Tegelbergbahn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Blick von der Aussichtsplattform an der Bergstation der Tegelbergbahn: Kabine und Talstation

Die Tegelbergbahn ist eine 2146,18 Meter lange Luftseilbahn auf dem Tegelberg bei Schwangau. Die Pendelbahn, welche eine Höhe von 892,5 Metern überwindet, hat ein Tragseil mit 48 mm und ein Zugseil mit 26 mm Durchmesser. Sie verfügt über 2 Kabinen mit einem Fassungsvermögen von 44 Personen. Der Antrieb erfolgt mit einem 250 kW starken Motor. Die Tegelbergbahn verfügt über eine 38 Meter hohe, als Stahlbetonkonstruktion ausgeführte Seilbahnstütze.

Erbaut wurde die Bahn vom Südtiroler Unternehmen Hölzl Seilbahnbau.

Am Fuße der Bahn kam 1966 bei Ausschachtungsarbeiten für die Talstation ein rechteckiges, teilweise beheizbares antikes Haus und nur wenig weiter östlich ein Badehaus aus dem 2. Jahrhundert aus dem Boden. In beiden Gebäuden fanden sich farblich wohlerhaltene Fresken, von denen ein Teil aus der Therme heute in der Archäologischen Staatssammlung München gezeigt wird. Die römische Siedlung Tegelberg ist erstmals 1934/35 bekannt geworden. Das Bad mit seinen teils einmaligen Befunden wurde nach den Grabungen konserviert und erhielt 1996 durch die Gemeinde Schwangau einen Schutzbau.

Zu einem Zwischenfall kam es am 12. August 2011: Nachdem sich ein Tandemgleitschirm in den Seilen verfangen hatte, musste der Betrieb vorübergehend eingestellt werden. 132 Menschen wurden von der Bergstation ins Tal geflogen. 30 Passagiere aus der unteren Gondel wurden bis abends aus ca. 50 Metern Höhe abgeseilt. 19 Passagiere und der Seilbahnführer in der oberen Gondel konnten wegen zu starken Windes erst am Morgen des 13. August 2011 per Hubschrauber gerettet werden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tegelbergbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


47.56768770555610.756795406389Koordinaten: 47° 34′ 4″ N, 10° 45′ 24″ O