Tavor TAR-21
| Tavor TAR-21 | |
|---|---|
| Allgemeine Information | |
| Militärische Bezeichnung: | TAR-21 |
| Einsatzland: | siehe Verwendung |
| Entwickler/Hersteller: | Israeli Military Industries |
| Entwicklungsjahr: | 1991 |
| Herstellerland: | Israel |
| Produktionszeit: | seit 2000 |
| Modellvarianten: | siehe Modellvarianten |
| Waffenkategorie: | Sturmgewehr |
| Ausstattung | |
| Gesamtlänge: | 720 mm |
| Gewicht: (ungeladen) | 3,27 kg |
| Lauflänge: | 460 mm |
| Technische Daten | |
| Kaliber: | 5,56 × 45 mm |
| Mögliche Magazinfüllungen: | 20, 30 Patronen |
| Munitionszufuhr: | Magazin |
| Kadenz: | 750–900 Schuss/min |
| Feuerarten: | Einzel-, Dauerfeuer |
| Anzahl Züge: | 6 |
| Drall: | Rechts/Links |
| Visier: | Reflexvisier |
| Montagesystem: | Picatinny-Schiene |
| Verschluss: | Drehkopfverschluss |
| Ladeprinzip: | Gasdrucklader |
| Listen zum Thema | |
Das TAR-21 ist eine moderne israelische Infanteriewaffe im Kaliber 5,56 × 45 mm NATO. Der Name TAR-21 steht für Tavor Assault Rifle – 21st Century.
Bisher wurde das TAR-21 nur in geringeren Stückzahlen gefertigt und vorwiegend an Spezial- und Eliteeinheiten ausgegeben; das liegt daran, dass die Waffen der Tavor-Familie relativ teuer zu produzieren sind, insbesondere im Vergleich zu den gebrauchten M16-Gewehren (und Varianten) aus US-Besitz, mit denen Israel regelmäßig beliefert wurde. Indien kaufte Israel Military Industries 2002 allerdings eine unbekannte Menge dieser Waffe ab.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Technik
Das TAR-21 ist ein modernes Sturmgewehr im Bullpup-Design mit Polymer-Gehäuse. Bei der Konstruktion der Waffe wurde vor allem auf eine gute Handhabbarkeit im Häuserkampf geachtet. Da die Waffe auf beiden Seiten einen Hülsenauswurf besitzt, kann sie sowohl von Rechts- als auch von Linkshändern problemlos bedient werden. Eine Besonderheit ist das Gassystem, welches die Vorteile eines direkten Gasdruckladers (geringes Gewicht) mit denen eines indirekten Systems (Zuverlässigkeit) kombiniert. Das Gas wird durch eine Gasentnahmebohrung im vorderen Teil des Laufes in ein Gasrohr geleitet und Richtung Verschlussträger transportiert. Auf Höhe des Handgriffes (wo die Lüftungsschlitze im Gehäuse sind) trifft das Gas auf den Kolben, welcher fest mit dem Verschlussträger verbunden ist. Durch diese Konstruktion werden die heißen schmutzigen Pulvergase vom Mechanismus ferngehalten. [1]
Das Rotpunktvisier „MARS“ mit integriertem Laserpointer befindet sich auf einer Picatinny-Schiene. Das Gewehr verwendet Standard-M16-Magazine mit 30 Schuss. Die TAR-21 Basisversion kann mit einem M203 40 mm Gewehrgranatwerfer ausgerüstet werden.
[Bearbeiten] Modellvarianten
- TAR-21 Sturmgewehr
- TAR-S21 Scharfschützenversion (Designated Marksman Rifle)
- TAR-C21 Kommandosturmgewehr, für Fahrzeugbesatzungen & Fallschirmspringer
- Zivilversion Halbautomatisch
- Tavour-OICW Version mit Feuerleitcomputer und Dateninterface
- Tavour-2 aus dem MTAR-21 entwickeltes Sturmgewehr
[Bearbeiten] Zubehör
- Zielfernrohr
- Nachtsichtgeräte der 3. Generation
- 20 Schuss Magazin
- 30 Schuss Magazin
- MarsVisier
- Reinigungsset
- Zweibein & Zweibein Adapter
- M203 Granatwerfer & Adapter
- Waffenschienen (NATO)
- Linkshänderset
- Schalldämpfer
- Verschiedene Visiere
- Verschiedene Aufsätze
- Miles Adapter
- Kurzer Lauf (CTAR)
- Langer Lauf (STAR)
[Bearbeiten] Verwendung
Aserbaidschan – hat gemäß Presseberichten einige TAR-21 gekauft[2]
Indien – Indische Spezialeinheiten (Fallschirmjäger und Marine Commandos) sowie Reserve Polizei
Israel – Seit 2010 Ordonnanzwaffe , nachdem es schon bei Spezialeinheiten im Einsatz ist
Georgien – Spezialeinheiten und Sicherheitskräfte
Thailand – Soll neue Ordonnanzwaffe werden[3]
[Bearbeiten] Weblinks
- Defense-Update: Tavor Assault Rifle
- http://world.guns.ru/assault/as30-e.htm World of Guns: ''Tavor TAR-21 assault rifle (Israel)'' (Achtung: Bitte diese Website nicht aufrufen, da sie gefährliche Software verbreitet!)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ http://img3.abload.de/img/tar-bar6j82.jpg
- ↑ Shahin Abbasov: AZERBAIJAN MUM ABOUT ISRAELI SPY PLANE, SATELLITE PROJECTS. In: ERURASIA.NET. Eurasianet, 0.052287581699346, abgerufen am 22. August 2009 (englisch).
- ↑ Armee bekommt israelische Waffen. Zeitung für Thailand, 2. Juni 2009, abgerufen am 19. August 2009 (TIP Online).