Tata (Marokko)

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Tata
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Tata (Marokko)
Tata
Tata
Basisdaten
Staat: Marokko
Region: Guelmim-Es Semara
Provinz: Tata (Provinz)
Koordinaten 29° 45′ N, 7° 58′ W29.742777777778-7.9725950Koordinaten: 29° 45′ N, 7° 58′ W
Einwohner: 17.000
Höhe: 950 m
Oasenlandschaft mit zerfallenden Lehmbauten nördlich von Tata

Tata (arabisch: طاطا) ist eine Oasenstadt mit etwa 17.000 Einwohnern (überwiegend Berber) in der Provinz Tata (Region Guelmim-Es Semara) im Süden von Marokko.

Lage[Bearbeiten]

Tata liegt südlich des Antiatlas in etwa 950 m Höhe ü. d. M. am Rand eines fruchtbaren Oasentals. Wichtige Straßenverbindungen sind die N 12, die − aus Richtung Guelmim im Westen kommend − bei Foum-Zguid endet, und die R 109, die wenige Kilometer östlich von Taroudannt beginnt und den gesamten Antiatlas von Nord nach Süd quert.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Als Hauptstadt der gleichnamigen Provinz ist Tata ein wichtiges Verwaltungszentrum im äußersten Süden Marokkos. Unweit der − über weite Strecken niemals eindeutig bestimmten und deshalb strittigen − Grenze zu Algerien gelegen, ist die Umgebung von Tata ein wichtiger Militärstandort mit einem etwa 20 Kilometer westlich gelegenen Luftwaffenstützpunkt, dessen Start- und Landebahn aber auch zivil genutzt wird. In den letzten Jahren wird die Stadt auch bei Touristen, die mit dem eigenen Wohnmobil unterwegs sind, immer beliebter.

Oasen[Bearbeiten]

Da Tata über keine kulturhistorisch bedeutsamen Sehenswürdigkeiten verfügt und der gesamte Ort weitgehend neu gestaltet wurde, sind es die sich Richtung Norden, d. h. in Richtung des ca. 3 Kilometer entfernten größeren Dorfes Agadir Lehne, ausbreitenden Oasen, die einen kurzen Ausflug lohnen. Der Anblick von üppigem Grün der bewässerten Anbauflächen (Gerste, Bohnen, Gemüse) in den Monaten Januar bis März lässt das äußerst trockene und heiße, beinahe wüstenartige Klima im Rest des Jahres vergessen.

Petroglyphen[Bearbeiten]

In der weiteren Umgebung von Tata finden sich Felsritzungen (siehe Weblink) mit vielen Tierdarstellungen, darunter auch Elefanten, Nashörner und Strauße, die einstmals in dieser Region gelebt haben müssen und wahrscheinlich von den Schöpfern der Bilder gejagt wurden. Auch einige abstrakte Motive (Kreise) sind zu finden. Über das Alter der Petroglyphen besteht noch weitgehend Unklarheit − Schätzungen zufolge liegt es zwischen 5000 und 20000 Jahren. Ohne ortskundige Führer sind die Felsbilder allerdings kaum zu finden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Christel Jeschke: Tata/Marokko: Perle des Anti-Atlas. Eine Provinz für Abenteurer und Entdecker. Verlag Edith Kohlbach 2008

Weblinks[Bearbeiten]