Tauerntunnel (Eisenbahn)

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Tauerntunnel
Tauerntunnel
Südportal Tauerntunnel
Nutzung Eisenbahntunnel
Verkehrsverbindung Tauernbahn
Ort Nordportal: Bad Gastein
Südportal: Mallnitz
Länge 8371 mdep1
Anzahl der Röhren 1
Querschnitt zweigleisig
Bau
Bauherr K.k. österreichische Staatsbahnen
Baubeginn 1901
Fertigstellung 1906
Betrieb
Betreiber ÖBB Infrastruktur AG, Wien
Lage
Tauerntunnel (Eisenbahn) (Österreich)
Red pog.svg
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Koordinaten
Nordportal 47° 4′ 34,6″ N, 13° 8′ 7,9″ O47.07626813.135522
Südportal 47° 0′ 19″ N, 13° 10′ 20,2″ O47.00528913.172269
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing
Logo der Tauernschleuse

Im Tauerntunnel als Scheiteltunnel überwindet die Tauernbahn den Gebirgskamm der Hohen Tauern (Alpenhauptkamm) zwischen Böckstein im Gasteinertal in Salzburg und Mallnitz im Mölltal in Kärnten. Er durchquert das Radhausbergmassiv genau unterhalb der Gamskarlspitze (2832 m ü. A.). Die zwischen den Bahnhöfen Böckstein und Mallnitz-Obervellach angebotene Autoverladung wird auch als Tauernschleuse bezeichnet.

Der Tunnel ist 8.371 Meter lang und war von Beginn an zweigleisig ausgebaut. Der Scheitelpunkt wird in 1226 m ü. A. erreicht. Der Bau des Tauerntunnels war technisch sehr anspruchsvoll. Im Jahr 1901 begann man mit der Realisierung des Bauprojektes, das bis 1906 fertiggestellt wurde. Die Elektrifizierung folgte im Jahre 1925.

Ab 1920 wurde mit der Überstellung von Autos durch den Tunnel begonnen, woraus sich im Laufe der Zeit die Tauernschleuse entwickelte.[1]

2004 wurden umfangreiche, über Jahre dauernde Bauarbeiten zur Optimierung der Sicherheit im Tunnel abgeschlossen. Des Weiteren wurden von den ÖBB spezielle Rettungszüge in Mallnitz-Obervellach sowie in Böckstein stationiert. Bei diesen Umbaumaßnahmen, mit denen auch eine Radiusverbesserung einherging, wurde ein Teil der Tunnelstrecke bei Böckstein freigelegt, sodass sich die Tunnellänge von ehemals 8.550 m um 179 m auf 8.371 m[2] verkürzte. Das alte Nordportal von Böckstein steht heute als Denkmal eisenbahntechnischer Ingenieurskunst neben der neuen Trasse.

Etwas außerhalb des Südportals, in Kilometer 43,3, lag die inzwischen aufgelassene Haltestelle Mallnitz-Hinterthal, später als Tauerntunnel bezeichnet.

Die Fahrzeit der Autoschleuse beträgt ca. zwölf Minuten.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tauerntunnel (Eisenbahn) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Institut für Österreichkunde (Hrsg.): Österreich in Geschichte und Literatur. ÖGL. Mit Geographie. Band 41. Braumüller, Wien 1997, Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund, S. 180.
  2. ÖBB Infrastruktur Betrieb: Eisenbahnatlas Österreich. Verlag Schweers + Wall, Köln 2005, ISBN 3-89494-128-6.