Technische Fraktion der Europäischen Rechten

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Die Technische Fraktion der Europäischen Rechten (engl. Technical Group of the European Right, fr. Groupe technique des droites européennes), kurz DR oder GTDE, war eine von 1989 bis 1994 bestehende rechtsextreme Fraktion im Europaparlament. Sie war Nachfolger der von 1984 bis 1989 bestehenden Fraktion der Europäischen Rechten (ER). Insgesamt zählte die Fraktion 17 Abgeordnete. Vorsitzender war der französische Politiker Jean-Marie Le Pen. Stellvertretender Fraktionsvorsitzender wurde Franz Schönhuber.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Parlamentsfraktion entstand nach der Europawahl 1989. Zunächst hatten die Rechtsextremen nach dem Ergebnis der Europawahl Schwierigkeiten auf europäischer Ebene eine Fraktion zu bilden. Grund dafür waren das Ausscheiden der griechischen EPEN und der nordirischen UUP aus dem Europäischen Parlament. Zudem wollten die Republikaner auf Grund der Südtirolfrage keine gemeinsame Fraktion mit der italienischen MSI bilden. Die MSI wiederum lehnte den Führungsanspruch Le Pens ab und schloss deshalb eine Beteiligung an einer von Le Pen geführten Fraktion aus. Letztlich einigte sich der Front National (FN) mit den Republikanern (REP) und dem Vlaams Blok (VB) darauf, eine technische Fraktion zu bilden. Im Laufe der Legislaturperiode kam es jedoch immer wieder zu Streitereien zwischen und innerhalb der Parteien. Während die REP und der separatistische VB auf Regionalismus schworen, argumentierte der FN etatistisch und zentralistisch. Letztlich verließen vier der sechs deutschen Abgeordneten die Fraktion, so dass sie am Ende auf 13 Abgeordnete geschrumpft war.

Mitgliedsparteien[Bearbeiten]

Land Mitgliedspartei MdEP
DeutschlandDeutschland Deutschland Die Republikaner 6
BelgienBelgien Belgien Flämischer Block 1
FrankreichFrankreich Frankreich Nationale Front 10

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]