Team Foundation Server

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Team Foundation Server
Entwickler Microsoft Corp.
Aktuelle Version 2013
Betriebssystem Windows Server
Kategorie Softwareentwicklung
Lizenz proprietär
Deutschsprachig ja

Der Team Foundation Server (TFS) von Microsoft ist eine Windows-Plattform für kollaborative Softwareprojekte. Über den TFS können Projekte geplant, erstellt und verwaltet werden. Er kann dabei bis zu 2000 Entwickler und 500 Projekte verwalten.[1][2] Für kleine Projekte gibt es die Express-Edition, die für maximal fünf Benutzer kostenlos erhältlich ist.[3]

Unterstützung des Entwicklungsprozesses[Bearbeiten]

Auf Basis der Prozessvorlagen unterstützt der TFS verschiedene Entwicklungsverfahren. Vorlagen für die Standardverfahren CMMI, Agile Softwareentwicklung oder Scrum werden mitgeliefert. Andere Hersteller bieten weitere Prozessvorlagen an.[4] Alle Prozessvorlagen liegen in Form von XML-Dateien vor, so dass grundsätzlich ein (XML-)Editor für deren Bearbeitung ausreicht. Für eine einfachere und schnellere Anpassung steht allerdings ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem die Anpassungen direkt in der Entwicklungsumgebung vorgenommen werden können. Die beim Prozess mitgelieferte Dokumentation („Process Guidance“) liegt statisch vor, kann aber dank verfügbaren Quelldateien angepasst und neu erstellt werden.[5]

Die involvierten Teammitglieder können mit verschiedenen Werkzeugen (zum Beispiel Microsoft Visual Studio, Microsoft Excel, Microsoft Project, Microsoft Infopath, Word, Outlook oder Web) Prozessschritte bearbeiten und die entsprechenden Arbeitsschritte ("workflows") anstoßen. Die genannten Programme integrieren sich direkt in den TFS, so dass auf einer einheitlichen Plattform gearbeitet werden kann.

Bestandteile einer Prozessvorlage sind Work Items, Reports, Abfragen und diverse Dokumente.[6]

Features[Bearbeiten]

Versionskontrolle[Bearbeiten]

TFS integriert eine eigene Versionskontrolle für den Quellcode der verwalteten Projekte. Die gängigen Operationen eines Versionskontrollsystems werden unterstützt.

TFS-Build[Bearbeiten]

Die Buildengine des TFS unterstützt das automatische Erstellen des entwickelten Produkts ("build"), optional z.B. auch mit Dokumentation. Dabei kann man auch Unittests ausführen und Statistiken bzw. Berichte ("reports") generieren lassen.

Reports[Bearbeiten]

Über ein integriertes Data-Warehouse werden automatisch Berichte ("reports") erstellt (etwa mit Metriken, Fehlerstatistik, Leistungsanalyse usw.)[7] Die Berichte sind für unterschiedliche Zielpersonen zugeschnitten (Kostenverantwortliche, Entwickler, Projektleiter) und geben jeweils einen Überblick über den Projektstand. Technische Grundlage ist ein sogenannter "report server", der seine Ausgabe über einen Microsoft SharePoint Server generiert. Dadurch können die Berichte sowohl direkt als auch in Microsoft Project, Excel und innerhalb von Visual Studio benutzt werden.[8]

Benutzerverwaltung[Bearbeiten]

Der TFS kann entweder als Server in einem Active Directory oder einzeln betrieben werden. Für die Benutzerverwaltung kennt der Server die Windows-Benutzer und Gruppen sowie weitere Gruppen im TFS. Beim Anlegen eines Projekts werden vier Gruppen automatisch erstellt: Lesezugriff (Readers), Schreibzugriff (Contributors), Administratoren (Project Administrators) und eine interne Gruppe zum Buildmanagement (Build Services).

Die Berechtigungen für den "Sharepoint Server" sowie das "reporting system" müssen vom Administrator von Hand gesetzt werden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Windows-Gruppen zu definieren und zu verwenden.[9]

Serveraufbau[Bearbeiten]

Der TFS ist auf dem Prinzip einer Schichtenarchitektur entwickelt worden. Anwendungs- und Datenschicht können auf einem einzelnen Server oder auf separaten Servern installiert werden.

Der TFS benötigt folgende Software:

Ab der Version 2010 kann der Team Foundation Server auch auf einem Client-Betriebssystem installiert werden. Hierfür wird eine Basis-Konfiguration angeboten, welche die Express-Version des Microsoft SQL Servers zur Datenhaltung benutzt. Diese Installationsform ist für Einzelentwickler gedacht, die den Team Foundation Server benutzen wollen. Microsoft möchte hierdurch den Team Foundation Server als Nachfolger des Produkts Microsoft Visual SourceSafe etablieren, welches nicht mehr von Microsoft gepflegt wird.

Die einzelnen Komponenten, mit Ausnahme des Windows-Server-Betriebssystems und des SQL Servers, sind Bestandteil des Produkts.

Interoperabilität[Bearbeiten]

Es gibt ein Hilfsprogramm, das Interoperabilität zwischen TFS und anderen Versionskontrollsystemen herstellt. Ein solches gibt es für Git als plattformunabhängiges Java-Hilfsprogramm (Git-tf) oder als reines Windows-Programm (Git-tfs). Auch eine Austauschplatform für PTC-Integrity ist verfügbar [10]

Literatur[Bearbeiten]

  • Roland Puffer, Markus Wippel: Arbeiten mit dem Teamfoundation Server 2010. Microsoft Press Deutschland 2010, ISBN 978-3866454415.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Übersicht über Team Foundation
  2. Team Foundation Server – Planungsroadmap
  3. [1]
  4. Process Templates and Tools
  5. Customizing MSF Process Guidance
  6. Team Foundation-Prozessleitfäden
  7. Team Foundation Server-Berichterstellung
  8. Verwenden von Berichten und Metriken
  9. Verwalten von Berechtigungen
  10. http://www.agosense.com/deutsch/produkte/integrationsplattform-und-adapter/agosensesymphony

Siehe auch[Bearbeiten]