Teizō Matsumura

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Teizō Matsumura (jap. 松村 禎三, Matsumura Teizō; * 15. Januar 1929 in Kyōto; † 6. August 2007) war ein japanischer Komponist.

Matsumara nahm privaten Unterricht bei Tsuneharu Takahashi und Toshio Nagahiro (Harmonielehre). 1949 kam er nach Tokio, wo er Kompositionsschüler von Tomojirō Ikenouchi und Akira Ifukube war. 1950 erkrankte er an Tuberkulose und musste sich bis 1955 mehreren Operationen unterziehen.

Während seiner Rekonvaleszenz begann er Haikus zu schreiben und gewann einen Haiku-Wettbewerb. Zur gleichen Zeit entstand Introduktion und Allegro Concertante für Orchester, mit dem er 1955 den Kompositionspreis des Mainichi-Musikwettbewerbs gewann. Waren seine ersten Kompositionen von europäischen Komponisten wie Maurice Ravel und Igor Strawinski geprägt, zeigten sich in seiner Sinfonie und dem Präludium für Orchester Einflüsse traditioneller Musik aus Indien, Tibet und Bali.

Einflüsse traditioneller japanischer Musik und Malerei und des -Theaters zeigten sich in seinen beiden Klavierkonzerten. 1978 erhielt er den Auftrag zur Komposition einer Oper nach Endō Shūsakus Roman Chimmoku (Schweigen, engl. Silence). Er arbeitete dreizehn Jahre lang an dem Werk. 1993 wurde die Oper uraufgeführt und mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Im Folgejahr fand in New York eine Retrospektive der Werke Matsumuras statt. Neben den genannten Werken komponierte Matsumara auch über 100 Filmmusiken, davon zahlreiche zu Filmen von Kei Kumai und Kazuo Kuroki. Bis zu seiner Emeritierung war er Professor für Komposition an der Kunsthochschule Tokio.

Quellen[Bearbeiten]