Taryn Simon

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Taryn Simon (* 4. Februar 1975 in New York) ist eine US-amerikanische Künstlerin. Sie arbeitet mit den Mitteln der Fotografie und der filmischen Reportage. Sie ist Absolventin der Brown University und Inhaberin des Guggenheim-Stipendium. Ihre Fotografien sind meist mit viel Liebe zum Detail und unter Verwendung umfangreichen Equipments abgelichtete Szenen. Sie will sich damit gezielt vom journalistischen Schnappschuss abgrenzen.

Werke[Bearbeiten]

Im Sommer 2000 wurde Simon vom New York Times Magazine beauftragt, fälschlicherweise verurteilte Männer zu fotografieren, die der Todesstrafe entkommen sind. Die Realisierung des Projektes The Innocents wurde von der Simon Guggenheim Foundation Fellowship in Photography – das renommierte Guggenheim-Stipendium – unterstützt.

Bekannt geworden ist sie mit ihrem Werk The Innocents. Hierfür hat Simon irrtümlich zum Tode Verurteilte in den USA an den vermeintlichen Tatorten fotografiert. Diese Ausstellung wurde u.a. auch in Deutschland im Haus der Kunst (München) und Institute for Contemporary Art Berlin gezeigt.

In ihrer neuen Ausstellung An American Index of the Hidden and Unfamiliar zeigt Taryn Simon Fotografien tabuisierter Orte, die eng mit der Besiedlung, der Mythologie Amerikas und dem alltäglichen Leben in den USA verbunden sind, für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, den Blicken entzogen oder schlicht unbekannt. Simon versucht in ihrer Arbeit, unbekannte Gegenden zu entdecken, alles zu zeigen.

Der über 60 Fotografien umfassende, zwischen 2004 und 2007 entstandene Werkblock An American Index of the Hidden and Unfamiliar wurde vom Museum für Moderne Kunst Frankfurt angekauft und war dort vom 29. September 2007 bis zum 20. Januar 2008 zu sehen.[1]

Zitat[Bearbeiten]

„Ich habe eine Liste mit all den geheimen, kaum bekannten Plätzen gemacht, die ich persönlich sehen will.

Ich glaube, ich bin ängstlicher als die meisten Menschen. Es ist die Angst, die mich antreibt. Ich gehe dauernd an meine eigenen Grenzen, zwinge mich dazu, die Dinge zu machen, obwohl ich dabei nicht glücklich bin.“

Taryn Simon [2]

Einzelausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2011 Author Book Award, Rencontres d'Arles, Provence, Frankreich
  • 2010 Discovery Award, Rencontres d'Arles, Provence, Frankreich
  • 2009 Deutsche Börse Photography Prize, Finalist
  • 2008 International Center of Photography Infinity Award für Publikation, New York
  • 2008 Silver Medal Lead Award, Deutschland
  • 2007 KLM Paul Huf Award, FOAM-Fotografiemuseum, Amsterdam
  • 2001 Guggenheim Foundation Fellowship für Fotografie, New York
  • 1999 Alfred Eisenstaedt Award für Fotografie, Columbia University, New York

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Süddeutsche Zeitung 2007, Nr. 219, S. 13
  1. Taryn Simon im MMK Frankfurt, 2007/2008
  2. Barbara Gärtner, Die Informantin, monopol, Nr. 9/2007, S. 49, 54
  3. Mitteilung zur Ausstellung, abgerufen am 23. September 2014