Tata (Ungarn)

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Tata
Wappen von Tata
Tata (Ungarn) (Ungarn)
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Basisdaten
Staat: Ungarn
Region: Mitteltransdanubien
Komitat: Komárom-Esztergom
Kleingebiet bis 31.12.2012: Tata
Koordinaten: 47° 39′ N, 18° 20′ O47.65518.328333333333140Koordinaten: 47° 39′ 18″ N, 18° 19′ 42″ O
Höhe: 140 m
Fläche: 78,17 km²
Einwohner: 25.026 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte: 320 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+36) 34
Postleitzahl: 2890
KSH kódja: 20127
Struktur und Verwaltung (Stand: 2013)
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: József Michl
Postanschrift: Kossuth tér 1
2890 Tata
Webpräsenz:
(Quelle: A Magyar Köztársaság helységnévkönyve 2011. január 1. bei Központi statisztikai hivatal)
Ostansicht der Burg in Tata
Ansicht der Kirche von Tata

Tata [ˈtɒtɒ] (deutsch Totis, lateinisch Dotis) ist eine ungarische Stadt mit ungefähr 25.000 Einwohnern (Stand 2011).

Lage[Bearbeiten]

Tata liegt 67 km von Budapest entfernt in der Seenplatte der „ungarischen Toskana“ an der Autobahn M1 zwischen Wien und Budapest in der Nähe des Gerecse- und des Vértes-Gebirges.

Stadtteile[Bearbeiten]

  • Tata (Totis) - Oberstadt
  • Tóváros - Seestadt
  • Baj
  • Agostyán (Augustin)

Bevölkerung[Bearbeiten]

2001 lebten 23.937 Einwohner in der Stadt, nach Volksgruppen:

Geschichte[Bearbeiten]

Ansicht von Totis um 1600 (Stich von Georg Hoefnagel)

Die Ursprünge der Siedlung reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück und stammen von einer Benediktinerabtei.

Die erste Stadtbezeichnung stammt aus dem Jahre 1388 von König Sigismund. In dieser Zeit wurde auch die Burg der Familie Lackfis als Gut am Ufer des großen Öreg-Sees ausgebaut. Zwischen 1397 und 1409 baute König Sigismund die Burg zum königlichen Palast um. König Matthias gestaltete die Burg 1467–1472 im Stil der Renaissance um.

Während der Türkenkriege war die neu verschanzte Burg ein wichtiges Glied im Habsburger Verteidigungssystem und wurde von den Osmanen zerstört. Nachdem die Türken vertrieben worden waren (1727), kam die Burgruine in den Besitz der Familie Esterházy, die bis zur zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter der Leitung von Jakob Fellner Tata als Zentrum ihrer großen Besitztümer herrschaftlich ausbaute und große Errungenschaften ihrer Zeit erbauen ließ. So gibt es den Englischen Park, der auch heute noch den zweitgrößten der vielen Seen umgibt, den Cseke-See. In der teilrekonstruierten Burg befindet sich seit 1954 das Kuny Domokos Megyei Múzeum.

In dieser Zeit gewann Tata auch sein barockes Antlitz mit Werken des Hofbaumeisters Jakob Fellner, so das Schloss des Grafen, das Gästeschloss im Park, das Kloster der Piaristen, die Pfarrkirche oder den hölzernen Uhrenturm, der die Zeit bis heute ohne einen Nagel zur Befestigung überstanden hat.

1938 vereinigte sich die Siedlung Tóváros („Seestadt“) mit der Stadt Tata. 2013 wurde die Stadt mit dem Europapreis für ihre herausragenden Bemühungen um die europäische Integration ausgezeichnet.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Größte Arbeitgeber der Stadt sind heute neben dem Fremdenverkehr eine Hochhaus- und Großklimaanlagenfabrik und ein Kühlschrankhersteller.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof liegt an der Staatsbahnlinie von Budapest nach Győr. Eine Anschlussstelle der Autobahn M1 befindet sich im Ort.

Einrichtungen[Bearbeiten]

Im Ort befindet sich außerdem ein nationales olympisches Trainingszentrum für Ballsportarten und Leichtathletik.

Wichtige Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Partnerstädte[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tata – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Tata – Reiseführer