Tatenokai

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Tatenokai (jap. 楯の会, dt. „Schildgesellschaft“) war eine rechtsgerichtete Privatmiliz in Japan, die sich der Bekämpfung des Kommunismus, der Bewahrung traditioneller Werte und dem Schutz bzw. der Verehrung des Tennōs verschrieben hatte.[1]

Die Gruppe wurde am 5. Oktober 1968 von dem Schriftsteller Yukio Mishima gegründet. Ihre etwa 80 Mitglieder rekrutierten sich vor allem aus der Leserschaft des Ronso Journals, einer rechtsgerichteten Studentenzeitung. Die Tatenokai durfte mit Genehmigung von Verteidigungsminister Nakasone Yasuhiro gemeinsam mit Einheiten der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte trainieren und erhielt finanzielle Zuwendungen über Premierminister Satō Eisaku.[1] Am 25. November 1970 nahmen fünf Tatenokai-Mitglieder, unter ihnen Mishima, den diensthabenden Kommandanten im Hauptquartier der Streitkräfte als Geisel. Die Soldaten wurden aufgerufen, das Parlament zu besetzen und die alte Kaiserherrschaft wiederherzustellen. Als der versuchte Staatsstreich scheiterte, töteten sich der Anführer Mishima und sein enger Vertrauter Masakatsu Morita rituell (Seppuku).

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

In Japan gibt es heute einige private Milizen, die den Namen Tatenokai führen. Diese stehen aber nicht im direkten Zusammenhang mit der Tatenokai von Yukio Mishima.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b The Strange Case of Yukio Mishima, Dokumentarfilm der BBC, Großbritannien 1985.