Tatra 138

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Dreiseitenkipper Tatra 138 S3 / S3M
Tatra 138 kipper3.jpg
Bauzeit (Serienproduktion Tatra 138): 1961 - 72
Stückzahl (alle Ausführungen Tatra 138): 48.222
Motor
Typ T 928 / T 928-12, V8-Diesel, luftgekühlt,
Hubraum 11.762 cm3
Bohrung/Hub 120/130 mm
Verdichtung 16,5
Höchstleistung 132,4 kW bei 2.000/min
max. Drehmoment 706 Nm bei 1.200/min
Kraftübertragung
Zweischeiben-Trockenkupplung,
mechanisches Fünfgang-Getriebe mit Zweigang-Zusatzgetriebe,
Allradantrieb
Fahrgestell
Zentralrohrrahmen, Pendelachsen,
Drehstabfederung vorn, Halbelliptik-Blattfedern hinten,
Reifen 11.00-20, hydraulische Lenkhilfe
Bremsen
pneumatische Zweikreis-Betriebsbremsanlage,
Feststellbremse mechanisch, auf Getriebe wirkend
Motorbremse und Auspuff-Drosselklappe
Aufbau
Ganzstahlfahrerhaus,
Stahlpritsche hydraulisch kippbar,
3.920 x 2.280 x 600 mm (S3)
3.920 x 2.280 x 785 mm (S3M),
Abmessungen, Gewichte und Fahrleistungen
Länge / Breite / Höhe 7480 / 2450 (2438) / 2580 mm (S3)
7210 / 2438 / 2660 mm (S3M)
Radstand 3690 + 1320 mm
Leergewicht 10.300 kg (S3), 10.200 kg (S3M)
Nutzlast 12.000 kg (S3), 13.000 kg (S3M)
Höchstgeschwindigkeit 71 km/h
Steigfähigkeit 46,9 %

Der LKW Tatra 138 entstand im Jahre 1959 und wurde ab 1961 bei Tatra in Kopřivnice in Serie gebaut. Prototypen existierten bereits 1957. [1] Er wurde aus dem kleineren Tatra 137 entwickelt.

Durch den Tatra 138 wurde das bisherige Modell Tatra 111 abgelöst. Das „Tatra-Konzept“ mit luftgekühltem Dieselmotor, Zentralrohrrahmen, Allradantrieb und Pendelachsen wurde beibehalten. Vom Tatra 137 wurden die runde Motorhaube und das abgerundete Fahrerhaus sowie der neuentwickelte Motor T 928, ein V8-Diesel mit 11.762 cm3 und 180 PS (132,4 kW) übernommen. Der Motor war schwingelastisch aufgehängt und mit dem Getriebe über eine Kardanwelle verbunden. Ebenfalls vom Tatra 137 übernommen wurde die Drehstabfederung an der Vorderachse. An der Hinterachse wurden dagegen Halbelliptik-Blattfedern verwendet.

Bis 1972 wurden vom Tatra 138 insgesamt 48.222 Exemplare in unterschiedlichen Ausführungen produziert. Sein Nachfolger war der Tatra 148. Abgesehen von der zweiachsigen Sattelzugmaschine Tatra 138 NT 4x4 fertigte man den 138er ausschließlich als Dreiachser 6x6. Er wurde in ca. 40 Länder exportiert. Eine typische Ausführung des 138ers war der Dreiseitenkipper Tatra 138 S3 bzw. die Variante mit erhöhter Nutzlast, Tatra 138 S3M.


Literatur[Bearbeiten]

  • Miroslav Gomola: Historie Automobilů Tatra II. AGM-Gomola, Brno 2000
  • Michael Dünnebier: Lastwagen und Busse sozialistischer Länder. 1. Auflage. Transpress, Berlin 1988, ISBN 3-344-00272-4
  • Die Entwicklung luftgekühlter Tatra-Dieselmotoren. In: Kraftfahrzeugtechnik 8/1955, S.267-270.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nutzkraftfahrzeuge auf der III. Tschechoslowakischen Maschinenbauausstellung. In: Kraftfahrzeugtechnik 9/1957, S.346-347.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tatra 138 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien