Tatarische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik
Die Tatarische ASSR (Tatarische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik) war eine autonome Sowjetrepublik in der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (RSFSR) innerhalb der Sowjetunion. Sie bestand von 1920 bis 1990. Das Steppengebiet liegt bei der Kamamündung und dem Kuibyschewer Stausee der Wolga. Die Hauptstadt war Kasan. Das Gebiet verfügt über große Erdöl- und Phosphoritvorkommen. 1920 wurde das bereits seit dem 16. Jahrhundert unter russischer Herrschaft stehende Gebiet ASSR innerhalb der RSFSR. Während der Auflösung der Sowjetunion erklärte sich das Gebiet unter dem Namen Tatarstan am 30. August 1990 zur souveränen Republik, was 1992 durch ein Referendum bestätigt wurde. 1994 wurde jedoch ein neuer Föderationsvertrag mit Russland unterzeichnet. Seitdem ist die Republik Tatarstan wieder Teil Russlands. Tatarstan vereinbarte mit der russischen Zentralmacht neue Sonderrechte, die unter anderem eine erweiterte wirtschaftliche Autonomie beinhalten.
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