Taroman

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Suco Taroman
Der Suco Taroman liegt im Osten vom Subdistrikt Fatululic. Der Ort Taroman liegt im Zentrum des Sucos.
Daten
Fläche 24,29 km²[1]
Einwohnerzahl 1.330 (2010)[2]
Chefe de Suco Leopoldo da Cruz Pina
(Wahl 2009)[3]
Orte Position[4] Höhe
Fatuloro 9° 13′ S, 125° 11′ O-9.22125.18166666667621 621 m
Lia Nain 9° 12′ S, 125° 11′ O-9.1938888888889125.17638888889678 678 m
Macous 9° 13′ S, 125° 11′ O-9.2111111111111125.18027777778621 621 m
Taroman 9° 12′ S, 125° 11′ O-9.1977777777778125.1775692 692 m
Tialai 9° 12′ S, 125° 11′ O-9.2011556125125.18008947361[5] ?
Taroman (Osttimor)
Taroman
Taroman

Taroman ist ein osttimoresischer Ort, Aldeia und Suco im Subdistrikt Fatululic (Distrikt Cova Lima).

Der gleichnamige Berg, der Foho Taroman liegt im benachbarten Suco Fatululic.

Der Ort[Bearbeiten]

Der Ort Taroman liegt im Zentrum des Sucos auf einer Höhe von 692 m über dem Meer.[4] Im Ort gibt es eine Grundschule, die Escola Primaria Taroman,[6] eine vorbereitende Schule für die Sekundärstufe und einen permanenten Hubschrauberlandeplatz.[7]

Der Suco[Bearbeiten]

Im Suco leben 1.330 Einwohner (2010,[2] 2004: 1.265[8]). Über 95 % der Einwohner geben Bunak als ihre Muttersprache an. Kleine Minderheiten sprechen Tetum Prasa oder Tetum Terik.[9]

Der Suco bildet den Osten des Subdistrikts Fatululics und grenzt im Westen an den Suco Fatululic. Taroman hat eine Fläche von 24,29 km².[1] Der Lelosi, ein Nebenfluss des Tarafa bildet im Norden die Grenze zum indonesischen Westtimor und im Westen zum Subdistrikt Maucatar mit seinen Sucos Holpilat und Ogues. Südlich liegt der Subdistrikt Fohorem mit seinem Suco Dato Tolu.[10]

Durch den Norden führt eine Überlandstraße an der die Orte Taroman und Lia Nain (Lianain). Nach Süden führt von Taroman aus eine kleine Straße weiter zu den Dörfern Tialai, Macous (Makous) und Fatuloro (Fato Loro, deutsch Sonnenberg).[10] Neben Taroman verfügen auch Macous und Fatuloro über eine Grundschule. In Macous gibt es ein kommunales Gesundheitszentrum.[7]

Trotz der Überlandstraße mussten für die Parlamentswahlen in Osttimor 2007 die Wahlurnen per Hubschrauber zum Wahllokal in der Grundschule Taroman gebracht und abgeholt werden.[6]

Im Suco befinden sich die fünf Aldeia Fatuloro, Holba, Lia Nain, Macous und Taroman.[11]

Geschichte[Bearbeiten]

Taroman war eines der timoresischen Kleinreiche, das von einem Liurai regiert wurde. Nach den mündlichen Überlieferungen war es dem Reich von Fohorem unterstellt und tributpflichtig.[12]

Taroman gehörte zur Exklave von Maucatar, die im Vertrag von Lissabon (1859) den Niederlanden untergeordnet wurde. Maucatar war nur über einen schmalen Streifen im Norden mit dem restlichen, niederländischen Territorium verbunden. Ringsherum lagen timoresische Reiche, die Portugal zugeordnet waren. Zwar gab es bereits 1904 eine Vereinbarung zwischen den Kolonialmächten, das Maucatar an die Portugiesen abgetreten werden sollte, doch erst 1916 ging es in portugiesischen Besitz über.[13]

1976 flohen Einwohner aus anderen Teilen Cova Limas nach Taroman und Dato Tolu vor den einfallenden Indonesiern.[14]

Politik[Bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Leopoldo da Cruz Pina zum Chefe de Suco gewählt[15] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[16]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Census 2010; PDF-Datei; 21,53 MB)
  2. a b Direcção Nacional de Estatística: Suco Report Volume 4 (englisch) (PDF-Datei; 9,35 MB)
  3. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados
  4. a b Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  5. Get Coordinate - Wiki Koordinaten ermitteln
  6. a b Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  7. a b UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF-Datei; 438 kB)
  8. Direcção Nacional de Estatística Census 2004
  9. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Taroman (Tetum; PDF-Datei; 7,95 MB)
  10. a b Timor-Leste GIS-Portal
  11. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Portugiesisch, PDF-Datei; 315 kB)
  12. Cova Lima District Development Plan 2002/2003 (englisch; PDF-Datei; 2,24 MB)
  13. Antoinette Schapper: Finding Bunaq: The homeland and expansion of the Bunaq in central Timor, S. 163–186, in: Andrew McWilliam, Elizabeth G. Traube: Land and Life in Timor-Leste: Ethnographic Essays, 2011
  14. „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF-Datei; 1,22 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  15. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados
  16. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados

-9.1977777777778125.1775Koordinaten: 9° 12′ S, 125° 11′ O