Telecom Italia

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Telecom Italia
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Rechtsform S.p.A.
ISIN IT0003497168
Gründung 1994
Sitz Mailand
Leitung Marco Patuano
Mitarbeiter 84.159 (31. Dezember 2011)[1]
Umsatz 29.957 Mio. EUR (2011)[1]
Gewinn -4.280 Mio. EUR (2011)[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Gewinn
Bilanzsumme 83.859 Mio. EUR (31. Dezember 2011)[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Bilanzsumme
Branche Telekommunikation
Website http://www.telecomitalia.com/

Die Telecom Italia S.p.A. ist ein privates italienisches Telekommunikationsunternehmen mit Firmensitz in Mailand.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen entstand 1994 durch die Fusion von fünf Unternehmen (SIP, IRITEL, Italcable, Telespazio, SIRM) der ehemaligen Staatsholding IRI-STET. In den Jahren danach kam es zu zum Teil drastischen Rationalisierungen, in deren Folge der Personalbestand mehrmals stark abgebaut wurde. Im Oktober 1997 begann die italienische Regierung mit der Privatisierung, wobei man sich für eine gewisse Zeit eine sogenannte „Golden Share“ erhalten konnte.

Im November 1998 wurde Franco Bernabè 'Amministratore Delegato' von Telecom Italia. Im Februar 1999 legten Bieter ein Übernahmeangebot für Telecom Italia vor. Bernabè sprach sich gegen das Übernahmeangebot aus und erwog Gegenmaßnahmen (darunter eine Fusion mit der Deutschen Telekom). Im Mai begann die Übernahme, und Olivetti erlangte 51 % der Aktien von Telecom Italia. Im Juni 1999 trat Bernabè zurück.

1999 erwarb Roberto Colaninno über eine komplexe Unternehmensverschachtelung rund um Olivetti eine Mehrheitsbeteiligung an Telecom Italia. Heute befinden sich etwa 50 % der Aktien im Besitz italienischer institutioneller Anleger (wobei Pirelli durch direkte und indirekte Beteiligungen die Kontrolle ausübt), etwa 25 % sind in italienischem Streubesitz, den Rest halten überwiegend ausländische Investoren. Telecom Italia betreibt den weit überwiegenden Teil des italienischen Telefon-Festnetzes (mit Internetdiensten) und ist über Telecom Italia Mobile (TIM) der wichtigste Mobilfunkanbieter in Italien. Die Tochter Telecom Italia Media kontrolliert unter anderem die Fernsehsender La 7 und MTV Italia sowie die Nachrichtenagentur Apcom. Über Olivetti ist Telecom Italia auch im Bereich der Informationstechnologie tätig (Olivetti fusionierte 2003 mit Telecom Italia; der traditionsreiche Markenname wird nun für den IT-Bereich verwendet). Internetdienste werden unter der Marke Alice angeboten.

Das Unternehmen hatte 2009 rund 71.000 Mitarbeiter, setzte 2010 [2] in neun Ländern 27,6 Mrd. Euro um und erzielte einen Nettogewinn von 3,1 Mrd Euro. Die (bereinigte) Nettoverschuldung betrug 31,5 Mrd Euro (2009: 33,9 Mrd Euro). Bis Ende 2013 sollten die Verbindlichkeiten auf 25 Milliarden Euro gesenkt werden.

Im September 2006 gerieten Mitarbeiter von Telecom Italia in einen landesweiten Abhörskandal.[3]

Am 13. April 2011 ernannte der Aufsichtsrat Franco Bernabè zum 'Presidente Esecutivo' (Chairman of the Board and Chief Executive Officer).[4]

Ausland[Bearbeiten]

2003 übernahm Telecom Italia den Hamburger Telefon- und Internet-Anbieter HanseNet und bot seine Internetdienste unter dem Markennamen Alice an. Mitte September 2006 verkündete die Telecom Italia die geplante Übernahme des deutschen AOL-Geschäfts für Internetzugänge, die im März 2007 vollzogen wurde. Am 5. November 2009 wurde eine Vereinbarung zum Verkauf von HanseNet/Alice für 900 Mio. Euro an Telefónica Germany unterzeichnet. Einschließlich einer Prüfung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden sowie deren erforderlicher Genehmigungen wurde der Verkauf im Februar 2010 abgeschlossen.

Die unter dem Namen Alice laufenden Aktivitäten in Frankreich wurden bereits 2008 an Iliad verkauft.

Eigentümerstruktur[Bearbeiten]

Einziger Großaktionär ist die Telco S.p.A. mit einem Anteil von 22,39%.[5] Dieses Investmentvehikel von Telefónica, Assicurazioni Generali, Mediobanca und Intesa Sanpaolo erwarb das Aktienpaket 2007 für 4,1 Milliarden Euro. 2010 musste eine Abschreibung in Höhe von 1 Milliarde vorgenommen werden, 2012 wurden weitere 901 Millionen Euro abgeschrieben.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Telecom Italia: Annual Report 2011. Abgerufen am 28. Februar 2013 (PDF; 4,7 MB).
  2. http://2009sustainabilityreport.telecomitalia.it/en/content/telecom-italia-group
  3. Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein: Abhör- und Überwachungsskandal in Italien
  4. Composizione del Consiglio di Amministrazione, 26 aprile 2011
  5. Shareholdings
  6. Telecom Italia Owners Agree on New Financing