Tatjana Jakowlewna Satulowskaja

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Satulowkaja (1964)

Tatjana Jakowlewna Satulowskaja (russisch Татьяна Яковлевна Затуловская, wiss. Transliteration Tat'jana Jakovlevna Zatulovskaja; * 8. Dezember 1935 in Baku, Aserbaidschanische SSR) ist eine russische Frauengroßmeisterin (WGM) im Schach, die seit 2002 für den israelischen Schachverband spielberechtigt ist.[1]

In der Fachpresse wird der Nachname auch als Zatulovskaya, Zatulovskaia, Zatulovskaja, Zatulowskaya, Zatulowskaia ... geschrieben. Für den Vornamen findet man auch die Schreibweise Tatiana.

Einzelerfolge[Bearbeiten]

Satulowskaja erreichte dreimal den ersten Platz in der UdSSR-Damenmeisterschaft, nämlich 1960, 1962 und 1963. 1960 unterlag sie nach Stichkampf gegen Walentina Borissenko und 1963 gegen Maaja Ranniku. In den 1960er und 1970er Jahren qualifizierte sie sich oft für die Interzonenturniere (1964, 1971, 1973, 1976, 1979) und erreichte mehrfach das Kandidatenturnier zur Weltmeisterschaft, stand damals allerdings im Schatten von Nona Gaprindaschwili und Alla Kuschnir. 1992 belegte sie bei der Senioren-Weltmeisterschaft in Bad Wörishofen den zweiten Platz. Im Jahr darauf gewann sie die Schachweltmeisterschaft der Senioren 1993 in Bad Wildbad mit 10 Punkten aus 11 Partien (+9,-0,=2).[2] Bei der Schachweltmeisterschaft der Senioren 1997 wurde sie zum zweiten Mal Seniorenweltmeisterin.

Mannschaftserfolge[Bearbeiten]

Häufig wurde sie zu Länderkämpfen in die Nationalmannschaft berufen. 1963 und 1966 gewann sie die Schacholympiade der Frauen mit der Sowjetunion, bei der Schacholympiade 2002 spielte sie für Israel.[3] In Deutschland spielte sie für den SK Zehlendorf, unter anderem in der Saison 1993/94 in der 1. Frauenbundesliga.

Titel und Rating[Bearbeiten]

1961 verlieh ihr der Weltschachbund FIDE den Titel einer Internationalen Meisterin (WIM). 1976 wurde sie weiblicher Großmeister.[4] Ihre Elo-Zahl beträgt 2027 (Stand: November 2014), sie wird jedoch als inaktiv geführt, da sie seit dem im September 2010 in Aschdod ausgetragenen 7. Schachfestival keine gewertete Partie mehr gespielt hat. Im Juli 1972 erreichte sie ihre höchste Elo-Zahl von 2270.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Verbandswechsel 2002 bei der FIDE (englisch)
  2. Bulletins zu 3. Offene Weltmeisterschaft der Seniorinnen und Senioren. ChessOrg, Bad Wildbad 1993.
  3. Tatjana Satulowskajas Ergebnisse bei Schacholympiaden der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  4. Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924-2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 76