Tarnów

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Tarnów
Wappen von Tarnów
Tarnów (Polen)
DEC
Tarnów
Tarnów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kleinpolen
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 72,4 km²
Geographische Lage: 50° 2′ N, 21° 0′ O7Koordinaten: 50° 2′ 0″ N, 21° 0′ 0″ O
Einwohner: 116.527 (30. Juni 2007[1])
Postleitzahl: 33-100 bis 33-110
Telefonvorwahl: (+48) 14
Kfz-Kennzeichen: KT
Wirtschaft und Verkehr
Straße: KrakauRzeszów
Nächster int. Flughafen: Krakau-Balice
Verwaltung (Stand: 2007)
Stadtpräsident: Ryszard Ścigała
Adresse: ul. Nowa 4
33-100 Tarnów
Webpräsenz: www.tarnow.pl

Tarnów [ˈtarnuf](deutsch Tarnau) ist eine Stadt in der Wojewodschaft Kleinpolen in Polen. In den Jahren 19751998 war sie Hauptstadt einer Wojewodschaft.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Tarnów stammt aus dem Jahre 1124. Die Stadtrechte wurden am 7. März 1330 durch Spicymir Leliwita nach Magdeburger Recht verliehen; im selben Jahr wurde auch die heute nur noch als Ruine existierende Burg fertiggestellt. In dieser Zeit sind nach Tarnów zahlreiche deutsche Siedler aus Krakau und dem heutigen Nowy Sącz (deutsch Neu Sandez) gekommen. 1376 wird zum ersten Mal eine Kirche erwähnt. Die ersten Juden ließen sich im 15. Jahrhundert nieder. Im 16. Jahrhundert kamen zahlreiche Schotten; darunter solche Familien wie Dun, Huyson und Nikielson, die im Fernhandel tätig waren. Über mehrere Jahrhunderte war Tarnów eine Privatstadt, bis der letzte Eigentümer Fürst Eustachy Sanguszko 1787 auf die Regierungsgewalt verzichtete.

Nach der Ersten Teilung Polens im Jahre 1772 gehörte Tarnów zu dem von Österreich besetzten Teil. Im Jahre 1785 wurde das Bistum Tarnów gegründet. Im Jahre 1846 erfolgte ein Bauernaufstand gegen die Österreicher. Im Jahre 1852 erhielt die Stadt Anschluss an die Karl-Ludwigs-Eisenbahnstrecke (Krakau-Lemberg). Die Stadt hatte 1860 24.627 Einwohner, von denen 11.349 Juden waren. Zum Ende des 19. Jahrhunderts war Tarnów eine bedeutende Handelsstadt im damaligen österreichischen Kronland Galizien. Der größte Industriebetrieb war eine Landmaschinenfabrik. Mit einer theologische Lehranstalt, einem bischöfliches Seminar, einer Lehrerbildungsanstalt und einem Obergymnasium war die Stadt außerdem ein wichtiger Bildungsstandort.

In der Nacht vom 30. Oktober zum 31. Oktober 1918 haben die polnischen Bürger der Stadt die Unabhängigkeit von Österreich erklärt; damit gilt Tarnów als die erste befreite Stadt Polens.

Während des Holokausts im Zweiten Weltkrieg wurden von den deutschen Besatzern etwa 20.000 Juden ermordet und tausende in Vernichtungslager deportiert. Große Teile der Stadt wurden zerstört. Die Befreiung der Stadt erfolgte am 18. Januar 1945.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Im 16. Jahrhundert zählte die Stadt etwa 1.200 Einwohner und etwa 200 Häuser; nach der Plünderung der Stadt durch die schwedischen Truppen im Jahre 1655 ist die Einwohnerzahl von etwa 2.000 auf unter 800 gesunken. Im Jahre 1870 betrug die Einwohnerzahl 21.779, Tarnów war drittgrößte Stadt Galiziens nach Lemberg und Krakau. Im Jahre 1939 gab es fast 40.000 Einwohner, ungefähr die Hälfte davon waren Juden.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Museen

  • Das Diözesianmuseum (pl. Muzeum Diecezjalne w Tarnowie)
  • Das Museum der Region Tarnów (pl. Muzeum Okręgowe)

[Bearbeiten] Bauwerke

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen unter anderem:

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Der Öffentliche Personennahverkehr wird vom stadteigenen Unternehmen Miejskie Przedsiębiorstwo Komunikacyjne Spółka z o.o. w Tarnowie mit Buslinien abgewickelt. In den Jahren 19111942 verfügte Tarnów über eine Straßenbahn.

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

Zu den bedeutendsten Unternehmen der Stadt zählen:

[Bearbeiten] Bildung

In der Stadt sind folgende Hochschulen tätig:

  • Małopolska Wyższa Szkoła Ekonomiczna
  • Państwowa Wyższa Szkoła Zawodowa (gegründet im Jahre 1998
  • Wyższa Szkoła Biznesu

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen

  • Jan Szczepanik (1872–1926), polnischer Chemiker und Erfinder, wurde in Tarnów begraben.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Tarnów – Bilder, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007
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