Te Deum (Lully)

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Das Te Deum LWV 55 des italienisch-französischen Komponisten Jean-Baptiste Lully wurde 1678 komponiert.

1687 erkrankte der französische König Ludwig XIV. schwer. Anfangs klagte er nur über Zahnschmerzen, die Ärzte wollten den Zahn ziehen, stellten sich jedoch so ungeschickt an, dass sie dem König ein Stück des Oberkiefers herausrissen. Man brannte die stark blutende Wunde mit einem glühenden Eisen aus. Man rechnete schon mit dem Tod des Königs, doch dieser erholte sich. Für die Feierlichkeiten über die Genesung des Königs bearbeitete Lully sein 1678 komponiertes Te Deum und plante eine Aufführung mit allen 300 Hofmusikern. Als er es am 8. Januar 1687 aufführte, passierte ein Unglück: Lully schlug den Takt mit einem langen reich verzierten schweren Stab. Der temperamentvolle Mann schlug so heftig den Takt, dass er sich den Stab in den Fuß rammte. Die Wunde entzündete sich rasch und infizierte sich mit Wundbrand. Da sich Lully weigerte, den Zeh amputieren zu lassen, verstarb der Komponist wenige Monate darauf und wurde unter großer Anteilnahme begraben.