Tautenburg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Saale-Holzland-Kreis | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Dornburg-Camburg | |
| Höhe: | 230 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,71 km² | |
| Einwohner: |
310 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 24 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 07778 | |
| Vorwahl: | 036427 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SHK | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 74 096 | |
| Gemeindegliederung: | einer der 15 Orte der Verwaltungsgemeinschaft Dornburg-Camburg | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Lindenstr. 58 07778 Tautenburg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Daniel Lerche (amtierend)[2] | |
| Lage der Gemeinde Tautenburg im Saale-Holzland-Kreis | ||
Tautenburg ist eine Gemeinde im Nordosten des thüringischen Saale-Holzland-Kreises und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Dornburg-Camburg.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung der Burg geht auf das Jahr 1223 zurück. Sie gelangte vor 1232 in den Besitz der Schenken von Vargula. Hier siedelte bis 1640 eine Nebenlinie der Schenken, die sich nach der Tautenburg benannten. Wann sich eine erste dörfliche Ansiedlung unterhalb der Burg ausbildete, ist unbekannt, doch vermutlich geschah dies bald nach der Anlage der Burg.
Der Name Tautenburg geht wahrscheinlich auf den Erbauer/Vorbesitzer der Burg, Tuto von Hausen, zurück (Hausen, Burgruine zwischen Tautenburg und Bürgel), der sich auch Tuto von Tutinburg nannte. Dieser Tuto ist wahrscheinlich ein Lehnsmann der Herren von Lobdeburg gewesen, die die Herrschaft Tautenburg vor den Schenken vom Reich zu Lehen hatten.
Die Burg Tautenburg gehörte zu einer Kette von Reichsbesitz, der sich entlang der alten Heerstraße von Erfurt nach Altenburg befand. Befestigte Anlagen, wie Kapellendorf, Lehesten, Hainichen, Dornburg, Tautenburg, Schkölen usw. lagen an dieser Straße. Entlang des Gleistales auf den Hochlagen vom Tautenburger Forst standen im Mittelalter kleinere Burgen oder Befestigungsanlagen zum Schutz der im Tal verlaufenden Handelsstraße aus Richtung Erfurt über die Saalefurt bei der Wüstung Hummelstedt (noch 1209 erwähnt) in Richtung Bürgel–Gleisefurt nach Nürnberg oder Altenburg. Es waren die Burgstellen Bonzig im Flurteil Bonsig, Mönchskuppe im Flurteil Münchenholz, Hausen über dem Teufelsgrund und Goldberg südlich von Hohendorf.[3]
Nach dem Aussterben des Hauses der Schenken von Tautenberg 1640 kamen Burg und Ort Tautenburg in den Besitz der albertinischen Wettiner und entwickelten sich zum Zentrum eines großen Wirtschaftsgebietes (1703: 17 Dörfer mit 389 Höfen, 3 Wüstungen und 6 Freigütern). 1780 wurde für den Bau des Justiz- und Rentamtes in Frauenprießnitz die Burg abgerissen und das Baumaterial dort verwendet. Nur der Bergfried blieb erhalten. Damit wechselte auch der Verwaltungssitz nach Frauenprießnitz.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Region um Tautenburg als Erholungsgebiet erschlossen und auch einige Prominente verweilten in Tautenburg, so Friedrich Nietzsche, Max Reger, Ricarda Huch und James Krüss.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden eine LPG sowie ein holzverarbeitender VEB gegründet. Auch entstand ein Erholungslager für Arbeiter eines Braunkohletagebaus. Ab 1960 wurde hier das Karl-Schwarzschild-Observatorium der Akademie der Wissenschaften der DDR aufgrund der guten Beleuchtungsbedingungen im Umfeld von Tautenburg errichtet.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Überregional bekannt geworden ist Tautenburg und der Tautenburger Wald durch die Errichtung der Thüringer Landessternwarte (Karl-Schwarzschild-Observatorium) im Jahr 1960.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Burgruine Tautenburg. Tautenburg ist U-förmig um den Burgberg angelegt.
Am 4. April 1986 beim Abriss eines alten Stallgebäudes im Gehöft Nr. 5 wurde der Mahlschatz von Tautenburg (ein bäuerlicher Brautschmuck) gefunden. Er ist im Museum der Leuchtenburg ausgestellt.[4]
Weiterhin befindet sich im Dorf unmittelbar nach der Ortseinfahrt eine mindestens 700 Jahre alte Sommerlinde.[5]
Der Planet Nr.2424 trägt ab dem Entdeckungsjahr 1973 den Namen Tautenburg.[6]
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
- ↑ [1] Amtsblatt der VG Dornburg-Camburg 12/2011, S. 10. PDF-Datei 2,1 MB.)
- ↑ M. Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag, Jena 2001, S. 70, 55 u. 113, 129 u. 130, 111. ISBN 3-910141-43-9
- ↑ K. Haufschild: Der Mahlschatz von Tautenburg. Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Leuchtenburg 1993. S. 1–19
- ↑ W. Voigt: Die ältesten Bäume des Saale-Holzland-Kreises und Jenas. Ramm, Thalbürgel 2007.
- ↑ O.V. Thüringer Landessternwarte Tautenburg.Karl-Schwarzschild-Observatorium. Geschichte,Instrumentierung,Forschungsinhalte (Faltblatt) 1998.
[Bearbeiten] Literatur
- Gerhard Schaumann: Tautenburg bei Jena. Kulturgeschichte einer thüringischen Sommerfrische. Mitteldeutsche Miniaturen 2. 2. Auflage, Bucha bei Jena 1999, ISBN 3-931505-38-3.
[Bearbeiten] Weblinks
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