Taufkirchen an der Pram

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Taufkirchen an der Pram
Wappen von Taufkirchen an der Pram
Taufkirchen an der Pram (Österreich)
Taufkirchen an der Pram
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Schärding
Kfz-Kennzeichen: SD
Fläche: 29,15 km²
Koordinaten: 48° 25′ N, 13° 32′ O48.41666666666713.533333333333338Koordinaten: 48° 25′ 0″ N, 13° 32′ 0″ O
Höhe: 338 m ü. A.
Einwohner: 2.892 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 99 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4775
Vorwahl: 07719
Gemeindekennziffer: 4 14 26
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schärdinger Straße 1
4775 Taufkirchen an der Pram
Website: www.taufkirchen-pram.at
Politik
Bürgermeister: Josef Gruber (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
13 ÖVP, 7 SPÖ, 5 FPÖ
Lage der Gemeinde Taufkirchen an der Pram im Bezirk Schärding
Altschwendt Andorf Brunnenthal (Oberösterreich) Diersbach Dorf an der Pram Eggerding Engelhartszell an der Donau Enzenkirchen Esternberg Freinberg Kopfing im Innkreis Mayrhof Münzkirchen Raab Rainbach im Innkreis Riedau Sankt Aegidi St. Florian am Inn St. Marienkirchen bei Schärding St. Roman St. Willibald Schardenberg Schärding Sigharting Suben Taufkirchen an der Pram Vichtenstein Waldkirchen am Wesen Wernstein am Inn Zell an der Pram OberösterreichLage der Gemeinde Taufkirchen an der Pram im Bezirk Schärding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Taufkirchen an der Pram ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Schärding im Innviertel mit 2892 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding.

Geografie[Bearbeiten]

Taufkirchen an der Pram liegt auf 338 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,9 km, von West nach Ost 6 km. Die Gesamtfläche beträgt 29,2 km². 11,6 % der Fläche sind bewaldet, 78,8 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gliederung[Bearbeiten]

Ortsteile der Gemeinde sind Aichberg, Aichedt, Bachschwölln, Baumgarten, Berg, Berndobl, Brauchsdorf, Brunedt, Eggenberg, Feicht, Furth, Furth-Pfaffing, Gadern, Gmeinau, Höbmannsbach, Höbmannsdorf, Haberedt, Holzing, Igling, Jechtenham, Kapelln, Kleinwaging, Laufenbach, Leoprechting, Maad, Oberpramau, Pfaffingdorf, Pram, Schratzberg, Schwendt, Sonndorf, Taufkirchen an der Pram, Unterpramau, Wagholming, Wimm, Windten, Wolfsedt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Rainbach
St. Florian Nachbargemeinden Diersbach
St. Marienkirchen Eggerding Andorf

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Zwischen blauen, gewellten Flanken in Silber ein roter Taufstein mit rotem, kielbogigem Deckel, oben besteckt mit einem goldenen Knauf und Kreuz. Die Gemeindefarben sind Blau-Weiß-Rot.

Das 1970 von der oberösterreichischen Landesregierung verliehene Gemeindewappen symbolisiert mit dem Taufstein als redendes Wappen den Ortsnamen. Die Wellen stehen für die Lage des Ortes an der Pram.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Der im Jahr 1160 erstmals urkundlich erwähnte Ort war bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals Innbaiern) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz königlich bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Österreich ob der Enns. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Zum Markt wurde Taufkirchen am 1. Februar 2010 erhoben. Am 23. Mai 2010 wurde in einem Fest mit Festzug und Festgottesdienst am Taufkirchner Gemeindeplatz das 850-jährige Bestehen des Ortes gefeiert. Diese Feier war zugleich Markterhebungsfeier. [2]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Josef Gruber von der ÖVP.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2.957 Einwohner, 2001 dann 2.944 Einwohner.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Von überregionaler Bedeutung ist die Lorenz Shoe Group AG, die ihren Unternehmenssitz in der Gemeinde Taufkirchen an der Pram hat. Die Unternehmensgruppe mit 1000 Mitarbeitern erwirtschaftet mit ihren Produktionsstätten und den Marken „Högl“, „Ganter“ und „Hassia“ laut eigenen Angaben einen Umsatz von mehr als 70 Mio. EUR im Jahr.

Der Schärdinger Molkereiverband betrieb in Taufkirchen ein Werk für die Herstellung von Trockenmilchprodukten der Marke Taumil, außerdem wurde hier die Schärdinger Sommerbutter hergestellt, sodass sich diese Molkerei schließlich zum zweitgrößten Buttereibetrieb in Österreich entwickelte. Nach dem Niedergang des AMF-Konzerns wurde die Molkerei Taufkirchen 2001 geschlossen und ihre Aufgaben von der Molkerei Aschbach übernommen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

  • Spitz an der Donau, Niederösterreich

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Taufkirchen an der Pram
  • Bilger-Breustedt-Haus: ein Museum über die österreichische Künstlerin Margret Bilger und ihren Mann, den deutschen Bauhauskünstler Hans Joachim Breustedt
  • Handwerksmuseum: Handwerksberufe wie Schuster, Schneider, Sattler, Schmied, Seiler und Wagner waren im 19. und 20. Jahrhundert im Dorf Laufenbach angesiedelt. In den ca. 300 Jahre alten Holzhäusern im Handwerksmuseum in Laufenbach sieht man, wie diese Handwerker damals lebten und arbeiteten.
  • Radiomuseum: das gesamte Repertoire der mechanischen Musikaufzeichnung ist hier im Radiomuseum ausgestellt.
  • Filialkirche hl.Laurentius in Wagholming

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Personen mit Beziehung zum Ort

  • Margret Bilger (1904-1971), österreichische Malerin, lebte seit 1939 in Taufkirchen an der Pram
  • Hans Joachim Breustedt (1901-1984), deutscher Maler (Bauhaus), lebte seit 1953 in Taufkirchen an der Pram (Heirat mit Margret Bilger)
  • Peter Kubelka (*1934), österreichischer Experimentalfilmer und Künstler, verbrachte seine Kindheit in Taufkirchen an der Pram
  • Josef Mayer (1868–1940), österreichischer Politiker und Bürgermeister von Taufkirchen
  • Lukas Weißhaidinger (*1992), österreichischer Leichtathlet, lebt in Taufkirchen an der Pram

Söhne und Töchter

  • Anton Schmidbauer (1877-1964), oberösterreichischer Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Taufkirchen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Taufkirchen an der Pram – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (3. Nachtrag). In: Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 1/2, 1973, S. 17 (PDF; 1,6 MB)
  2. Änderungen in der Verwaltungsgliederung ab 2. Jänner 2010