarapaya zur Hacienda Mondragón führt.

[Bearbeiten] Bevölkerung

Die Bevölkerungszahl der Ortschaft lag bei der Volkszählung 2001 bei nur elf Einwohnern[3].

Aufgrund der historisch gewachsenen Bevölkerungsverteilung weist die Region einen deutlichen Anteil an Quechua-Bevölkerung auf, im Municipio Potosí sprechen 71,2 % der Bevölkerung die Quechua-Sprache[4].

[Bearbeiten] El Ojo del Inca

Tarapaya ist bekannt für seine heißen Quellen, die - neben zahlreichen Badeanlagen - auch eine Vulkanlagune speisen, die "El Ojo del Inca" (das Inkaauge) genannt wird. Vorspanischen Quellen zufolge sollen die Inka aus dem fern gelegenen Cusco die beschwerliche Reise in den tiefen Süden des Reiches auf sich genommen haben, um von der Heilwirkung des heißen Wassers in Tarapaya zu profitieren.

Das Baden in der Lagune ist nicht ungefährlich, wobei unklar ist, ob tödliche Unfälle dort durch Leichtsinn der Schwimmer oder durch plötzliche Strudel geschehen sind, von denen Einheimische berichten.[5]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Instituto Nacional de Estadística Bolivia (INE)
  2. Klimadiagramm Potosí
  3. Instituto Nacional de Estadística Bolivia (INE) 2001
  4. INE-Sozialdaten Potosí 2001
  5. Ojo del Inca: la misteriosa laguna de misteriosas desapariciones In: Guía del trotamundos. 26. Februar 2007 (spanisch)

[Bearbeiten] Weblinks

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