Teilstreckenverfahren

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Das Teilstreckenverfahren (engl. store and forward) ist eine Technik der Datenübertragung, bei der Informationen über eine Zwischenstation (z. B. einen Router) gesendet werden, welche die Daten speichert und zu einem späteren Zeitpunkt an das finale Ziel oder eine weitere Zwischenstation weiterleitet. Die Zwischenstation überprüft die Integrität der Daten vor deren Weiterleitung anhand der zu den einzelnen Dateneinheiten (Frames) gehörenden CRC-Prüfsumme. Besteht das Datenpaket aus mehreren Teilen (Fragmenten), so wird dieses vor der Integritätsprüfung zusammengesetzt (reassembliert).

Generell wird diese Technik in Netzwerken eingesetzt, welche keine dauerhafte Konnektivität zum selbigen voraussetzen (z. B. FidoNet, MausNet, Packet Radio) oder in denen eine hohe Mobilität (z. B. Short Message Service) erforderlich ist.

Diese Technik kann nur in verzögerungstoleranten Netzwerken (engl. delay tolerant networks - DTN) angewandt werden. Echtzeitsysteme sowie audiovisuelle Kommunikationssysteme wie Streaming Media oder Internettelefonie sind aufgrund der mit dieser Methode verbundenen Verzögerungen damit nur eingeschränkt realisierbar. Sie verwenden daher bevorzugt so genannte Cut-through-Methoden, die auf die oben beschriebene Integritätsprüfung verzichten. Zugunsten der dadurch höheren Performance wird eine höhere Fehlerrate beim Transport und dem korrekten Wiederzusammenfügen der Datensegmente in Kauf genommen. Beim Teilstreckenverfahren ist das umgekehrt. Zwischen beiden Methoden gibt es Mischformen.

Siehe auch[Bearbeiten]