Tatar

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit Tatar als Gericht. Für den Tatar als Mitglied des Volkes siehe Tataren, für weitere Bedeutungen siehe Tatar (Begriffsklärung).
Beefsteak-Tatar mit Eigelb, Kapern und Zwiebeln

Tatar (englisch und französisch steak tartare, in Belgien und Luxemburg filet américain) oder Schabefleisch ist Hackfleisch vom Rind, das aus hochwertigem, sehnenfreiem und fettarmem Muskelfleisch wie Filet hergestellt wird und feiner zerkleinert ist als einfaches Rinderhackfleisch.

Tatar wird meist roh als Beefsteak tatare genossen. Der Name spielt auf die Tataren an, denen in alten Berichten nachgesagt wurde, sie hätten rohe Fleischstücke unter ihren Sätteln mürbe geritten und anschließend verzehrt.[1] Die bislang älteste bekannte Beschreibung dieses Gerichts findet sich in dem Buch Gastrosophie von Eugen von Vaerst, erschienen 1851.[2]

Für die in Deutschland übliche Zubereitung wird das gehackte Rindfleisch gesalzen und gepfeffert, portionsweise zu flachen Ballen geformt und in die Mitte eine Vertiefung gedrückt, in die ein rohes Eigelb, feingehackte Zwiebeln und Sardellenfilets sowie Kapern gegeben werden. Vermischt werden die Zutaten dann direkt auf dem Teller. Dazu werden Mixed Pickles und Mischbrot gereicht, eventuell auch Worcestershire- und Tabascosauce und Weinbrand.

In Luxemburg serviert man das Gericht mit untergemischten Kapern oder Erbsen, dazu frischen Zwiebeln, grünem Salat und einer beliebigen Beilage.

Dem Tatar ähnliche Gerichte sind Mett aus gewürztem rohen Schweinefleisch und Häckerle aus Salzhering oder Matjes, das auch Matjestatar genannt wird. Lachstatar wird entsprechend aus Graved Lachs oder geräuchertem Lachs, eher aber rohem Lachs hergestellt.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Tatar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Gert v. Paczensky, Anna Dünnebier: Leere Töpfe, volle Töpfe. Die Kulturgeschichte des Essens und Trinkens. München 1994, S. 510
  2. Petra Foede: Wie Bismarck auf den Hering kam. Kulinarische Legenden. Zürich 2009, S. 207
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