Taunusstein
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| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Hessen | ||
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | ||
| Landkreis: | Rheingau-Taunus-Kreis | ||
| Höhe: | 381 m ü. NN | ||
| Fläche: | 67,03 km² | ||
| Einwohner: | 29 124 (31. Dez. 2007) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 434 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahl: | 65232 | ||
| Vorwahl: | 06128 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | RÜD | ||
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 39 015
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| Stadtgliederung: | 10 Stadtteile | ||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Aarstraße 150 65232 Taunusstein |
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| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Michael Hofnagel (CDU) | ||
Taunusstein ist mit etwa 29.000 Einwohnern die größte Stadt im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Taunusstein grenzt im Norden an die Gemeinden Hohenstein und Hünstetten und die Stadt Idstein, im Osten an die Gemeinde Niedernhausen, im Süden an die kreisfreie Stadt Wiesbaden, sowie im Westen an die Gemeinde Schlangenbad und die Stadt Bad Schwalbach.
[Bearbeiten] Gliederung
Taunusstein besteht aus zehn Stadtteilen:
| Stadtteil | Einwohner[1] |
|---|---|
| Bleidenstadt | 7.362 |
| Hahn[2] | 7.049 |
| Hambach | 411 |
| Neuhof | 3.348 |
| Niederlibbach | 531 |
| Orlen | 1.224 |
| Seitzenhahn | 1.365 |
| Watzhahn | 253 |
| Wehen | 6.683 |
| Wingsbach | 786 |
[Bearbeiten] Geschichte
Die Stadt Taunusstein entstand am 1. Oktober 1971 durch Zusammenschluss der ehemals selbständigen Gemeinden Bleidenstadt, Hahn, Neuhof, Seitzenhahn, Watzhahn und Wehen Mit dem Zusammenschluss wurden Taunusstein die Stadtrechte verliehen. Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Hambach, Niederlibbach, Orlen und Wingsbach in die Stadt Taunusstein eingegliedert.
Im Jahre 1991 wurde im Ortsteil Hahn der nach dem langjährigen Taunussteiner Bürgermeister benannte Dr.-Peter-Nikolaus-Platz eingeweiht. Er ist umgeben vom Bürgerhaus „Taunus“, dem kath. Kirchenzentrum St. Johannes Nepomuk sowie dem neuen Rathaus und bildet mit der Bündelung dieser öffentlichen Funktionen das neue Stadtzentrum. Das Bürgerhaus „Taunus“ wurde 1989 eröffnet, das Kirchenzentrum 1991, beide entworfen von dem Hamburger Architekten Bernhard Hirche, von dem auch das städtebauliche Konzept für die neue Ortsmitte stammt. Das von einem anderen Architekten entworfene Rathaus konnte dagegen erst 1998 eingeweiht werden.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Jeweils zum 31. Dezember in den entsprechenden Jahren (nur Hauptwohnsitz)
- 1998 - 28.192
- 1999 - 28.354
- 2000 - 28.745
- 2001 - 28.942
- 2002 - 29.113
- 2003 - 29.307
- 2004 - 29.389
- 2005 - 29.325
- 2006 - 29.206
[Bearbeiten] Religionsgemeinschaften
- Es gibt mehrere lutherische sowie katholische Kirchen in fast allen Stadtteilen
- Bahai-Gemeinde in Hahn
- Neuapostolische Kirche in Wehen
- Königreichssaal der Zeugen Jehovas in Neuhof (Gewerbegebiet Triebgewann)
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Stadtverordnetenversammlung
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
|
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 40,7 | 18 | 37,1 | 17 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 30,2 | 14 | 37,2 | 17 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 14,4 | 6 | 10,8 | 5 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 6,0 | 3 | 7,2 | 3 |
| FWG | Freie Wählergemeinschaft Taunusstein (Bürgerliste) | 8,7 | 4 | 7,7 | 3 |
| Gesamt | 100,0 | 45 | 100,0 | 45 | |
| Wahlbeteiligung in % | 46,3 | 51,2 | |||
[Bearbeiten] Bürgermeister
Bürgermeister Michael Hofnagel (CDU) wurde am 2. September 2007 im ersten Wahlgang mit 58,5 % der Stimmen für eine zweite Amtsperiode wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 47,2 %.
[Bearbeiten] Wappen
Das Stadtwappen zeigt auf blauem Hintergrund einen goldenen Löwen, der in seinen Pranken einen Schild mit rotem Kreuz auf silbernem Grund trägt. Mit dem goldenen Löwen erinnert das Wappen an die jahrhundertelange Herrschaft der Grafen und Fürsten von Nassau und nimmt zugleich die Tradition der Wappen des nassauischen Amtssitzes Wehen und der Gemeinden Hahn und Seitzenhahn auf, die sämtlich einen goldenen Löwen oder Löwenkopf führten. Das Kreuz ist Attribut des heiligen Ferrutius, des Schutzpatrons des Klosters Bleidenstadt. Dieses Kloster wurde schon im 8. Jahrhundert gegründet und hat in jahrhundertelangem Wirken große Verdienste um Christentum und Kultur im Raum an der oberen Aar erworben. Die ehemalige Gemeinde Bleidenstadt hat dieses Kreuz bereits früher in ihrem Wappen geführt.
Die amtliche Blasonierung lautet: „In blau ein rotbewehrter goldener Löwe, in seinen Pranken ein silberner Schild mit durchgehendem roten Kreuz.“
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Taunusstein unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu:
- Herblay in Frankreich (seit 1973)
- Yeovil in England (seit 1987)
- Caldes de Montbui in Spanien (seit 1989)
- Wünschendorf/Elster (Landkreis Greiz) in Thüringen (seit 1991).
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Zwei Bahnhöfe (in Hahn sowie Bleidenstadt) liegen an der Strecke der zur Zeit nur teilweise als Museumsbahn betriebenen Aartalbahn. Taunusstein ist über die B 417 (Neuhof/Wehen) und die B 54 (Hahn) mit Wiesbaden verbunden. In Idstein an der A 3 ist der nächstgelegene Autobahnanschluss.
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
- Institut Fresenius in Neuhof (Taunus)
- Motorola Deutschland (Deutsche Unternehmenszentrale, Werbung und Vermarktung) in Neuhof (Taunus)
- Brita GmbH Wasserfiltration, internationale Unternehmenszentrale in Neuhof (Taunus) und Wiesbaden
- Sciforma Deutschland GmbH Projektmanagement und Portfoliomanagement IT-Lösungen in Neuhof (Taunus)
[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen
- Silberbachschule Grundschule in Wehen
- Integrierte Gesamtschule „Obere Aar“ in Hahn
- Regenbogenschule Grundschule in Bleidenstadt
- Gymnasium in Bleidenstadt
- Grundschule Sonnenschule in Neuhof
- Berufliche Schulen Untertaunus in Hahn
- Europa-Schule Taunusstein - Bilinguale Realschule in Neuhof
[Bearbeiten] Freizeit- und Sportanlagen
- Stadion am Halberg in Wehen, ehemaliges Heimstadion der 1. Mannschaft des SV Wehen Wiesbaden
- Freibad in Hahn
- Silberbachhalle in Wehen
- Aartalhalle in Neuhof
- Sportplätze in fast jedem Stadtteil
- Sport und Jugendzentrum in Bleidenstadt
- Tennishalle Becker in Bleidenstadt
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Museum
1995 wurde das Museum der Stadt Taunusstein mit festen Räumen im Wehener Schloss eingerichtet. Als Themenschwerpunkte findet seitdem eine dauernde Ausstellung zur jüngeren Regionalgeschichte statt, die seit kurzem auch über den Zustand Taunussteins im, vor und nach dem Zweiten Weltkrieg berichtet. Dabei handelt es sich überwiegend um die Darstellungen der Alltagskultur in der ersten Hälfte des 20sten Jahrhunderts. Ein zweites und gleichberechtigtes Standbein bilden die Ausstellungen der Reihe „Kunst im Schloss“, mit denen der zeitgenössischen Kunst –nicht nur der engeren Region- ein Forum in Taunusstein geboten wird. Die Zukunft des Museums ist derzeit (Ende Februar 2009) offen, da der Stadt die Räume gekündigt worden und neue Mietverhandlungen noch nicht abgeschlossen sind.
[Bearbeiten] Bauwerke
- Wehener Schloss
- Genutzt unter anderem als Witwensitz und Jagdschloss. Dort befindet sich heute das Taunussteiner Museum.
- Evangelische Kirche Wehen
- Erbaut unter Verwendung von Steinen der alten Stadtbefestigung (Stadtmauer, Obertorturm), mit einem schwarzen Marmoraltar (1722 aus der Schlosskirche Idstein nach Wehen gekommen) und Mobiliar der säkularisierten Klöster Marienhausen und Eberbach. Die historische Voigt-Orgel der Ev. Kirche Wehen ist eine der wenigen original erhaltenen Instrumente des Wiesbadener Orgelbauers Heinrich Voigt. Sie wurde 1890 für die altkatholische Gemeinde Wiesbaden gebaut und 1899 von der Kirchengemeinde Wehen erworben. Im Oktober 1999 wurde sie restauriert und in den Originalzustand zurückgeführt.
- Ehemalige Wehener Schule
- Erbaut um 1900, ein Bauwerk des Übergangs von der Gründerzeit zum Jugendstil.
- Ehemaliges Kloster mit Kirche, Bleidenstadt
- (heute Pfarrkirche der kath. Pfarrei St. Ferrutius). Über dem Hauptportal der Kirche die Statue des heiligen Ferrutius (Schutzpatron) aus dem 17. Jahrhundert, im Gebäude ein im Chor eingebauter Wandtabernakel aus Sandstein aus der Zeit der Hochgotik, ein Taufstein von 1696, eine spätbarocke Madonnenfigur und eine mit barockem Umbau versehene Orgel. Im Turm zwei Glocken von 1309 und 1411.
- Evangelische Kirche, Bleidenstadt
- (ehemalige kath. Pfarrkirche „St. Peter auf dem Berg“, nach 1530 der neuen protestantischen Gemeinde als Kirche überlassen) mit dem ältesten Steindenkmal des Stadtteils, einer Grabplatte des 1363 verstorbenen Pfarrers Johannes von Spangenberg. Der Turm ist im unteren Teil romanischen Ursprungs und mit einem dekorativen Rosenfenster mit Ornamenten aus Sandstein versehen.
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Taunusstein.
[Bearbeiten] Jüdischer Friedhof in Wehen
Der jüdische Friedhof im Ortsteil Wehen am Halberg ist ungefähr so alt wie die Siedlung selbst.
1329 ordnete Graf Gerlach von Nassau-Weilburg die Niederlassung von Juden an. Die Grabsteine von damals existieren nicht mehr. Der älteste noch stehende ist aus dem Jahre 1694. Heute gibt es auf dem Friedhof noch 55 sichtbare Gräber. Bis 1749 wurden auf dem Wehner jüdischen Friedhof auch Wiesbadener Juden beigesetzt. 1726 stellten die Juden den Antrag, eine Mauer um den Friedhof zu bauen, was allerdings untersagt blieb, weil der jüdische Friedhof nicht schöner sein durfte als der christliche. So hoben sie bloß einfach einen Graben aus. Nach 1933 fanden auch noch Beisetzungen statt, allerdings war es verboten, dass Grabsteine aufgestellt wurden.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Bleischter Kerb
- Orlener Markt
- Orlener Kerb
- Hahner Kerb
- Zentrumsfest
- Weher Markt (Es ist hier Tradition, dass die Wehner Firmen morgens mit Ihren Angestellten zum Frühschoppen auf den Weher Markt gehen)
- Weher Kerb
- Wingsbacher Kerb
- Neuhofer Kerb
- TIGA (Taunussteiner Industrie- und Gewerbeausstellung; in geraden Jahren)
- Waldweihnachtsmarkt Hahn am Forsthaus Altenstein
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] In Taunusstein geborene Persönlichkeiten
- Emil Erlenmeyer (* 28. Juni 1825 in Wehen, † 22. Januar 1909 in Aschaffenburg) Chemiker
- Carl Friedrich Emil von Ibell (* 29. Oktober 1780 in Wehen, † 6. Oktober 1834 in Bad Homburg v. d. Höhe) Regierungspräsident von Nassau / Hessen-Homburg
[Bearbeiten] Fußnoten
- ↑ Stand Dezember2008, Quelle: Stadt Taunusstein
- ↑ Sitz der Stadtverwaltung
[Bearbeiten] Weblinks
- Homepage der Stadt Taunusstein
- Homepage von Taunusstein Niederlibbach
- Prof. Dipl. Ing. Bernhard Hirche Architekt BDA - Stadtzentrum Taunusstein-Mitte
- Links zum Thema Taunusstein im Open Directory Project
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