Taxameter

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Taxameter mit Drucker für die Erstellung von Taxiquittungen
Der Taxameter – am Beispiel eines weit verbreiteten älteren Modells

Der Taxameter ist ein elektronisches Gerät zur Erfassung von Fahrpreisen in Taxis auf Basis von Taxitarifen.

Inzwischen existieren Geräte für einige Fahrzeugmarken, die den Fahrpreis im Innenspiegel des Fahrzeugs anzeigen. Oft werden Taxameter mit dem gesamten Dispositionssystem der Taxiunternehmen vernetzt. In Deutschland und Österreich wächst der Wunsch nach einer automatischen Quittungserstellung, die das Ausfüllen von Formularen ersetzen. Hierzu werden speziell angepasste Drucker angeboten, die den Ausdruck von Taxiquittungen und von Tagesabrechnungen am Ende einer Schicht ermöglichen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Fahrpreisermittlung

Der Fahrpreis setzt sich in der Regel aus einer Grundgebühr sowie einem Kilometerpreis zusammen. Hinzu kommen eventuell Gebühren für Wartezeit und weitere Zuschläge. Der Tarif wird hierbei in Deutschland von der jeweiligen Kreisverwaltungsbehörde festgelegt, in Österreich vom Landeshauptmann.

Beim Einschalten des Taxameters erscheint zunächst immer die Grundgebühr. Der Fahrer kann einen Zuschlag durch Tastendruck hinzuaddieren, beispielsweise für Koffer oder Nachtfahren. Nach dem Anfahren wird durch Ermittlung der Wegstrecke das Kilometerentgelt hinzugezählt und als Fahrpreis laufend angezeigt. Während Wartezeiten, beispielsweise an einer Ampel oder im Stau, schaltet das Gerät von Strecken- auf Zeitabrechnung um. Um Taxikunden genau kalkulierbare Preise zu bieten, hat Österreich und einige Städte in Deutschland wie Berlin und Hamburg inzwischen den Tarif dahingehend geändert, dass die Zeitabrechnung erst nach einer gewissen Standzeit beginnt. Dadurch werden verkehrsbedingte Wartezeiten nicht berechnet, sondern nur vom Kunden gewünschte, sofern sie jeweils eine bestimmte Zeitspanne überschreiten. Neue Untersuchungen haben aber ergeben, dass die Umsatzeinbußen der Taxifahrer durch diese Regelung größer sind, als bei der Einführung angenommen[1] und es durch die fehlenden Vergleichsmöglichkeiten mit Tarifen mit klassischer Wartezeitberechnung zu Wettbewerbsverzerrungen kommt.[2] Am Zielort wird das Taxameter gestoppt und der Gesamtpreis ist zu entrichten.

[Bearbeiten] Eichung

Deutschlandlastige Artikel Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.
historisches Taxameter eines argentinischen Taxis
Mechanisches Rikscha-Meter in Mumbai - bei Taxis werden hier baugleiche Geräte vor der Windschutzscheibe auf der Motorhaube montiert.

Taxameter werden in Deutschland einmal jährlich vom Eichamt überprüft, um die korrekte Arbeitsweise nachzuweisen. Wird nach einer Tarifänderung der Taxameter durch einen anerkannten Instandsetzer neu eingestellt, gilt eine Übergangsfrist, bevor man das Gerät beim Eichamt überprüfen lassen muss. Wenn alles in Ordnung ist, wird der Taxameter mit einer Eichmarke versehen und das Gerät wird verplombt in der Regel durch Aufkleben der Eichmarke und Aufkleber auf den Schrauben. Die Eichung ist dann für ein Jahr gültig. Der Taxiunternehmer ist selbst verpflichtet sich rechtzeitig um die Nacheichung zu bemühen. Die Eichmarke hat eine Jahreszahl aufgedruckt. Die Eichung ist bis zum 31. Dezember des Jahres gültig, welches auf der Eichmarke vermerkt ist[3]. Nach Ablauf der Eichgültigkeit darf der Taxameter nicht mehr in Gebrauch genommen werden. Ein Verstoß gegen diese Vorschriften ist eine Ordnungswidrigkeit.

[Bearbeiten] Ursprung

Dem Taxameter ähnliche Geräte zur Fahrpreisermittlung gab es bereits in der Antike, der Erfinder soll Heron von Alexandrien gewesen sein. Das von ihm entwickelte Gerät ließ durch das Anschlagen einer Zahnradkonstruktion nach einer bestimmten Wegstrecke eine Kugel in ein Gefäß fallen, die Anzahl der Kugeln ergab die Wegstrecke und dadurch den Fahrpreis.

Lange Zeit fuhren dann Droschken und danach die Taxis mit einheitlichen Taxametern, mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Fabrikaten, die zugelassen und vom Markt angenommen werden.

[Bearbeiten] Sitzkontakte

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Um zu verhindern, dass Taxifahrer ihre Fahrten pauschal und nicht nach Kilometern abrechnen, installieren immer mehr Taxiunternehmer Sitzkontakte in die Sitze ihrer Taxis. Bis auf den Fahrersitz werden in der Regel alle Sitze entsprechend ausgestattet. Diese Kontakte registrieren, wenn ein Fahrgast auf dem Sitz platz nimmt, und starten automatisch den Taxameter. Einige Unternehmer nutzen diese Kontakte nicht zur Aktivierung des Taxameters, sondern zur verdeckten Protokollierung der Fahrten.
Eine andere Variante dieser Kontakte sind Lichtschranken in den Türen oder der Mittelkonsole.

[Bearbeiten] Vorteile

Der Taxifahrer kann keine Fahrten auf eigene Rechnung fahren, da er keine Möglichkeit hat, den Taxameter zu deaktivieren. Bei der verdeckten Protokollierung kann der Unternehmer jede Fahrt nachvollziehen und den Fahrer entsprechend zur Rechenschaft ziehen.

[Bearbeiten] Nachteil

Ein Kunde kann keinen Pauschalpreis mehr für eine Fahrt aushandeln. Er muss den Preis zahlen, den das Taxameter errechnet. Auch die nach bestehenden Gesetzen frei verhandelbaren Fahrten außerhalb des Pflichtfahrgebietes könnten nicht einwandfrei erfasst und getrennt werden.

[Bearbeiten] Situation in anderen Ländern

In anderen Ländern wie zum Beispiel in Frankreich oder Spanien sind die Fahrpreise oft vom Zustand des Fahrzeugs und der Firmenpolitik der örtlichen Unternehmen sowie von deren nationalen Bestimmungen abhängig. In einigen Ländern Europas ist sogar die Verwendung von Quittungsdruckern verpflichtend. Dieser Trend nimmt international zu. Mittlerweile wird auch die Einführung von Fiskaltaxametern immer wieder diskutiert.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

 Commons: Taximeters – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. TAXI-MAGAZIN.DE: Gratisminute führt zu erheblichen Einbußen
  2. TAXI-MAGAZIN.DE: Der Hamburger Tarif im Städtevergleich
  3. Eichdirektion-Nord zum Thema Gültigkeit von Taxametereichplaketten
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