Tatjana Lematschko

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Tatjana Lematschko 1982 Interzonenturnier in Bad Kissingen

Tatjana Lematschko (* 19. März 1948 in Moskau) ist eine bulgarische und Schweizer Schachspielerin russischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

Tatjana Lematschko erlernte die Schachregeln von ihrem älteren Bruder in der Sowjetunion. Sie besuchte die Schachsektion im Pionierhaus der Stadt Ismajil und nahm an den ukrainischen Jugendmeisterschaften teil. Zugleich trainierte sie als Leichtathletin. 1966 begann sie ihr Studium am Zentralen Staatlichen Institut für Körperkultur in Moskau. Mit Burewestnik siegte sie bei den Mannschaftspokalen der Sportvereinigungen der UdSSR 1968 und 1971. 1970 gewann sie den ersten sowjetischen Frauen-Pokal vor Maaja Ranniku.

Danach spielte sie von 1974 bis 1982 in Bulgarien und lebt heute in der Schweiz. Tatjana Lematschko gewann insgesamt fünfmal die bulgarische Damenmeisterschaft (1974, 1975, 1978, 1979 und 1981). Aufgrund ihrer internationalen Erfolge erhielt sie 1977 von der FIDE den Titel Großmeister der Frauen (WGM) [1]. In den Jahren 1984, 1986, 1995, 1997, 2003, 2004, 2006, 2008, 2009 und 2010 gewann sie außerdem zehnmal die Schweizer Damenmeisterschaft.

Kandidatenturniere[Bearbeiten]

Mehrmals war sie bei den Kandidatenturnieren zur Weltmeisterschaft der Frauen beteiligt. Im Jahr 1976 erreichte sie im Interzonenturnier in Rozendal (Niederlande) den geteilten 3./4. Platz und verlor danach das Kandidatenmatch gegen Elena Ahmilovska. 1979 gewann sie das Interzonenturnier in Alicante (Spanien), anschließend verlor sie 1980 in Odessa im Viertelfinale gegen Marta Litinskaja. Im Jahr 1982 erreichte sie schließlich den dritten Platz im Interzonenturnier in Bad Kissingen und unterlag später 1983 im Kandidatenwettkampf in Alicante gegen Nana Alexandria.

Schacholympiaden[Bearbeiten]

Tatjana Lematschko 2008 Schacholympiade in Dresden

Sie spielte viermal die Schacholympiade für Bulgarien (1974 in Medellin, 1978 in Buenos Aires, 1980 in Valetta, 1982 in Luzern) und zehnmal für die Schweiz. Bei der Olympiade 1974 in Medellin (Kolumbien) gewann sie, wie auch die Mannschaft die Bronzemedaille. Für die Schweiz nahm sie zwischen 1984 in Saloniki und 1998 in Elista ununterbrochen an den Olympiaden teil, später nochmals 2004 in Calvia [2] und 2008 in Dresden.

Weitere Turniere[Bearbeiten]

Bedeutende Turniersiege errang Tatjana Lematschko 1974 in Plowdiw, 1978 in Pernik, 1980 in Băile Herculane, 1981 in Plowdiw und im gleichen Jahr einen zweiten Platz in Budapest. Im folgenden Jahr gelang ihr in Plowdiw ein weiterer Turniergewinn. Im Jahr 2007 spielte sie für die Schweiz bei der Europa-Mannschaftsmeisterschaft auf Kreta [3].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924-2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 77
  2. 36. Schach Olympiade 2004 in Calvià / Mallorca
  3. Europa Mannschaftsmeisterschaft 2007 auf Kreta

Weblinks[Bearbeiten]