Teja

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Dieser Artikel befasst sich mit dem König der Ostgoten. Für die chilenische Insel siehe: Isla Teja, für das Schiff Teja (Schiff).
Alexander Zick (1845–1907): „Die Gotenschlacht am Vesuv“, Historiengemälde der Schlacht am Milchberg mit dem (redensartlich) „schwarzen Teja“ im Zentrum.
Bronzemünze mit der Aufschrift T[eia] Rex

Teja († 552) war der letzte König bzw. rex der Ostgoten.

Ursprünglich Kommandant gotischer Truppen in Verona, nahm er 552 an der Schlacht in der Ebene von Busta Gallorum teil. Dort besiegte der oströmische Feldherr Narses den Gotenkönig Totila, der in der Schlacht fiel.

Teja floh nach Pavia und wurde dort von den verbliebenen gotischen Truppen zum König erhoben. Er verbündete sich mit den Franken und konnte sich gegen Narses noch einige Wochen in Mittelitalien, zuletzt noch im Raum Neapel, halten. Im Oktober 552 wurden die Ostgoten jedoch von Narses in der Schlacht am Milchberg (Mons Lactarius) südlich von Neapel geschlagen. Teja selbst fiel, als er in einer Felsklamm des Vesuvs in erster Reihe kämpfte, in dem Moment, als er seinen Schild wechseln musste.

Die überlebenden Goten kämpften noch einige Stunden weiter, danach unterwarfen sie sich teils den kaiserlichen Truppen, teils flohen sie zu den Franken. 555 kapitulierte die letzte gotische Einheit nördlich von Salerno. Verschiedene gotische Stadtkommandanten leisteten noch ein paar Jahre Widerstand gegen Narses. Die ostgotische Herrschaft über Italien war damit zu Ende – die letzten Goten gingen wohl ab 568 in den Langobarden auf.

Literarisch ist Teja einer der Haupthelden in Felix Dahns Roman Ein Kampf um Rom[1]; doch bereits der zeitgenössische oströmische Historiker Prokopios setzte Teja und seinem Tod in seinem Werk ein Denkmal.

Literatur[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Vgl. auch Dahns biographischen Artikel Teja. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 37, Duncker & Humblot, Leipzig 1894, S. 535–537.
Vorgänger Amt Nachfolger
Totila König der Ostgoten