Tatra K2

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Tatra K2
Brno, Město Brno, Moravské náměstí, Tatra K2 (5).jpg
Anzahl: 567 Triebwagen
Hersteller: ČKD Tatra
Baujahr(e): 1967–1983
Länge: 20.400 mm
Höhe: 03.050 mm
Breite: 02.500 mm
Drehzapfenabstand: 06.400 mm
Drehgestellachsstand: 01.900 mm
Stundenleistung: 4×40 kW = 160 kW
Motorentyp: TE 022
Betriebsart: Einrichtungs-Gelenktriebfahrzeug
Sitzplätze: 049
Stehplätze: 108

Der Gelenktriebwagen Tatra K2 ist der Nachfolger des Tatra K1.

Entwicklungsgeschichte[Bearbeiten]

K2[Bearbeiten]

Nach den Erfahrungen mit den K1 wurde entschieden, die elektrische Ausrüstung des bereits bewährten Typs T3 einzubauen. Die Anzahl der Fahr- und Bremsstufen wurde erhöht, außerdem erhielt das mittlere Drehgestell eine mechanische Bremse. Die Beschleunigung war gegenüber den T3 etwas geringer. 1966 wurde der Prototyp zu Testfahrten in Prag eingesetzt. Nach der erfolgreichen Erprobung wurde 1966 mit der Serienfertigung begonnen. Noch heute fahren in tschechischen und slowakischen Städten K2, teilweise noch im Ursprungszustand, teilweise aufwendig modernisiert.

K2SU[Bearbeiten]

Der erste Prototyp der Auslandsfahrzeuge mit der Nummer 7001 wurde ab 1966 zusammen mit dem Prototyp Nr. 7000 in Prag erprobt. Danach kam er nach Nowosibirsk und erhielt die Wagennummer 121.

Die Serienfertigung der in die Sowjetunion gelieferten Fahrzeuge erfolgte von 1967 bis 1969. Die kurze Produktionszeit rührt daher, dass Gelenkfahrzeuge in den sowjetischen Betrieben damals noch die Ausnahme waren und dadurch technisch eine Besonderheit darstellten. Ein Fahrzeug ist in Jekaterinburg erhalten geblieben, welches als historisches Fahrzeug mit der Nummer 801 aufgearbeitet wurde.

K2YU[Bearbeiten]

Diese Ausführung erhielt die Straßenbahn Sarajevo als einziger Betrieb Jugoslawiens. Der Unterschied zum K2 besteht dabei lediglich darin, dass der K2YU den Stromabnehmer über dem hinteren Drehgestell angebracht hatte. Insgesamt wurden zwischen 1973 und 1983 90 Wagen ausgeliefert, sie erhielten die Betriebsnummern 201 bis 290.

Umbau zu K3R-N / SATRA III[Bearbeiten]

Nach der Jahrtausendwende wurden in Brno und Sarajevo modernisierte K2-Einheiten durch ein neues Niederlfurmittelteil erweitert - diese Fahrzeuge sind nicht zu verwechseln mit anderen Umbauten, die aber aus jeweils 2 T3-Wagen entstanden und demzufolge auch eine andere Türanordnung im hinteren Teil aufweisen (z.B. Plzen Tatra K3 R.NT).

Weblinks[Bearbeiten]